Neumarkt-St. Veit: Behindertenbeauftragte zieht Bilanz

Die neue Behindertenbeauftragte der Stadt Neumarkt-St. Veit: Sylvia Wegner bringt als Chefin eines Pflegedienstes viel Erfahrung in dieses Ehrenamt mit.
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Die neue Behindertenbeauftragte der Stadt Neumarkt-St. Veit: Sylvia Wegner bringt als Chefin eines Pflegedienstes viel Erfahrung in dieses Ehrenamt mit.

Sylvia Wegner kandidierte mit 56 Jahren zum ersten Mal bei einer Stadtratswahl. Auf ihre Liste, der UWG, fuhr sie am Wahltag gleich die zweitmeisten Stimmen ein und landete hinter Bürgermeister Erwin Baumgartner auf Platz zwei der gewählten UWG-Stadtratsmitglieder.

Neumarkt-St. Veit– Sylvia Wegner kandidierte mit 56 Jahren zum ersten Mal bei einer Stadtratswahl. Auf ihre Liste, der UWG, fuhr sie am Wahltag gleich die zweitmeisten Stimmen ein und landete hinter Bürgermeister Erwin Baumgartner auf Platz zwei der gewählten UWG-Stadtratsmitglieder. Dies ist durchaus als Ergebnis für die Bekanntheit und Beliebtheit der selbstständigen Pflegedienstleiterin zu werten, die diesen Beruf seit 18 Jahren in Neumarkt-St. Veit ausübt.

Wahl im Stadtrat erfolgt einstimmig

Da war es dann nur logisch, dass alle Stadtratsmitglieder sie in der konstituierenden Sitzung zu Behindertenbeauftragten in der Rottstadt wählten. Sylvia Wegner ist, was Pflegen und Helfen anbelangt, mit allen zuständigen Ämtern und Beratungsstellen gut vernetzt. Deshalb fühlt sie sich für dieses Amt durchaus berufen. „Außerdem arbeite ich mit meiner Vorgängerin, Margret Ederer, eng zusammen. Und sie versprach mir, mit Rat und Tat zur Seite zu stehen“, erklärt sie.

Als neugewähltes Mitglied im Kreistag Mühldorf hat sie eine noch engere Verbindung zu den Behindertenbeauftragten der Gemeinden im Kreis und im Bezirk. Sie bringt also die besten Voraussetzungen mit, denn sie weiß, wo und wie man Menschen mit Handicap helfen kann.

„Raten und helfen kann ich eigentlich allen Betroffenen. Ob die Behinderung körperlich, geistig oder seelisch ist. Auch bei Drogenproblemen, Demenz oder anderen Krankheiten: Ich weiß, wo Formulare zu beantragen und wie sie auszufüllen sind.“ Darin sieht Sylvia Wegner auch ihre Aufgaben als Behindertenbeauftragte.

Dabei macht sie keine Unterschiede bei Alter oder Geschlecht. Selbst bei religiösen oder sexuellen Problemen, weiß sie, in welche Beratungs- und Hilfeeinrichtungen sie Betroffene vermitteln kann. Ihre Beratung schließt auch Hilfen für barrierefreies Wohnen mit ein.

„Meine Sprechstunden sind immer am letzten Donnerstag im Monat im Rathaus, von 14 bis 15.30 Uhr. Aber man kann mich auch unter der Telefonnummer meiner Pflegeeinrichtung erreichen. Bisher habe ich schon einigen helfen können, hauptsächlich beim Ausfüllen von Formularen. Es macht mir Freude.“

Stammtische dürfen nicht stattfinden

Traurig ist Sylvia Wegner, weil sie die von Margret Ederer eingeführten Behindertenstammtische derzeit – coronabedingt – nicht weiterführen kann. Sie möchte, dass Menschen mit Behinderung in Neumarkt gut angenommen werden und auch Kontakte untereinander pflegen. Sie betont, dass ihre Vorgänger und Jochen Holzenbecher vom VdK gute Vorarbeit geleistet hätten. „Dafür bin ich dankbar und in diesem Sinne möchte ich mein Amt weiterführen“, erklärt sie. nz

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