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Straßenbeleuchtung an mehreren Stellen ausgefallen

Auf einmal geht das Licht aus - Was war da in Neumarkt-St. Veit los?

Dunkel wurde es, als in der Dr.-Hauner-Straße und der angrenzenden Birkenstraße die Straßenbeleuchtung ausfiel.
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Dunkel wurde es, als in der Dr.-Hauner-Straße und der angrenzenden Birkenstraße die Straßenbeleuchtung ausfiel.
  • Korbinian Sautter
    VonKorbinian Sautter
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  • Josef Enzinger
    Josef Enzinger
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In der vergangenen Woche ist es dunkel geblieben in der Stadt Neumarkt-St. Veit, nachdem gleich in mehreren Straßen die Straßenbeleuchtung ausgefallen war. Was war passiert?

Neumarkt-St. Veit – In der Herbst- und Birkenstraße, Dr. Hauner-Straße und Friedensstraße blieb es in der vergangenen Woche dunkel – wohl schon seit Mittwochabend, wie einige Neumarkter in den sozialen Medien kundgetan haben. „Aber dann ist das Geschreie groß, wenn irgendwas passiert!“, hatte man sich aufgeregt, man habe sich gefürchtet, schrieb von gruseliger Stimmung – allenfalls die Taschenlampe am Smartphone als Alternative habe ihre Zweck in völliger Dunkelheit erfüllt.

Ursachen noch im Dunklen

Was war los? Das kann auch Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) nicht konkret erklären. Er hat die Diskussionen auf Social Media mitbekommen und umgehend reagiert, wie er sagt. „Das Bayernwerk ist informiert, fährt heute noch nach Neumarkt und kümmert sich darum“, teilte er am Sonntag mit.“

Seine Bitte: Wenn es schon mehrere Tage angeblich so ist, bitte im Rathaus melden – dann ging es vielleicht schneller und ohne so große Aufregungen!“ Man könne auch direkt beim Betreiber des Stromnetzes, der Bayernwerk AG, eine Störung melden, so Baumgartner (www.bayernwerk.de), um die Behebung eines möglichen Schadens schnellstmöglich zu bewerkstelligen.

Das sei auch geschehen. Eine Meldung sei bei der Stadt eingegangen, aber nichts weiter geschehen, schreibt dazu eine weitere Nutzerin von Facebook. Ob dem tatsächlich so war, könne er nicht nachvollziehen, so Baumgartner auf Nachfrage.

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Weil er wusste, dass bei Meldung die Behebung des Schadens durch den Netzbetreiber durchaus mehrere Tage dauern könne, habe er am Samstagabend selbst bei Bayernwerk nachgefragt, auf seine „besondere Bitte“ hin, seien die Techniker tags darauf in Neumarkt gewesen und hätten den Schaden behoben.

Es war nur ein Kabeldefekt

Von einem Kabeldefekt war schließlich die Rede gewesen, „nichts Tragisches“, erklärt Baumgartner. Schon gar nicht irgendein Vorbote von zu befürchtenden Blackouts. Dass die Stromversorgung nämlich sicher ist, dass betont Maximilian Zängl, Pressesprecher von Bayernwerk, auf Anfrage der OVB-Heimatzeitungen. „Fakt ist: Wir haben ein Energiesystem, das sich durch eine sehr hohe Versorgungssicherheit auszeichnet – laut einem anerkannten Messwert liegt diese in unserem Verteilnetz bei nahezu 100 Prozent.“ Bayernwerk, so Zängl weiter, investiere jährlich dreistellige Millionenbeträge in die Energienetze, er nennt es „ein ständiges Optimierungsprogramm für Versorgungssicherheit“.

Lokale Überlastungen nicht ausgeschlossen

Einschränkungen in der Versorgungssicherheit gebe es aktuell nicht. „Dennoch stellen wir uns auf weitere Herausforderungen im Winter ein, beispielsweise durch einen möglichen zunehmenden Einsatz von elektrischen Heizlüftern.“ Unter bestimmten Bedingungen seien dann lokale Überlastungen in den Stromverteilnetzen grundsätzlich nicht ausgeschlossen.

Defektes Stromkabel kommt immer vor

Ein Stromverteilnetz sei im alltäglichen Betrieb vielen Einflüssen ausgesetzt. „Bagger reißen bei Bauarbeiten versehentlich Kabel ab. Bei Sturm und Nassschnee können Bäume in Leitungen fallen. Und auch ein Defekt eines Stromkabels oder anderer technischer Bauteile kommt vor!“, so Zängl. Solche Schäden könnten in aller Regel zügig behoben werden.

„Je nach Schadensursache oder Schadensstellen an schwer zugänglichen Orten kann sich das auch mal über einige Stunden erstrecken. In vielen Fällen ist auch eine Wiederversorgung innerhalb von Minuten möglich.“ Eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr sei gesichert. „Das gilt ebenso für unsere Netzleitstellen, die mittels Schaltmaßnahmen Störungen wirkungsvoll beheben können. Unsere 19 technischen Standorte in den Regionen sind mit Material und Aggregaten ausgerüstet, um im Fall der Fälle eine stabile Versorgung herzustellen.“

Mit dem Begriff „Blackout“ sensibel umgehen

Dennoch erreichen das Bayernwerk auch viele Anfragen von besorgten Bürgern, die sich um einem Blackout sorgen. „Wir spüren und verstehen die Verunsicherung, die viele Menschen haben. Deshalb raten wir auch, mit dem Begriff Blackout sensibel umzugehen und die Dinge einzuordnen.“

„Stundenweise kritische Situation“

Zängl stellt fest: „Nicht jeder Stromausfall ist ein Blackout!“ Unter einem Blackout versteht man jedoch ein gänzlich anderes Szenario. Nämlich das eines mehrstündigen oder mehrtägigen, überregionalen, nationalen oder auch europäischen Stromausfalls. „Wenn so ein Szenario einzutreten droht, haben die Übertragungsnetzbetreiber wirksame Mechanismen, um dagegenzuwirken.“

Der sogenannte Stresstest, eine Sonderanalyse der vier Übertragungsnetzbetreiber im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums, spreche daher nicht von einem Blackout, sondern von „stundenweise kritischen Situationen“ im Netz.

„Diese schließt niemand aus, aber Extremszenarien wie ein Blackout gelten weiterhin als sehr unwahrscheinlich!“

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