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NEUER KAPLAN

Neuer Kaplan Stefan Schmitt kommt mit Radl und Akkordeon nach Neumarkt-St. Veit

Zwei Jahre lang absolvierte Stefan Schmitt seinen Pastoralkurs in Wolfratshausen. Anfang September tritt er seine erste Kaplansstelle in Neumarkt-St. Veit an.
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Zwei Jahre lang absolvierte Stefan Schmitt seinen Pastoralkurs in Wolfratshausen. Anfang September tritt er seine erste Kaplansstelle in Neumarkt-St. Veit an.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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26 Jahre ist der neuen Kaplan des Pfarrverbands Neumarkt-St. Veit alt. Er tritt seinen Dienst am 1. September an. Das hat er sich vorgenommen.

Neumarkt-St. Veit – Von Zolling nach Wolfratshausen, von Wolfratshausen nach Neumarkt-St. Veit – die Rottstadt wird die erste Station sein von Stefan Schmitt, wenn er als gerade geweihter Priester seine erste Kaplanstelle ausfüllen wird. 26 Jahre ist der Zollinger alt, der die Nachfolge von Bernhard Häglsperger im großen Pfarrverband von Neumarkt-St. Veit mit seinen angeschlossenen Pfarreien antreten wird. Das wird im September der Fall sein, seine Priesterweihe erhält er zusammen mit vier weiteren Priesteramtskandidaten am 26. Juni im Münchner Liebfrauendom von Erzbischof Reinhard Kardinal Marx.

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Einen Besuch hat der junge Geistliche der nördlichsten Stadt im Landkreis Mühldorf bereits abgestattet. „Ein großer Pfarrverband“, zeigte sich der angehende Neupriester beeindruckt von der Struktur im nördlichen Landkreis, zumal er von seiner bisherigen Wirkungsstätte alles etwas kleinteiliger gewöhnt ist.

Denn seit knapp zwei Jahren befindet sich der Diakon zur Ausbildung in der Stadtkirche von Wolfratshausen, der mit der Pfarrei St. Andreas und ihren Filialen und der Pfarrei St. Josef der Arbeiter in Waldram nur zwei Pfarreien angehören. „Pfarreien mit eher traditionellen Strukturen“, sagt Schmitt, der dort seit 1. September 2019 den Pastoralkurs belegt hatte und diesen mit dem Pfingstfest beendet. „Danach folgen Fortbildungswochen bis zur Priesterweihe.“

Primiz am 27. Juni in Zolling

Seine Primiz feiert der Neupriester am Sonntag, 27. Juni, in seiner Heimatpfarrei in Zolling. In Wolfratshausen zelebriert er am Sonntag, 11. Juli, die Nachprimiz – voraussichtlich aufgeteilt in zwei Feiern, weil die Corona-Pandemie wohl keine größeren Besuche erlaubt.

Corona erschwerte Seelsorge

Die Corona-Pandemie hat Schmitt natürlich auch im vergangenen Jahr auf Schritt und Tritt begleitet, der Diakon gibt auch zu, dass dies die seelsorgerliche Arbeit nicht gerade einfach gemacht hat, zumal der direkte Draht zu den Menschen darunter litt.

„Das war schwer, da doch der direkte Kontakt zu den Menschen eigentlich zu unseren Aufgaben gehört!“ Der Religionsunterricht mit Schülern der 7. Klasse in Wolfratshausen zum Beispiel, „da waren nicht immer alle drin!“

Geboren und aufgewachsen ist der 26-Jährige in Zolling, Landkreis Freising. Seine Schulzeit absolvierte er am Gymnasium in Freising, anschließend hat er Theologie studiert und trat dann ins Erzbischöfliche Priesterseminar St. Johannes der Täufer in München ein.

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Nach seinem zweijährigen Pastoraljahr will sich Schmitt noch nicht festlegen, wo er in der Seelsorge seinen Schwerpunkt setzen will. „Das lässt sich auch schwer sagen, weil es ja eine neue Wirkungsstätte ist!“ Er freut sich jetzt erst einmal auf neue Aufgaben und die Chance, Neues kennenzulernen. Ob er später seinen Fokus eher in der Jugendarbeit oder in der Altenseelsorge sieht, „das wird sich in Neumarkt-St. Veit zeigen.“

Erleichterung über Besetzung der Kaplanstelle in Neumarkt

Dort ist man erleichtert darüber, dass nach Bernhard Häglsberger die Kaplanstelle neu besetzt wird. „In der gesamten Diözese werden fünf Priester geweiht. Dass einer davon nach Neumarkt kommt, ist ganz toll“, sagt Pfarrer Franz Eisenmann, der ab Juni auf Pastoralreferentin Marianna Scholz verzichten muss, die in den wohlverdienten Ruhestand geht. Ihr Posten wird nicht nachbesetzt, sagt Eisenmann, dem zukünftig für den Pfarrverband Neumarkt-St. Veit und Schönberg nur noch drei Vollzeitstellen zur Verfügung stehen.

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Der gute Ruf des Seelsorgeteams in der Rottstadt war auch in Wolfratshausen zu vernehmen. „Der Ausbildungsleiter hat gesagt, dass ich gut zum Pfarrer passen würde“, erklärt Schmitt die Entscheidung der Diözese für Neumarkt-St. Veit. Und Schmitt freut sich auf die Aufgabe ab dem 1. September und den damit verbundenen neuen Aufgaben.

Musik und Sport sind seine Leidenschaften

Bevor er nach Neumarkt-St. Veit zieht, übernimmt er als Jungpriester noch Urlaubsvertretungen, zunächst in seinem Heimatort Zolling und ab Ende Juli dann noch in seiner bisherigen Wirkungsstätte in Wolfratshausen. Danach geht es nach Neumarkt – und dann hat Schmitt vor allem zwei Sachen mit im Gepäck. Das Fahrrad darf bei dem begeisterten Sportler nicht fehlen und auch auf sein Akkordeon will der 26-Jährige nicht verzichten, der darüber hinaus auch Orgel spielt.

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