Neuer Bürgermeister kommt mit Krücken zur Vereidigung

Die neuen Mitglieder des Erhartinger Gemeinderatsmit ihrem neuen Bürgermeister, von links: Martina Karl (UWG), Wolfgang Wagner (FWG), Matthias Huber (UWG), Stefan Speckmeier (UWG) und Georg Grandl (UWG).

Matthias Huber in der konstituierenden Sitzung zum neuen Erhartinger Bürgermeister vereidigt. Christian Mittermüller wird denkbar knapp mit 5:4 Stimmen Zweiter Bürgermeister.

Erharting – Er kann sich zwar derzeit nur mit Krücken fortbewegen. Doch das störte Matthias Huber nicht, die Freude war ihm deutlich anzumerken, als der neue Erhartinger Bürgermeister, der sich vor einigen Wochen die Achillessehne gerissen hat, zur konstituierenden Sitzung des Erhartinger Gemeinderates schritt. Wegen des Infektionsschutzes fand die Versammlung in der Turnhalle Niederbergkirchen statt.

Die Zeremonie wurde vom bisherigen zweiten Bürgermeister, Wilhelm Gründl, durchgeführt. Zum neuen zweiten Bürgermeister wählte der neugewählte Gemeinderat von Erharting – bestehend aus jeweils Mitgliedern von UWG und FWE, Christian Mittermüller, und das mit 5:4 Stimmen.

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Huber und Mittermüller werden ab jetzt die Gemeinde Erharting führen. Ihre Entscheidungen werden sie gemeinsam mit dem neugewählten Gemeinderat beschließen, bestehend aus Georg Grandl (UWG), Wilhelm Gründl (FWE), Martina Karl (UWG), Josef Schmid (FWE), Stefan Speckmeier (UWG), Richard Stefke (FWE) und Wolfgang Wagner (FWE).

Keine Änderung der Geschäftsordnung

In ihrer ersten gemeinsamen Sitzung einigten sie sich mit einer Mehrheit von 5:4 Stimmen auf die neue Geschäftsordnung, die ab sofort gültig ist. Bei dieser Geschäftsordnung orientiert sich Huber an die Mustergeschäftsordnung des Bayerischen Gemeindetages, er lehnte gewünschte Erweiterungen von Seiten der FWE ab. „Ich möchte eine klare, definierte Struktur und mich nicht in verschiedene Paragraphen verzetteln“, so der neue Bürgermeister. Die Vorschläge für weitere Paragrafen sollen der Transparenz von Informationen und Entscheidungen dienen. Einige Ratsmitglieder finden es dienlich, im Vorfeld über Bauvorhaben informiert zu werden, eine 15-minütige Bürgerfragestunde vor jeder Gemeinderatssitzung abzuhalten und das Protokoll der letzten Sitzung in schriftlicher Form vorgelegt zu bekommen. Huber sprach sich ebenfalls für diese Vorschläge aus, lehnte es jedoch ab, diese schriftlich festzuhalten. Er betonte allerdings deutlich, dass er jederzeit für seine Bürger da sein möchte und dass jederzeit alle gewünschten Informationen bei ihm eingeholt werden können.

Martina Karl ist für die Jgend zuständig

Des Weiteren wurden die Mitglieder für die Gemeinschaftsversammlung bestellt. Wieder mit einer Mehrheit von 5 zu 4 Stimmen wurde Georg Grandl gewählt, sein Stellvertreter ist Richard Stefke.

Jugend- und Familienbeauftragte ist Gemeinderätin Martina Karl. Sie wurde 9:0.

Der aktuelle Kassenbestand wurde von Josef Schmid geprüft und für richtig befunden. Dieses Prüfungsergebnis fand die Zustimmung des gesamten Gemeinderats.

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