Steigende Belegungszahlen

Neue Räume in Egglkofener Grundschule: Hortkinder haben jetzt ein eigenes Zuhause

In dem Gruppenraum können die Hortkinder gemeinsam spielen oder an Projekten arbeiten.  Schwarz
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In dem Gruppenraum können die Hortkinder gemeinsam spielen oder an Projekten arbeiten. Schwarz
  • Harald Schwarz
    vonHarald Schwarz
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Es kommt „wahnsinnig gut an bei den Schulkindern“, freut sich Anna-Maria Held. Sie spricht von dem neuen Kinderhort in Egglkofen, der seit Schulbeginn im zweiten Stock der Grundschule ein neues Zuhause gefunden hat.

Egglkofen – Vorher gab es in der Gemeinde eine provisorische Nachmittagsbetreuung der Schulkinder in den Räumen des Kinderlandes Egglkofen (Kindergarten und -krippe). Anna-Maria Held, die wohl das Kinderland als auch den Hort leitet, freut sich, dass die Schulkinder, die nachmittags betreut werden müssen, jetzt in der Grundschule ihr eigenes Reich haben.

Bedarfsplan ließ die Alarmglocken schrillen

Nachdem die Belegungszahlen in Sachen Kindertageseinrichtungen in den vergangenen Jahren kontinuierlich gestiegen sind, wurde für das Kinderland ein neuer Bedarfsplan aufgestellt. Dabei stellte sich heraus, dass für die Schulkinderbetreuung im Keller des Kindergartens die räumlichen Gegebenheiten nicht mehr ausreichend waren. Kinderlandleitung, Gemeinde, Verwaltung und Landratsamt waren sich einig, dass Handlungsbedarf besteht.

Gemeinderat stimmte Kinderhort zu

Im Frühjahr hatte der Gemeinderat deshalb beschlossen, einen eigenständigen Kinderhort einzurichten. Im zweiten Obergeschoss der Grundschule sind zwei nicht benötigte Klassenzimmer und hier hat der Kinderhort eine neue Heimat gefunden. Träger ist die Gemeinde Egglkofen.

Dabei musste die Gemeinde keine großen finanziellen Kraftakte unternehmen: Der Parkettboden musste abgeschliffen und die Wände gemalert werden. Passende Vorhänge dazu und die Klassenzimmer verwandelten sich in ansprechende Horträume. Da eine kleine Küche bereits vorhanden war, brauchte es nur die passenden Möbel sowie altersgerechtes Spielzeug; und fertig war der Hort. Im Hausaufgabenraum wurden zudem die einstigen, fast nostalgischen Schulbänke wiederverwendet.

25 Hortplätze für Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse

25 Hortplätze für Kinder von der ersten bis zur vierten Klasse konnten somit geschaffen werden. Derzeit befinden sich 20 Kinder, die alle aus der Grundschule Egglkofen kommen, in der Einrichtung, die von 11 bis 17 Uhr geöffnet ist.

Nach Schulschluss können die Kinder direkt in den Hort kommen. Die Gruppenleiterin Teresa Fischereder sowie Nadine Huber, Berufspraktikantin Lena Kirscheneder, die ihre Ausbildung im Kindergarten absolviert, sowie zeitweise FOS-Praktikant Jonathan Köhler kümmern sich um die Kinder.

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Geborgenheit, Ernährung und Bildung stehen im Kinderhort im Mittelpunk

Die Grundbedürfnisse der Kinder nach Geborgenheit, Ernährung und Bildung stehen im Kinderhort im Mittelpunkt, so die Gesamtleiterin Anna-Maria Held. Zunächst können sich die Kinder beim Spielen erst einmal austoben. Anna-Maria Held ist es wichtig, den Kindern ein warmes, frisch gekochtes Mittagessen anzubieten, dessen Zutaten – wie von den Eltern gewünscht – aus der Region kommen. Das Angebot wird gut angenommen.

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Pädagogische Fachkräfte bei der Hausaufgabenbetreuung

Nach dem Essen können die Kinder in einem Extra-Raum ungestört ihre Hausaufgaben machen. Die pädagogischen Fachkräfte begleiten die Kinder dabei. Die Betreuerinnen können sich bei Fragen auch an die Lehrkräfte der Grundschule wenden, die ja im Haus sind.

Besonderen Wert legt Held darauf, die Kinder in ihrer Entwicklung zu stärken. Neben vielfältigen Spielmöglichkeiten im Gruppenraum gibt es interessante Projekte, etwa bei den Experimentierstationen Naturwissenschaft und Technik und den modernen Medien. Großen Spaß macht es den Kindern, den Roboter zu programmieren. Aber auch die Bewegung an der frischen Luft, um den Kreislauf zu aktivieren, ist wichtig. Dazu kann der Schulgarten mitbenutzt werden.

Kinder werden in vielfältig gefördert

Neben der Hausaufgabenbetreuung gibt es viele weitere Fördermaßnahmen für die Kinder. Dabei steht die Kinderkonferenz mit dem Titel „Was ich noch sagen wollte“ im Mittelpunkt. Dabei lernen die Kinder Demokratie, Recht auf Mitsprache und Meinungsäußerung sowie das Zusammenleben in einer Gruppe und aktuelle Geschehnisse in der Gesellschaft kennen. Aktuell behandelt Gruppenleiterin Teresa Fischereder mit den Kindern das Corona-Thema, um den Kindern Ängste zu nehmen. Dazu nähen die Kinder ihre Mund-Nasen-Masken selber und sind sehr stolz darauf.

Einweihung wegen Corona auf März 2021 verschoben

Die geplante Einweihung des Kinderhortes konnte wegen der Corona-Beschränkungen nicht stattfinden, soll aber im Mai 2021 zusammen mit einem Sommerfest nachgeholt werden.

Im Januar plant Anna-Maria Held eine Anmeldungswoche, damit Kinder und Eltern, die im neuen Schuljahr ebenfalls in den Hort kommen wollen, sich bereits informieren können.

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