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Eingangsseite des Klosters St. Josef aufgefrischt

Neue Fassade zum Jubiläum

Die Nordfassade des Hauptgebäudes (hier rechts der Pforte) und der Herz-Jesu-Bau (hinten quer) strahlen wieder in neuem Glanz.
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Die Nordfassade des Hauptgebäudes (hier rechts der Pforte) und der Herz-Jesu-Bau (hinten quer) strahlen wieder in neuem Glanz.

Zangberg - Als Oberin Maria Gonzaga Mägelen und ihre Mitschwestern vom Orden der Salesianerinnen im März des Jahres 1862 im Zangberger Schloss ankamen, fanden sie einen völlig herunter gekommenen Gebäudekomplex vor. Nur wenige Räume waren bewohnbar, viele Fenster mit Brettern vernagelt sowie Löcher und Ritze mit wertvollen Gobelins zugestopft. Der letzte Graf Karl Theodor von Geldern-Egmont war in finanzielle Not geraten und musste das Schloss für 25 000 Goldmark verkaufen. Die Geschichte von Schloss Zangberg hat damit aufgehört und es begann vor 150 Jahren die Geschichte von Kloster Zangberg.

Die Schwestern von der Heimsuchung Mariä, wie der Orden auch heißt, waren in Dietramszell ausgezogen, weil es dort für die vielen Schwestern zu eng geworden war. Und weil Oberin Gonzaga Mägelen den Kaufvertrag am Vorabend des Josefstages unterzeichnet hat, stellte sie das Kloster unter den Schutz des heiligen Josef. In mühevoller Arbeit setzten die Klosterfrauen die verwahrlosten Räume instand und legten dabei selber kräftig mit Hand an. Schon im September des gleichen Jahres konnten sie den Unterricht mit 72 Schülerinnen aufnehmen und im November 1862 wurde das Kloster feierlich eingeweiht.

Mit dem Kauf haben sich die Schwestern große Verpflichtungen und schwere Lasten aufgebürdet. Von Anfang an nahm das Erhalten, Renovieren und Umbauen kein Ende, wie an jedem alten Gebäude, so erst recht an einem so riesigen historischen Komplex. Im überschaubaren Zeitraum der letzten 30 Jahre ist dies allein schon eine lange und teure Liste. So wurde 1981 der weitum bekannte Ahnensaal restauriert, 1987 die Südfassade und 1990 die Westfassade gestrichen sowie 2005 der so genannte Herz-Jesu-Bau neu eingedeckt und seine Nordfassade erneuert.

2000 wurden die zu Schulungsräumen und Gästezimmern des BSH-Academy umgebauten Räumlichkeiten im ersten und zweiten Stock eingeweiht. Und schließlich wurde 2009 die alte Ölheizung durch ein modernes Biomasse-Heizkraftwerk ersetzt, ein wichtiger ökologischer Beitrag des Klosters für die Umwelt.

Die jeweiligen Oberinnen, die Schwestern Mechthild Richter und Gertrudis Pfeiffer, beide inzwischen verstorben, sowie Lioba Zezulka und die jetzige Oberin Claudia Maria Seitz haben mit Mut und Weitsicht, Tatkraft und Gottvertrauen die Aufgaben angepackt, unterstützt von kirchlicher, staatlicher und kommunaler Seite wie auch von Seiten der Wirtschaft, je nach Projekt.

Anlässlich des Jubiläumsjahres 2012 zu seinem 150-jährigen Bestehen nahm das Kloster in den letzten Wochen nun die Renovierung der Nordfassade des Hauptgebäudes vor. Sie ist die Visitenkarte des Klosters. Vom Vorplatz aus, der bei der Dorferneuerung 1991/92 neu gestaltet wurde, betritt man durch die Pforte das Kloster.

Die zweistöckige Fassade hat eine Fläche von 600 Quadratmetern. Sie wurde in Altweiß und die Fensterumrahmungen in Barockgelb gestrichen. Die dem Hof zugewandte Nordseite des Herz-Jesu-Baus, der 1890 angefügt worden war, erhielt einen Anstrich in Altrosa mit altweißen Fensterumrahmungen. Die Malerarbeiten führte der Malerbetrieb Fiebiger, Ampfing, aus.

Das Portal wurde ebenfalls renoviert. Es stammt nicht mehr aus Zeiten des Schlosses, sondern wurde von den Schwestern nach ihrem Einzug neu gestaltet. Dies beweisen religiöse Details. Ganz oben ist der Kopf des Ordensgründers, des heiligen Franz von Sales, zu sehen, darunter das Ordenswappen, ein goldenes Herz, umrankt von einer Dornenkrone. Die Renovierung in Ocker, Blau und Gold erfolgte in den Originalfarben, die von der Restaurierungsanstalt Wiegerling in Gaißach durch einen Kirchenmaler und Stukkateur aufgedeckt und zurückversetzt wurden. Für diese Renovierungsarbeiten erhielt das Kloster keinen Zuschuss.

Nun empfängt die Fassade die Besucher und Kursteilnehmer wieder in strahlendem Glanz, so auch die mehreren hundert Besucher des Zangberger Advents am kommenden Samstag, die von weitum herkommen. gth

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