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Sechs Fahnenabordnungen in Neumarkt-St. Veit

Salutschüsse für beliebten Holzkarrer-Wirt: Hunderte trauern nach Unfall-Tod um Franz Heinzinger

Franz Heizinger kam bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben.
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Franz Heizinger kam bei einem schweren Verkehrsunfall ums Leben.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Der tragische Tod vom beliebten Holzkarrer-Wirt Franz Heizinger hatte in Neumarkt-St. Veit große Bestürzung ausgelöst. Bei einem Verkehrsunfall kam er ums Leben.

Neumarkt-St. Veit - Bis auf den letzten Stehplatz gefüllt war die Kirche in St. Veit, als Verbandspfarrer Franz Eisenmann den Trauergottesdienst für den langjährigen „Holzkarrerwirt“ Franz Heizinger zelebrierte. Die Maier-Daxberg-Sänger umrahmten die Feier sehr würdig. Sieben Vereinsfahnen umrahmten den Altar, und Tochter Stefanie mit Töchterchen verabschiedete sich am Ende mit gewählten Worten von Vater und Großvater.

Franz Heizinger wurde am 16. Juni 1956 in Neumarkt-St. Veit als erster Sohn der Gastwirtsleute Johann und Frieda Heizinger geboren, wo er mit seinem jüngeren Bruder Johann aufwuchs und auch zur Schule ging. Das Handwerk des Metzgers erlernte er im Ort bei der Metzgerei Korn. Im Juli 1976 lernte er bei einem Vereinsausflug seine Frau Christa kennen, mit der er im September 1984 den Bund der Ehe einging. Im gleichen Jahr übernahmen die beiden Eheleute das beliebte Landgasthaus „Holzkarrer“, das sie bis jetzt erfolgreich weiterführten.

Drei Enkel waren ihm ans Herz gewachsen

Im Jahre 1987 begann Franz seine Arbeit im Schlachthof Südfleisch in Waldkraiburg, wo er bis zur Rente im Jahr 2020 blieb. Als Nebenerwerbslandwirt hatte er noch bis ins Jahr 2000 gewirkt.

Drei Kinder waren dem glücklichen Bund beschieden. Die Tochter Stefanie, und die Söhne Thomas und Alexander vervollständigten bald das Glück der Familie. Mittlerweile waren ihm die beiden Enkelkinder Magdalena und Johanna sehr ans Herz gewachsen.

Fünf Schützenvereinen gehörte der begeisterte Schütze an. Als Herbergsvater der Wolfsberger Schützen „Immergrün“ gehörte er lange Jahre der Vorstandschaft an, war er doch schon mit 13 Jahren dort Mitglied geworden. Er war bis zuletzt Schussmeister der Böllerschützen dieses Vereins. Viele Jahre war er der Fußballmannschaft des TSV eine wichtige Stütze. Er gehörte der CSU, dem Freundeskreis Caneva, der KSK, dem Arbeiterverein, den Reservisten Gars, den Bikern Lohkirchen an und war Gründungsmitglied des Clubs der Nichtraucher.

In der Freizeit ging er mit dem Hund spazieren, spielte gerne Schafkopf, liebte das Motorradfahren. Zuletzt verbrachte er viel Zeit mit den Enkeln.

Mit dem Fahrrad hielt er sich fit

Er war immer für die Familie da, auch im Wirtshaus und in dessen Küche. Doch als Vereinsmitglied half er auch immer da, wo Hilfe nötig war: bei Festen und Jubiläen half er beim Aufbau und anderweitig.

Als das Schichtarbeiten im Schlachthof vor zwei Jahren vorbei war, blühte er direkt auf. Bei der Tochter „hausmeisterte“ und hielt sich täglich zweimal mit dem Fahrradfahren fit. Dabei kam es auch zu einem schweren Verkehrsunfall, der ihn plötzlich aus dem Leben riss. Die Nachricht vom tragischen Tod des beliebten Gastwirts löste in Neumarkt-St. Veit Bestürzung aus.

Am offenen Grab standen viele hundert Menschen. Sechs Fahnenabordnungen sprachen ihm ehrende Worte nach und die Böllerschützen verabschiedeten sich von ihrem Schussmeister mit Salut.

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