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Nachruf

Leopold Harwalik: Ein Postler mit Leib und Seele

Leopold Harwalik
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Leopold Harwalik

Neumarkt-St.Veit/Altmühldorf –. Leopold Harwalik, der langjährige Personalstellenleiter beim Postamt Mühldorf, der seit 2016 im Alten-und Pflegeheim des Stiftes St.Veit den Ruhestand verbrachte, ist im Alter von 94 Jahren verstorben.

Seine letzte Ruhstätte findet er in Altmühldorf.

Harwalik wurde 1928 auf dem elterlichen Maurerhof in Scheiben im Böhmerwald geboren und wuchs mit sechs Geschwistern auf. Er besuchte nach der Volksschulzeit die Bürgerschule in Winterberg. Vor der Vertreibung aus der Heimat begann er eine Ausbildung als Postjungbote, die er jedoch wegen des Weltkrieges nicht mehr beenden konnte.

Flucht nach Bayern

Nach Kriegsende wurde Leopold Harwalik von einer tschechischen Dienststelle verpflichtet, bei einem tschechischen Bauern als Knecht zu arbeiten. Harwalik flüchtete nach Bayern und fand in Tettenham im Rottal bei einem Bauern Arbeit und Unterkunft.

Nach der Kontaktaufnahme mit der im Flüchtlingslager Mettenheim untergebrachten Familie wurden die Angehörigen getrennt und kamen nach Oberwiesbach bei Neumarkt beziehungsweise über das Lager Pürten nach Ratzing bei Stefanskirchen. Für den Verstorbenen wurde von 1950 bis zum Sommer 2016 Altmühldorf zur zweiten Heimat.

Harwalik war zeitlebens ein Postler mit Leib und Seele, gehörte er doch der Post bis zur Pensionierung über 48 Jahre an. 1947 fand beim Postamt Mühldorf die Wiedereinstellung in den Postdienst statt, wo er nach der Ausbildung als Hilfspostschaffner im einfachen Dienst übernommen wurde.

Viele Jahre Personalratsvorsitzender

Der langjährige Personalratsvorsitzende erreichte durch berufliche Fortbildung über die mittlere die gehobene Laufbahn des Postdienstes und hatte zuletzt den Dienstgrad eines Postoberamtsrat erreicht. Über 70 Jahre gehörte Leopold Harwalik der Deutschen Postgewerkschaft an, die er als Ortsvorsitzender über 14 Jahre führte. Der große Marienverehrer war lange Jahre Obmann und ist auch Jubelsodale bei der Marianischen Männerkongregation.

Bis vor wenigen Jahren holte sich Harwalik bei den wöchentlichen Besuchen der Altöttinger Gnadenstätten den Segen und die Kraft für einen langen ungetrübten Lebensabend. hus

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