Nachruf

Die Liedertafel Neumarkt-St. Veit trauert um ihren Dirigenten Rudolf Aigner

Rudolf Aigner
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Rudolf Aigner
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Aus Töging erreichte die Liedertafel Neumarkt-St. Veit die traurige Nachricht, dass ihr Dirigent Rudolf Aigner im Alter von nur 58 Jahren verstorben ist.

Neumarkt-St. Veit – Rudi Aigner übernahm den Taktstock des Neumarkt-St. Veiter Traditionschores bereits im September 2017. Schon seit dem Jahr 2011 war der so wohlklingende Tenor mit der Liedertafel verbunden. Bei verschiedenen Konzerten verstärkte er als Chorsänger die Männerstimmen, doch gefiel er dem Publikum besonders in Duetten mit seinem Freund Karl Korn, mit dem er auch im Eggenfeldener Theater an der Rott lange Zeit gemeinsam gesungen hatte.

Rudi Aigner, der am 3. Februar 1962 in Mühldorf das Licht der Welt erblickte, wuchs mit vier Schwestern in Töging auf. Beruflich brachte er es durch fortdauernde Weiterbildung bis zum Instandhaltungsingenieur beim Abfallzweckverband. In zahlreichen Sport- und Kulturvereinen, besonders in Singgruppen, war er aktiv, oft sogar leitend, tätig.

Seine helle, klare Tenorstimme erfreute Musikfreunde in der gesamten Region.

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Rudi Aigner hinterlässt eine Familie

1991 heiratete er seine Frau Alma, die der sehr aktive Volkstanzfreund bei einer Tanzveranstaltung kennen und lieben gelernt hatte. Aus dem glücklichen Bund gingen der Sohn Tobias und die Töchter Ramona und Regina hervor.

Als er 2017 von Jutta Wagner die Liedertafel übernommen hatte, meldeten die OVB-Heimatzeitungen: „Die nächsten drei Jahre sind gesichert.“ Spötter hatten den Traditionsverein schon so gut wie abgeschrieben. Rudis Art, den Chor in Singproben zu begeistern, ließ die Sängerinnen und Sänger überhaupt nicht an ein Aufhören denken. Solange es das Coronavirus zuließ, führte er mit seinem Chor die traditionellen Auftritte am Heimatort durch.

Seit 2017 an Spitze der Liedertafel

So sang die Liedertafel weiterhin am Volkstrauertag beim Kriegerdenkmal. Ein vielseitiges Adventskonzert mit vielen bayerischen Liedern in der Kirche St. Veit ist vielen im Gedächtnis geblieben. Aber auch die Maiandachten mit neuen harmonischen Mundartliedern fanden in der Bevölkerung großen Anklang.

Die Sängerinnen und Sänger der Liedertafel, die mit ihrem neuen Dirigenten Rudi Aigner schon wieder neue Konzertpläne schmiedeten, sind erschüttert und sehr traurig.

Sie werden, seinem Wunsch gemäß, eine Spende an den Förderverein der Altöttinger Kapellsingknaben leisten. nz

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