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Der nächste Fall im Buchregal

Mord im Altenheim: Lohkirchener Hobby-Autor Peter Lerchner stellt zweiten Mühldorf-Krimi vor

Es macht ihm Spaß, in bairischer Mundart zu schreiben. Gerade ist der zweite Roman von Peter Lerchner erschienen. Der dritte Band ist bereits in Arbeit.
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Es macht ihm Spaß, in bairischer Mundart zu schreiben. Gerade ist der zweite Roman von Peter Lerchner erschienen. Der dritte Band ist bereits in Arbeit.

Wieder ist es die sonst verschlafene oberbayerische Provinzstadt Mühldorf, deren Bewohner durch einen weiteren Mord aus ihrem beschaulichen Alltag aufgeschreckt werden. Und doch gibt es jede Menge zu lachen und zu schmunzeln. Auch weil der Autor ein besonderes Stilmittel einsetzt.

Von Manfred Buchberger

Lohkirchen – Das Opfer ist diesmal eine Altenpflegerin des Seniorenheimes Vitus-Stift, die auf dem Nachhauseweg von der Arbeit hinterhältig mit einem Küchenmesser ins Jenseits befördert wurde.

Hobby-Autor Peter Lerchner, der in Burghausen geboren und aufgewachsen ist und lange Zeit in Töging sowie einige Jahre auch in Mühldorf gelebt hat, ist mit seinem zweiten Bayern-Krimi „Messerscharfes Stift“ ein Werk gelungen, das nahtlos in die Fußstapfen seines Erstling-Buches „Gelato della morte“ tritt.

Und wieder mischt sich die Moni Beck ein

Die Verkaufszahlen des ersten Mühldorf-Krimis waren so erfreulich, dass bereits die zweite Auflage im Handel ist. Hauptakteure des neuen Romans sind wieder Moni Beck, die alleinerziehende Mutter, die mit ihren beiden pubertären Sprösslingen und den Alltagssorgen zurechtzukommen versucht, und ihr Spezl aus Schulzeiten, Werner Huber, seines Zeichens Polizeibeamter in der Innstadt.

Wie nicht anders zu erwarten, mischt sich die Moni mit ihrem Faible für Kriminalfälle auch diesmal wieder kräftig und sehr zum Leidwesen von Werner unerwünscht in die aktuellen Ermittlungen der Mühldorfer Polizei ein. Wer hatte ein Interesse am Tod der Altenpflegerin, und welches Geheimnis konnte sie kurz vor ihrem Tod lüften? Werner und Moni stoßen bei ihren Ermittlungen auf Widerstände, zwielichtige Machenschaften und Vertuschung.

Keine Vorkenntnisse nötig

Geschieht etwa noch ein weiterer Mord, um das Geheimnis nicht an die Öffentlichkeit zu bringen? Neben den beiden Hauptfiguren finden sich auch andere Charaktere in der spannenden Geschichte wieder, die an das Geschehen des ersten Buches anknüpft, wie die „Stadtratschn“ Erika Grahammer, der Bert Haigermoser, Wirt vom Getreidekeller, oder Riccardo Beloni, der charmante Besitzer der Eisdiele am Stadtplatz. Durch die in sich abgeschlossenen Handlungen in den Romanen ist es möglich, auch ohne Vorkenntnisse in den neuen Krimi einzusteigen.

Nachfolge-Buch mit enormem Potenzial

Das Nachfolge-Buch, so das Feedback aus Verlagskreisen, habe noch mehr Potenzial, die Story sei noch eine Schippe humoristischer und mit einer gehörigen Portion Lachfaktor zu Papier gebracht worden.

Schriftstellerisch habe er sich noch einen Sprung weiterentwickelt. In seiner Lebensgefährtin Corinna findet er dann auch seinen größten Kritiker: „Wenn sie lachen kann, weiß ich, dass es gut ist.“ Es mache ihm einfach Spaß, in bairischer Mundart zu schreiben, dabei einen Spannungsbogen aufzubauen, der einen bis zum Schluss in seinen Bann zieht.

In Zeiten von Krisen brauchen die Leute was zu lachen

Und die Kulisse der alten Innstadt mit entsprechendem Lokalkolorit eigne sich dafür besonders gut, meint der 62-jährige Bildungswissenschaftler, der mittlerweile in Lohkirchen im Landkreis Mühldorf lebt und im Hauptberuf als Aus- und Weiterbildungsleiter bei der Trostberger AlzChem Verantwortung trägt. Er selber liebe Romane, die locker-leicht weg zu lesen seien. Diesen Anspruch erhebe er auch für seine Lektüre. Gerade in einer Zeit, in der die Welt voller Probleme, Konflikte und Krisen allgegenwärtig in den Medien sei, wäre es wichtig, den Menschen leichte Kost mit Humor und Spannung zu servieren, gibt er sich überzeugt.

Schriftstellerisch weiterentwickelt

Dass dies wegen des guten Zuspruchs von „Gelato della morte“ nicht der letzte Teil der Krimireihe sein wird, verrät Lerchner schon jetzt. Der dritte Band ist bereits in Arbeit, und auch mit der Materialsammlung für das vierte Buch verbringt er seine Freizeit, in der es für ihn als einen leidenschaftlichen Motorradfahrer und Segler heißt, diese Hobbys hinten anzustellen.

Und plötzlich kommt Klaus Lage ins Spiel

Ob es im aktuellen Provinz-Krimi „Messerscharfes Stift“ bei den „Best Friends“ Moni und Werner wie im Erfolgstitel der Klaus Lage-Band „1000 und 1 Nacht“ aus den Achtzigern indes „Zoom“ gemacht hat, will Lerchner freilich nicht verraten.

Erschienen ist das Buch „Messerscharfes Stift“ im Stuttgarter Scholastika-Verlag (ISBN 978-3-947233-68-7) und ist dort wie auch im Buchhandel und im Internet zu beziehen und auch als eBook erhältlich.

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