RESTAURIERTE ORGEL GEWEIHT

Mitreißender Klang

Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger nahm die Weihe der sanierten und zu großen Teilen erneuerten Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Erharting vor. aßm
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Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger nahm die Weihe der sanierten und zu großen Teilen erneuerten Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Erharting vor. aßm

Die restaurierte Orgel in der Pfarrkirche in Erharting ist bei einem Pontifikal-Gottesdienst von Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger geweiht worden. Seit dem Beschluss sind zehn Jahre vergangen.

Erharting – Unter großer Anteilnahme der Mitglieder des Pfarrverbands Töging-Erharting, der Ortsvereine und ihrer Fahnenabordnungen sowie der Bevölkerung ist gestern in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Erharting die restaurierte Orgel ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Segnung des Instruments nahm Weihbischof Dr. Bernhard Haßlberger bei einem Pontifikal-Gottesdienst vor.

In seiner kurzen Begrüßung dankte Haßlberger allen, die in irgendeiner Weise zur Instandsetzung des Instrumentes beigetragen haben. Seit dem Beschluss, die 1905 gebaute Orgel zu sanieren und in großen Teilen zu erneuern, sind mehr als zehn Jahre vergangen. Viel Mühe, Engagement und Spenden seien erforderlich gewesen, um das ambitionierte Vorhaben zu einem guten Ende zu bringen, vergegenwärtigte der Weihbischof. Rund 120 000 Euro kostete die Restauration, die der renommierte Orgelbauer Reinhard Frenger aus Feldkirchen-Westerham vornahm.

In seiner Predigt verglich Haßlberger die Mitglieder der Kirchengemeinde mit den Pfeifen des imposanten Instruments. „Jede Pfeife, unerheblich welche Größe sie hat, ist wichtig und erfüllt eine Aufgabe. Und obwohl sie alle verschieden sind, verhelfen sie der Orgel erst durch ihre Gemeinschaft zu dem gewaltigen, unnachahmlichen Klang, der uns nicht nur in freudigen, glücklichen Momenten mitreißt, sondern auch in Not, Leid, Schmerz und Hilflosigkeit“, gab der Geistliche zu bedenken. Er hielt die Anwesenden zu einem achtsamen und respektvollen Umgang untereinander, mit Andersdenkenden, mit Menschen anderer Rassen und unterschiedlicher Hautfarben an. „Wir sind alle Kinder Gottes, auch in unserer Andersartigkeit“, betonte der Weihbischof. Unterschiedliche Meinungen und Einstellungen könnten zwar – wie bei der Orgel – zu Dissonanzen führen. „Aber wer es beherrscht, die differierenden Ansichten zu einer harmonischen Melodie zusammenzufügen, wird eine Bereicherung erfahren“, hob Haßl berger hervor.

Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Gottesdienst vom Kirchenchor. Am Rande der Messfeier konnten die ausgedienten Orgelpfeifen gegen Spenden erworben werden. Eine Fotoschau rief noch einmal die einzelnen Stationen der Orgelsanierung in Erinnerung.

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