St. Michael in Schönberg feiert eine ganz besondere Kirchweih

St. Michael in Schönbergfeiert am Sonntag Kirchweih. Angermaier

Die Kirchweih hat für die Pfarrkirche St. Michael in Schönberg in diesem Jahr eine besondere Bedeutung. Vor genau 100 Jahren, am 29. September 1919, erfuhr das Wahrzeichen Schönbergs, die im neubarocken Stil erbaute Pfarrkirche, ihre Weihe.

Schönberg – Das Gotteshaus, auch bekannt als der „Dom am Eingang zum Rotttal“ wurde bereits in den Jahren von 1912 bis 1914 neu erbaut. Doch durch den Ausbruch des Ersten Weltkrieges verzögerte sich die Kirchenweihe bis 1919. Das Deckengemälde über dem Altarraum zeugt von dem einschneidenden Ereignis.

Kirche war zu klein geworden

Bereits 1873 hatte der damalige Ortspfarrer Peter Forstmaier einen Vorstoß zum Neubau der maroden und zu klein gewordenen Pfarrkirche gewagt. Doch die Schönberger befürchteten zu hohe Kosten. Erst dem neuen und zielstrebigen Pfarrer Joseph Heiler gelang es, 1904 die Pfarrangehörigen von der Notwendigkeit eines Kirchenneubaues zu überzeugen.+++

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Nachdem 1910 der Schulgarten von der Pfarrpfründe-Stiftung als Bauplatz erworben werden konnte, erfolgte am 6. Mai 1912 der erste Spatenstich. Und nach der Grundsteinlegung im Juni 1912 begann der Neubau nach den Planungen des Architekten Elsner aus München und Maurermeister Lorenz Reißl aus Neumarkt St. Veit.

Erster Weltkrieg verzögert Weihe

Trotz mancher unvorhergesehener Schwierigkeiten konnten die Bauarbeiten 1913 abgewickelt und im Frühjahr 1914 zügig weiter gearbeitet werden. Am Ostersonntag 1914 wurde der letzte Gottesdienst in der alten Pfarrkirche gehalten, am Ostermontag erfolgte die Benediktion durch den erzbischöflichen Delegat Kirchberger, der auch den ersten Gottesdienst in der neuen Pfarrkirche gehalten haben soll, so ist es in der Chronik der Pfarrei festgehalten.

Der Abbruch der alten Kirche – außer dem Kirchturm, der an das neue Bauwerk angegliedert wurde – wurde an die Maurerpaliere Josef Huber und Johann Lohr übertragen. Besonders erwähnt wurde, dass die Arbeiten unfallfrei über die Bühne gingen.

So wird das Jubiläum gefeiert

Nachdem der Erste Weltkrieg ausgebrochen war und die Kriegswirren immer heftigere Formen angenommen hatten, verzögerte sich die Weihe des Gotteshauses auf den 29. September 1919.

Die Pfarrei Schönberg begeht diesen Jahrestag der Kirchenweihe im Rahmen eines Pfarrverbandsgottesdienst am Sonntag, 29. September, um 10 Uhr. Den Festgottesdienst hält Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg. Dazu sind alle Pfarrangehörigen aus dem gesamten Pfarrverband und die Schönberger Ortsvereine mit Fahnenabordnungen eingeladen. Anschließend findet ein gemeinsames Mittagessen im Gasthaus Esterl statt. Essensmarken können in den Pfarrbüros erworben werden.

Anschließend werden um 14 Uhr und um 15.30 Uhr Kirchenführungen angeboten. Im Pfarrheim bietet der Pfarrgemeinderat Kaffee und Kuchen an. ann

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