Der „Mesner-Miche“ wurde 90 Jahre alt

Die Gratulanten mit dem Jubilar, von links: KSK-Vorstand Josef Gebler, der Jubilar Michael Aimer, Max Huber und Zweiter Bürgermeister Reinhard Deinböck. ann

Schönberg. – Einer der ältesten Einwohner der Gemeinde Schönberg, Michael Aimer, feierte bei zufriedenstellender Gesundheit seinen 90.

Geburtstag. Dankbar ob seiner langen und erfüllten Lebenszeit nahm der „Mesner-Miche“, wie der Jubilar allseits bekannt ist, die guten Wünsche zu seinem hohen Ehrentag bei der Geburtstagsfeier im Gasthaus Esterl entgegen. Besonders freute sich der Opa über die guten Wünsche seiner sechs Enkelkinder sowie seiner Kinder Elisabeth, Michael und Franz.

Verwandte und Nachbarn gratulierten ebenso wie die Gemeinde Schönberg, vertreten durch Zweiten Bürgermeister Reinhard Deinböck und Gemeinderat Martin Vielhuber. Auch die KSK Schönberg überbrachte beste Wünsche dem letzten Veteranen in der Gemeinde.

Neben seinem Berufsleben als Landwirt und Schreiner fand der Jubilar 60 Jahre lang die Zeit, mit viel Herzblut den Mesnerdienst in der Schönberger Pfarrkirche auszuüben, ehe er das Amt 2010 in jüngere Hände übergab. Immer wurde der Mesner-Miche auch beim Mesnerdienst von seiner Ehefrau Zenzi unterstützt. Umso schmerzlicher traf ihn der Verlust seiner Frau, als diese im Oktober 2014 nach über 60 Jahren glücklicher Ehe überraschend verstarb.

Als Hochzeitslader war Michael Aimer in den 50er- und 60er-Jahren in Schönberg tätig. Die Familie seines Sohnes Michael weckte sehr zur Freude des Jubilares in Versform und mit Gesang Erinnerungen an diese schöne Zeit.

Michael Aimer ist ein geborener Schönberger, er kam am 5. September 1928 auf dem Mesneranwesen zur Welt und wuchs mit drei Geschwistern auf. Nach der Schulzeit begann er eine Schreinerlehre bei seinem Vater, die er aber erst nach Ende des Krieges abschließen konnte. Gegen Ende des Krieges geriet Michael Aimer bei Berchtesgaden in amerikanische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Mai 1945 heimkehren konnte. Wohl umsorgt verbringt der Jubilar den Lebensabend in der Familie seines Sohnes Franz. Wenn die Gesundheit es erlaubt, besucht der ehemalige Mesner die Gottesdienste in „seiner“ Pfarrkirche oder besucht Seniorennachmittage der Pfarrei. ann

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