Für mehr E-Mobilität: Stadt Neumarkt-St. Veit schließt sich Carsharing-Initiative an

E-Mobilität:Was für ein Fahrzeug es in Neumarkt St. Veit am Ende werden wird, steht noch nicht fest. Der Verein „landmobile e.V.“ hat schon Projekte mit vielen verschiedenen Herstellern verwirklicht. In Neumarkt-St. Veit steht bislang eine E-Lade-Säule auf dem Stadtplatz, möglicherweise könnte eine weitere am Bahnhof errichtet werden. Becker

Elektromobilität soll auch in Neumarkt-St. Veit Einzug halten. Der Stadtrat beschloss deshalb einstimmig die Mitgliedschaft im „Landmobile e.V.“, um ein Carsharing Angebot in der Rottstadt zu installieren. Der Augsburger Verein will zudem Elektrotankstellen errichten.

Neumarkt-St. Veit – Auch im Landkreis Mühldorf war der Verein schon aktiv, indem er beispielsweise im vergangenen Jahr unter anderem in Buchbach und Schwindegg zusammen mit Bürgern Mobilitätsanalysen erstellt hat.

80 Prozent Zuschuss für Carsharing-Auto

Zu Beginn dieses Jahres wurde der Verein auf ein Förderprogramm der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) aufmerksam, für das es sich in Zusammenarbeit mit dem Landratsamt Mühldorf erfolgreich qualifiziert hat, wie die im Landratsamt zuständige Marie-Theres Probst mitteilt. Daher beschloss auch bereits der Kreisausschuss für Umwelt, Nahverkehr, Natur und Tourismus auf seiner letzten Sitzung sowohl die Mitgliedschaft in dem Verein, als auch zusätzliche Fördermittel, um die geplanten Projekte im Landkreis Mühldorf voranzutreiben (wir berichteten).

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„Das Auto würde zu rund 80 Prozent subventioniert“, erklärte Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) den Neumarkter Räten in der Sitzung. Das Fahrzeug koste die Stadt daher nur etwa 3000 bis 5000 Euro und die „paar hundert Euro Mitgliedsbeitrag“, so Baumgartner.

Einige Gemeinden machen schon it

Weitere Gemeinden des Landkreises, die sich momentan für die Teilnahme an dem Förderprogramm interessieren, sind Ampfing, Buchbach, Haag, Maitenbeth, Oberbergkirchen, Obertaufkirchen, Schwindegg und Waldkraiburg.

Im Falle von Neumarkt St. Veit, könne man sogar darauf hoffen, dass im gleichen Zuge von dem Verein auch noch eine E-Tankstelle errichtet würde, wie Neumarkts Kämmerer Thomas Menzel zu verstehen gab: „Vielleicht am Bahnhof“, beschrieb Menzel die aktuellen Planungen der Stadtverwaltung auf Nachfrage von Dr. Windhager (UWG).

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Nutzung von E-Tankstellen war meist sogar kostenlos

Bei vielen im Zuge von Förderprogrammen errichteten E-Tankstellen des „landmobile e.V.“ sei die Nutzung zunächst meist sogar kostenlos gewesen, hieß es in der Sitzung. Seit Juli dieses Jahres werden an den Strom-Zapfsäulen allerdings 35 Cent pro genutzter Kilowattstunde fällig, weshalb für einen Ladevorgang, je nach genutztem Auto, einige Euro fällig würden.

E-Ladesäule auch am Bahnhof?

Details über den genauen Fahrzeugtyp oder die Abbuchungsmodalitäten für das Auto stehen bisher zwar noch nicht fest, aber der Verein verweist auf jahrelanger Kompetenz und unkomplizierte Lösungen bei bereits verwirklichten Projekten. „Ich bin auf jeden Fall dafür, weil ich dann hoffentlich mal ausprobieren kann, wie so ein E-Auto wirklich ist!“, erklärte CSU-Stadtrat Reinhard Fuchs.

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Auch UWG-Stadtrat Werner Kitschke begeisterte sich für das öffentliche E-Mobil: „Angesichts des großen Förderanteils sollten wir uns die Chance nicht entgehen lassen!“. Über den Zeitplan gibt es derzeit noch keine genaueren Informationen. Trotz dieser ungeklärten Details waren die Stadträte daher einstimmig für die Mitgliedschaft im „landmobile e.V.“, um ein solches E-Fahrzeug in Neumarkt zu stationieren.

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