Maßnahmen gegen Gestank: Zangberger Kläranlage wird für 891000 Euro saniert

Sitzung im Bürgersaal unter Corona Bedingungen (Bild VG Oberbergkirchen). Huber

Unter ungewohnten Bedingungen fand die letzte Gemeinderatssitzung der nur noch wenige Tage laufenden Wahlperiode des Zangberger Gemeinderats statt. Nicht wie üblich in die Gemeindekanzlei, sondern in den Bürgersaal wurde geladen, denn nur dort war es möglich, den Corona geschuldeten Vorgaben zu entsprechen.

Zangberg – Auf das Tragen des bereitgelegten Mund- Nasenschutzes wurde bestanden, Händedesinfizierung erfolgte beim Betreten des Saales, zwölf Einzeltische waren aufgestellt.

Seit Längerem befasst der Gemeinderat mit der dringenden – weil termingebunden förderungsfähig – Sanierung der örtlichen Kläranlage in Moos.

Neben einer häufig auftretenden Geruchsproblematik im Vorklärbecken stellt sich auch das Problem, dass die Stickstoffgrenzwerte nicht immer eingehalten können und zumindest der Schönungsteich mit hoher Wahrscheinlichkeit undicht ist.

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In der vorangegangenen Sitzung stellte das Ingenieurbüro Behringer insbesondere im Hinblick auf die Geruchsbelästigung ein komplett geschlossenes System vor, das auch seitens mehrerer Gemeinderäte Anklang fand.

Vor einer endgültigen Festlegung wollte man aber noch eine sogenannte SBR-Anlage – unter anderem zwei große, offene, betonierte, runde Becken mit Belüftung – besichtigen und Vergleichswerte einholen.

Letztlich entschied sich das Gremium nun für die von den Ingenieuren vorgeschlagene „Variante 1“ mit drei geschlossenen Absetzbecken zur Vorklärung, Scheibentauchkörper zur biologischen Reinigung, Nachklär-(Trichter-)becken und Schlammsilo.

System modular erweiterbar

Dieses System ist modular erweiterbar und im Hinblick auf Erstellungs- und Betriebskosten günstiger. Das Ingenieurbüro wird mit der Erstellung des Bauentwurfs beauftragt.

Die vorläufige Kostenschätzung dazu beläuft sich auf rund 891 000 Euro.

Vier Gemeinderäte verabschiedet

Zum Schluss der Sitzung richtete Bürgermeisterin Irmgard Wagner – es war auch ihre letzte Sitzung – einige Worte an die ausscheidenden vier Gemeinderäte, die sich nicht mehr zur Wahl gestellt hatten und bedankte sich für ihre langjährige Tätigkeit. Siegfried Mailhammer (zwölf Jahre zweiter Bürgermeister) und Alfred Huber (18 Jahre Rechnungsprüfungsausschuss) von der Bürgerliste Zangberg scheiden nach 24 Jahren aus dem Amt, Johann Holzner und Werner Luft (beide CSU) nach 14 beziehungsweise zwölf Jahren. Absprachegemäß wurde unter den gegebenen Umständen auf eine förmliche Verabschiedung verzichtet.

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