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Gartenarbeit

Keine Baumschnittkurse in Neumarkt-St. Veit wegen Corona: Hier gibt es zumindest Tipps

Kreisvorsitzende Anita Leukert und Vereinsvorstand Helmut Schmid bitten ihre Mitglieder, die Obst und Beerenobstgewächse jetzt noch zurückzuschneiden.
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Kreisvorsitzende Anita Leukert und Vereinsvorstand Helmut Schmid bitten ihre Mitglieder, die Obst und Beerenobstgewächse jetzt noch zurückzuschneiden.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Seit Mitte Februar müssen Obstbäume, Beerensträucher und Weinreben zurückgeschnitten werden, damit die Pflanzen gesund bleiben. Die Obst- und Gartenbauvereine bieten um diese Zeit ihre Schneidekurse an. In Zeiten von Corona ist das allerdings nicht möglich. Deswegen hier einige Tipps.

Neumarkt-St. Veit – Seit Mitte Februar müssen Obstbäume, Beerensträucher und Weinreben zurückgeschnitten werden, damit die Pflanzen gesund bleiben und die Früchte an Qualität gewinnen. Die Obst- und Gartenbauvereine bieten um diese Zeit ihre Schneidekurse an, nicht nur für ihre Mitglieder. Alle Gartenfreunde können sich dabei informieren. Eigentlich. In Zeiten von Corona ist das allerdings nicht möglich.

Helmut Schmid zeigt, dass man den Baum hinter dem Trieb abschneidet, der weiterwachsen soll.

Schnittwerkzeuge sollten scharf sein

Und so erinnern die tüchtigen Vorstandsmitglieder der Kreisvorstandschaft alle Hobbygärtner an diese notwendigen Arbeiten. Die Vorsitzende des Kreisverbands für Gartenbau und Landespflege, Anita Leukert, und Vorstandsmitglied Helmut Schmid bitten, die wichtigsten Regeln für das Zurückschneiden zu beachten, damit die Früchte bestens gedeihen und die Pflanze dabei schonend gefördert und erhalten bleibt.

„Das Allerwichtigste ist das richtige Schnittwerkzeug. Sägen und Scheren müssen so scharf sein, dass eine glatte Schnittfläche entsteht und es zu keinen Verletzungen kommt“, rät die Waldkraiburgerin Anita Leukert. Sie selbst benützt nur Qualitätswerkzeug, bei dem die Ersatzteile noch jahrelang lieferbar sind. „Es sollte noch an die Enkel vererbt werden können!“

Lesen Sie dazu auch: Auch Corona kann die Nußdorfer Gartler nicht stoppen

Wassertriebe oder auch Wasserschosse sollten ebenfalls entfernt werden.

Der richtige Schnitt beginnt schon beim Pflanzen

Das richtige Schneiden beginnt eigentlich schon beim Pflanzen. Da werden drei bis vier Leitäste festgelegt. „Wenn man von oben auf den Baum schaut, dann sollte die Leitäste einen dreizackigen Stern bilden“, meint Helmut Schmid, der Vorsitzender des Gartenbauvereins seiner Heimatgemeinde Niedertaufkirchen ist.

Tipps aus dem Büchein des Landesverbandes

Beide „Gartenmeister“ bedauern das Ausfallen der Schneidekurse und verweisen auf ein Büchlein ihres Landesverbandes. Es heißt „Obstbaumschnitt in Bildern“ und darin kann man alles über das richtige Zurückschneiden bei Bäumen und Beerensträuchern lesen und ansehen. „Ein Buch für die Hosentasche“, meint Leukert, „Man kann es jederzeit zur Hand nehmen und damit arbeiten.“

Vorsicht: Wer hoch hinaus will, kann tief fallen

Ganz wichtig ist die Sicherheit der Hobbygärtner. Deshalb die Bitte von den Beiden: „Beim Schneiden an höheren Bäumen immer auf einen sicheren Stand achten. Der Unterstand oder die Leiter sollten zuerst sicher stehen, bevor man selbst darauf steigt. Man weiß, dass Unfälle schlimme Folgen haben können. Und man darf kräftig zurückschneiden. Nicht nur der Standort bietet Licht und Sonne. Die ausgelichtete Krone soll die Sonne zu den Früchten durchlassen, dadurch hat das Obst nach einem Regenschauer die Möglichkeit schnell wieder abzutrocknen und so Krankheiten vorzubeugen.

Kein Schaden, solange er unbelaubt ist

Helmut Schmid meint, man solle einen Hut durchwerfen können, Leukert aber relativiert: Der Hut dürfe dann aber nicht zu groß sein!

Weil nun die das Frühjahr bald beginnt, könnte es zum Schneiden bald zu spät sein. Aber da wissen beide, dass der Baum vom Schneiden keinen Schaden nimmt, solange er unbelaubt ist.

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