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"Man muss wissen, wo man hin will"

Vor ungefähr zwei Jahren fiel in Egglkofen erstmals das Stichwort "Dorferneuerung". Jetzt wird das Thema konkreter.

Egglkofen - Andreas Hennemann vom Amt für ländliche Entwicklung erläuterte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats, was konkret unter Dorferneuerung gefasst wird, welche Chancen und Möglichkeiten sich einer teilnehmenden Gemeinde bieten und welche Finanzierungswege es gibt.

Vor seinem Besuch in der Sitzung war Hennemann gemeinsam mit Bürgermeister Johann Ziegleder durch Egglkofen gefahren, um sich ein erstes Bild der Ortschaft zu machen. Richtiger als "Dorferneuerung" müsse eigentlich der Begriff einer "Dorfentwicklung" sein. Denn so gehe es beim Konzept nicht nur um Baumaßnahmen und Neuanlagen, sondern vielmehr um "Interkommunale Zusammenarbeit" und darum "Synergien zu nutzen und Ressourcen zu sparen". Das könne zwar auch mit dem Bau eines neuen Gebäudes geschehen, so Hennemann, aber einer Gemeinde stünden noch viele andere Wege offen.

In diesem Zusammenhang lobte er die geplante Hackschnitzelheizung. "Als erstes muss man wissen wo man hin will", sagte Hennemann. Und brachte damit die Schule für Dorf- und Landentwicklung in Thierhaupten ins Spiel. Eine Gruppe aus der Gemeinde, etwa 20 bis 25 Personen stark, hat dort die Gelegenheit "sich über ein Wochenende genauere Gedanken" zu machen, unter der Begleitung von Fachleuten, welche die Diskussion moderieren. Ein solches Seminar diene dazu die Stärken und Schwächen auszuloten, Gedanken und Ideen zu bündeln und eine Art Fahrplan zu finden. Die Gruppe solle eine "bunte Mischung" sein, so Hennemann: Gemeinderäte, Vertreter von Vereinen und Verbänden und aktive, engagierte Bürger. "Und wenn Sie jemanden in der Gemeinde haben, der grundsätzlich gegen alles ist, dann nehmen Sie den ruhig auch mit", meinte Hennemann. Die Seminare der Schule für Dorf- und Landentwicklung münden zumeist in ein Aktionsprogramm. Im Idealfall, so Hennemann, resultieren daraus bereits erste Arbeitskreise, in denen die in Thierhaupten erarbeiteten Themen weiterverfolgt werden. Grundsätzlich kann eine "Dorferneuerung" in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung auf zwei Weisen erfolgen. Handelt es sich um ein umfassendes Programm, bei dem beispielsweise viele Flächen erworben oder getauscht werden müssen, so wird ein Verfahren angeordnet. Das Prozedere gleicht dem einer Flurbereinigung. Ein solches Verfahren nimmt, laut Hennemann, ungefähr zehn Jahre in Anspruch. Kristallisiert sich jedoch ein konkretes Thema heraus, geht es also beispielsweise um den Neubau eines Gebäudes oder Ähnliches, so wird nicht der langwierige Verfahrensweg beschritten. In diesem Fall bezuschusst das Amt für ländliche Entwicklung das Vorhaben.

In einer der nächsten Sitzungen wird sich der Gemeinderat wieder mit dem Thema "Dorferneuerung" befassen. Dann wird entschieden, ob eine Abordnung aus Egglkofen ein Seminar in Thierhaupten besuchen und ob man die "Dorferneuerung" mit den von Hennemann erläuterten Konzepten in Angriff nehmen wird. alx

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