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WOHNBAUPROJEKT

Lohkirchener Lagerhaus wird zum Wohnhaus und bald schon neues Heim für anerkannte Asylbewerber

Derzeit wird das Gebäude mit einem neuen Dach versehen.Stettner
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Derzeit wird das Gebäude mit einem neuen Dach versehen.Stettner
  • Rita Stettner
    VonRita Stettner
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Der Lohkirchner Gemeinderat beschäftigt sich seit 2016 mit den Sanierungsplänen des bis dato leer stehenden Raiffeisengebäudes. Konkret sollen dort anerkannte Asylbewerber unterkommen. Die Gemeinde orientierte sich bei den Ausbauplänen an einem Förderprogramm, das hohe Zuschüsse versprach:

Lohkirchen – Gemeinden sollen von der Städtebauförderung einen Fördersatz von bis zu 90 Prozent der förderfähigen Kosten erhalten, wenn sie leer stehende Gebäude sanieren, damit dort anschließend anerkannte Flüchtlinge wohnen können.

Hohe Fördersumme zur Ortskernbelebung

Mit der Sanierung sollen Kosten für einen Abriss und Neubau eingespart und gleichzeitig alte Gebäude im Ortskern wiederbelebt werden. Die Vorgabe: Die Wohnungen müssen für mindestens sieben Jahre an anerkannte Asylbewerber vermietet werden.

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Landesamt für Denkmalpflege miteingebunden

Während sich die Planungsphase über Monate und Jahre hingezogen hatte, ging es jetzt plötzlich umso schneller, die Umbauarbeiten schreiten zügig voran. Das liegt an der hohen Schlagzahl, die Architekt Gerhard Bichler vorgegeben hat. Zusammen mit dem Planungsbüro Josef Reichenspurner hatte er die Planungen und die Ausschreibungsunterlagen vorangetrieben. Bei einem Ortstermin mit dem Landratsamt Mühldorf, dem Landesamt für Denkmalpflege und der Regierung von Oberbayern wurden die Materialien besprochen, die zur Sanierung herangezogen werden sollten.

Schädlingsbekämpfung im Gebälk des denkmalgeschützen Gebäude

Thema war dabei auch die Putzsanierung. Anstelle einer Horizontalabdichtung forderte das Landesamt eine Lehmabdichtung außen an den Fundamenten. An den Innenwänden sind Heizschlangen vorgesehen, damit die Wände austrocknen und trocken bleiben. Anstelle von kostspieligen Metallfenstern werden Holzfenster zugelassen, vorzugsweise Eiche. Bevor es losging, musste eine Schädlingsbekämpfung im Gebälk des denkmalgeschützen Gebäudes durchgeführt werden.

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Corona machte die Kostenschätzung schwierig

Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) gibt zu, dass die zu erwartenden Kosten durchaus Kopfzerbrechen bereitet hätten. Man habe nicht einschätzen können, ob die im Raum stehende Sanierungsmaßnahme nicht doch deutlich teurer würde. Schließlich sei es in Zeiten von Corona schwierig gewesen, die Auftragslage bei den Baufirmen richtig einzuschätzen. Aufgeatmet hat er schließlich, als schließlich für alle Gewerke Handwerker gefunden wurden.

Da es sich um ein Bestandsgebäude handelt, seien bei den Umbauarbeiten wie erwartet diverse Überraschungen zutage getreten. Ein morscher First erwies sich im Nachhinein als weniger baufällig als ursprünglich erwartet. „Dank eines sehr guten Planungsteams und bislang sehr gut arbeitenden Baufirmen haben sich die Schwierigkeiten alle lösen lasse. Die Umbauarbeiten liegen im Zeitplan“, erklärt Bürgermeister Schick. Die Rohbauarbeiten und Rohbauinstallationen seien weitgehend abgeschlossen, auch die Fenster sind inzwischen eingebaut.

Umbau soll Ende 2021 abgeschlossen sein

Derzeit laufen die Putzarbeiten und es beginnen die Ausbauarbeiten – wie Fernwärmeversorgung, Installationen, Trockenbau, Fliesenarbeiten oder Bodenbelagarbeiten. Trotz diverser Schwierigkeiten können nach Auskunft des Geschäftsstellenleiters der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen, Georg Obermaier, die Kosten von rund 1,8 Millionen Euro gehalten werden. Das Erfreuliche daran: Von der Regierung von Oberbayern wurden aus Städtebauförderungsmitteln rund 1,08 Millionen Euro Fördermittel zugesagt. Das habe die Finanzierung erheblich erleichtert und die Sanierung erst ermöglicht.

Fünf Wohnungen werden es am Ende sein

Ist der Bau fertig, können in die fünf Wohnungen die eine Größe von 36 Quadratmeter (Einzimmerwohnung) bis 93 Quadratmeter (4-Zimmerwohnung haben, anerkannte Asylbewerber einziehen. Das soll nach derzeitigem Stand bis Ende des Jahres schon möglich sein.

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Großzügige moderne Räume entstehen, die das alte Flair des Gebäudes aber dennoch erhalten.

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