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Kapazität für 12.000 Tonnen Getreide

Leistungsstarkes Raiffeisenlagerhaus in Neumarkt – Seit Juli wird viel Erdreich bewegt

Die Ackerfläche ist verschwunden, viel Erdreich wurde seit Baubeginn Mitte Juli an der Staatsstraße 2086 bewegt. Die Raiffeisenbank rechnet damit, dass das neue Lagerhaus bereits Ende 2023 eröffnet werden kann.
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Die Ackerfläche ist verschwunden, viel Erdreich wurde seit Baubeginn Mitte Juli an der Staatsstraße 2086 bewegt. Die Raiffeisenbank rechnet damit, dass das neue Lagerhaus bereits Ende 2023 eröffnet werden kann.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Die Raiffeisenbank Neumarkt-Reischach eG hat mit den Arbeiten für das neue Raiffeisenlagerhaus auf dem Areal zwischen Lamprechten und Furth begonnen. Mitte Juli hat die Baumaßnahme begonnen, an deren Ende ein leistungstarkes Lagerhaus die Region bereichern soll.

Neumarkt-St. Veit – Viele Kubikmeter Erde werden derzeit am westlichen Ortseingang von Neumarkt-St. Veit bewegt. Wie Helmut Vilsmaier, Vorstand der Raiffeisenbank Neumarkt-St. Veit - Reischach mitteilt, haben die Erdarbeiten in der 29. Kalenderwoche begonnen, sechs bis acht Wochen seien dafür eingeplant gewesen.

Tiefbauarbeiten ab November 2022

Befragt nach dem Zeitplan für das Jahr 2022, sagt Vilsmaier, „dass ab November noch mit weiteren Tiefbauarbeiten begonnen wird – sofern es die Witterung zulässt.“

Eröffnung bereits Ende 2023 geplant

Doch auch danach soll es rasant weitergehen. Der Bauzeitenplan der Genossenschaftsbank sieht zumindest vor, dass die Bauarbeiten im nächsten Jahr zügig abgewickelt werden. „Wir sind nach wie vor zuversichtlich, Ende 2023 die Eröffnung des Lagerhauses feiern zu können“, informiert Vilsmaier.

Lagerkapazität liegt bei 12 000 Tonnen

Nachgefragt zum neuen Standort und seiner Leistungsfähigkeit, berichtet Vilsmaier, dass gegenüber der ursprünglichen Planungen nichts geändert habe. So soll im Westen von Neumarkt-St. Veit, direkt an der Staatsstraße 2086 und in der Nähe der Umgehungsstraße der Bundesstraße 299 ein moderner Lagerhausstandort mit zwei Getreideannahmen entstehen. Einer davon für Getreide aus konventioneller Landwirtschaft, der andere aus Bio-Betrieben. Die Lagerkapazität gibt Vilsmaier mit circa 12 000 Tonnen an. Neben zwei 28 Meter hohen Silogebäuden sollen mehrere kleinere Gebäude gebaut werden.

Risen-Kapazitäten auf knapp zwei Hektar Grund

Laut Planung soll in den nächsten Monaten auf dem knapp zwei Hektar großen Grundstück eine Getreidetrocknung, Dünge- und Futtermittelboxen, eine Düngermischanlage und ein Palettenlager entstehen. In der Planung berücksichtigt sind außerdem ein Büro- und ein Verkaufsraum für regionale Produkte.

Erhöhung der Arbeitsplätze

Mit der Versiegelung der knapp zwei Meter Hektar großen Areals, muss die Raiffeisenbank auch eine entsprechende Ausgleichsfläche ausweisen. Nach Angaben von Vilsmaier muss die Raiffeisenbank für die bauliche Maßnahme circa einen Hektar Ausgleichsfläche bewerkstelligen. Speziell für den Artenschutz sind circa 1,5 Hektar notwendig. Die Arbeitsplätze sollen laut Planung von derzeit fünf auf 7,5 erhöht werden.

Was den Bankenvorstand derzeit umtreibt, sind die hohen Baukosten, die zum Teil noch als Nachwirkungen der Corona-Pandemie zu spüren sind und aktuell als Folge der aktuellen Ukraine-Krise einhergehen. „Die Krise im Bausektor geht auch bei uns nicht spurlos vorbei“, verhehlt deswegen Vilsmaier nicht. „Trotzdem konnten wir unsere geplanten Kosten großteils halten und durch bereits abgeschlossene Verträge sichern“, berichtet Vilsmaier.

Eine gewisse Unsicherheit bestehe jedoch durch die vorhandene Preisgleitklausel in den Bauverträgen sowie das Thema Lieferschwierigkeiten für den Fertigstellungstermin. „Die Abweichung aktuell beträgt 1,5 Prozent zur ursprünglichen Planung“, so Vilsmaier weiter.

Kostenabweichung um rund 1,5 Prozent

So sehr sich auch, vor allem die Landwirte aus dem nördlichen Landkreis, über das neue Lagerhaus freuen, das das jetzige Lagerhaus in Neumarkt-St. Veit aus den 1930er-Jahren ersetzen soll: Im Vorfeld der Diskussionen und der damit einhergehenden Beschlüsse hatte es auch kritische Stimmen gegeben. Die Höhe der 28 Meter hohen Getreidesilos, die befürchtete zusätzliche Verkehrsbelastung für den Ort Neumarkt oder auch der Standort, für den vor vielen Jahren ausgearbeitete Flächennutzungsplan der Stadt nicht greife, waren Kritikpunkte bei den Entscheidungstrainern vor Ort.

Offene Türen eingerannt

„Mit der Anfrage der Raiffeisenbank das neue Lagerhaus in Neumarkt-Sankt Veit zu bauen, wurden bei uns offene Türen eingerannt“, sagt Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner. Der Stadtrat habe sich sehr deutlich für die Bauleitplanung ausgesprochen. Daraufhin seien die Voraussetzungen geschaffen worden, Neumarkt-St. Veit als Standort für die vielen landwirtschaftlichen Betriebe zu stärken. „Die verkehrliche Anbindung ist an diesem Standort ist optimal und der Ortskern wird vom landwirtschaftlichen Verkehr entlastet!“

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Einzugsgebiet über die Landkreisgrenze hinaus

Ulrich Niederschweiberer, Kreisobmann des Bayerischen Bauernverbandes, begrüßt den dringend Bau eines neuen Lagerhauses, um damit nicht nur den nördlichen Landkreis Mühldorf abzudecken, sondern den gesamten Einzugsbereich im Norden, über die Landkreisgrenzen hinaus. „Für die Betriebe dort beziehungsweise für die Landwirtschaft ist es von enormer Bedeutung, dass wir ein leistungsstarkes Lagerhaus haben.“

Lange Schlangen sollen der Vergangenheit angehören

Lange Schlangen beim Abladen, geschuldet der Tatsache, dass die Fahrzeuge immer größer werden, die Annahmekapazitäten aber in der Vergangenheit auch durch Schließungen von Lagerhäusern begrenzt waren, sollten damit nach Ansicht Niederschweiberers der Vergangenheit angehören. „Ich erwarte mir ein tolles Lagerhaus. Das Konzept mit einem regionalen Laden ist topp und genau das, was die Gesellschaft und auch wir wollen: Kurze Wege und eine Stärkung der Regionalität!“

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