Leckeres Frühstück an der Neumarkter Mittelschule

Mit gutem Appetit genießen Ravian (9 c), Dominik und Tobias (beide 5 b) ihr Frühstück. Jaensch

Schon kurz nach sieben Uhr kommen die ersten – meist Fahrschüler – ins Schülercafé der Herzog-Heinrich-Mittelschule, wo sie ein opulentes Frühstück erwartet.

Neumarkt-St.Veit Seit 2018 fährt die Hausfrau Christine Aigner frühmorgens von Hörbering nach Neumarkt-St. Veit, wo sie beim Bäcker frische Brötchen und Brot und beim Metzger Wurstwaren einkauft, mit denen sie das Frühstücksbuffet in der Schule bestückt. Daheim hat sie schon Cremes, Pudding sowie Obst und Gemüse für die Schalen bereitet, die dann auf den Tischen stehen.

Seit 2013 gibt es ein Schulfrühstück

Bereits im Schuljahr 2013/14 rief Lehrer Reinhard Retzer an seiner Mittelschule die Aktion „Schulfrühstück“ ins Leben. Von dem „offenen Kühlschrank“ – Frühstück bedienten sich anfangs sieben Schüler. 2016 kam die Einführung des „Denkbar Frühstücks“ der BLLV-Kinderhilfe hinzu, die, unterstützt von den Sternstunden mit jährlich 4000 bis 5000 Euro, diese Aktion unterstützt. Die Abwicklung hat der Förderverein der Mittelschule übernommen. Spenden, wie etwa 2016 vom Lionsclub, der einmalig 2500 Euro beisteuerte, sind dabei sehr hilfreich. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion.Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Die ersten Schüler kommen kurz nach sieben Uhr zum Buffet, legen auf ihre Teller Wurst, Käse, fertige Marmelade- oder Honigbrote, füllen Schälchen mit diversen Müslis und nehmen Kakao, Tee oder Säfte. Dann setzen sie sich zu Freunden an die kleinen oder langen Tische und genießen das Frühstück bei ruhiger Unterhaltung.

Genüsse, die Lehrer mit Neid erfüllen

Das geht so bis kurz vor acht Uhr. Ohne jedes Drängeln oder Schreien stärken sich hier 45 bis 50 Schüler täglich. Einmal pro Woche gibt es Rührei oder gekochtes Ei, ebenso heiße Waffeln oder Butterbrezn. Christine Aigner bietet Genüsse, deren Düfte die Lehrerschaft mit Neid erfüllen.

Auch die Reste werden verwertet

Ab acht Uhr räumt Christine Aigner die Küche auf, was sie bis etwa halb neun Uhr beschäftigt. „Bei mir kommt nichts um.“, erklärt sie dabei. Was an Broten und Speisen zurückbleibt, verwertet sie daheim bei ihren Hühnern. Es ist aber nicht viel, was die Kinder zurücklassen. Das hat die Hausfrau und Mutter gut im Griff. Rektorin Angela Wimmer und der Frühstücksbeauftragte Lehrer Reinhard Retzer erklären beide: „Diese ruhige und freundliche Atmosphäre im Frühstücksraum wirkt sich dann den ganzen Tag über auf das Schulleben aus. Es sitzen Grundschüler neben Mittelschülern, Asylantenkinder neben Einheimischen, Mädchen neben Buben und alle respektieren sich. Und diese Ruhe hier strahlt im ganzen Tag weiter.“

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