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Feuerwehr bekommt Hilfe bei der Personensuche

Lebensretter beim Horror-Unfall nahe Neumarkt-St. Veit - Dieses Hightech-Gerät war das Geheimnis

Bei dem schweren Unfall am Sonntag bei Hörbering entdeckten die Rettungskräfte den verletzten Neunjährigen nur mithilfe der Infrarottechnik.
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Bei dem schweren Unfall am Sonntag bei Hörbering entdeckten die Rettungskräfte den verletzten Neunjährigen nur mithilfe modernster Technik.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
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Bei dem schweren Unfall am Sonntag bei Hörbering entdeckten die Rettungskräfte einen verletzten Neunjährigen nur mithilfe modernster Technik. Wir haben nachgefragt.

Mühldorf/Neumarkt-St. Veit – Für die Feuerwehren ist es Routine. Für die meisten „Normalbürger“ eine außergewöhnliche Sache.

Die Rede ist vom Einsatz einer Wärmebildkamera bei einem Verkehrsunfall. So geschehen Sonntagnacht bei Hörbering, als bei einem schweren Unfall ein 39-Jähriger ums Leben kam und zwei weitere Personen verletzt wurden. Nur mithilfe der Wärmebildkamera konnte ein verletzter Neunjähriger, der bei dem Crash mit einem Baum aus dem Auto geschleudert wurde, schnell gefunden und gerettet werden.

Infrarottechnik hilft bei Personenrettung

„Es entstand schnell der Verdacht, dass sich noch eine weitere Person im Auto befunden hatte“, berichtete Kreisbrandmeister Christian Biberger gegenüber den OVB-Heimatzeitungen von der Rettung des Jungen. „Mithilfe einer Wärmebildkamera wurde das Auto überprüft und dabei festgestellt, dass drei Plätze warm waren.“ Daraufhin durchkämmten die Einsatzkräfte mit der Kamera die Unfallumgebung und konnten den verletzten Neunjährigen an der Böschung unter einem Baum finden.

Für die Feuerwehren ist der Einsatz von Wärmebildkameras Routine. Ob der Bub auch ohne dieses Gerät so schnell entdeckt worden wäre, darüber kann man nur spekulieren. Eines weiß Mühldorfs Kreisbrandrat Harald Lechertshuber ganz sicher: „Es war die richtige Entscheidung, die Kamera bei diesem Unfall einzusetzen.“ Die am Unfallort eingesetzten Feuerwehren von Hörbering und Neumarkt-St. Veit haben solche Kameras in ihrer Ausrüstung.

Gerade bei einer derart unklaren Lage wie am Sonntag, wenn bereits ein Mensch außerhalb des Fahrzeugs gefunden wurde und man nicht weiß, wie viele Personen im Auto waren, greifen die heimischen Feuerwehren zu diesem technischen Hilfsmittel.

Auf die richtige Bedienung kommt es an

„Autositze speichern die Wärme des Insassen eine Zeit lang“, so Lechertshuber. „Die Kameras zeigen diese Erwärmung an und die Einsatzkräfte haben Klarheit über die Zahl der Unfallopfer.“ Danach werde mithilfe dieser Infrarottechnik die Unfallumgebung gescannt und die vermissten Personen können geortet werden.

Fast flächendeckend sind die Feuerwehren im Landkreis mit den handlichen Wärmebildkameras ausgestattet.

„Wärmebildkameras waren anfangs für den Einsatz bei Bränden in Innenräumen konzipiert“, erklärt der Kreisbrandrat. In erster Linie wurden Atemschutzträger an den Kameras geschult. „Das Infrarotbild lässt klare Temperaturunterschiede erkennen und so kann man den Brandherd leicht lokalisieren.“ Auf diese Weise kann die Feuerwehr auch in völlig verrauchten Räumen zu rettende Personen aufspüren.

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„Eine Standardkamera ist für 3500 bis 5000 Euro zu haben“, sagt Lechertshuber. „Nach oben gibt es preislich natürlich kein Limit.“ Künftig müssen laut EU-Norm alle neuen Fahrzeuge der Feuerwehren mit einer Wärmebildkamera ausgestattet sein. Schon jetzt sind die Kameras bei heimischen Feuerwehren fast flächendeckend im Einsatz, sagt Lechertshuber, und alle Kräfte der Feuerwehren werden daran ausgebildet. Wie entscheidend die gute Schulung im Ernstfall ist, unterstreicht dieser Satz aus einem Ausbilderhandbuch der Feuerwehr: „Jede Wärmebildkamera ist nur so gut, wie die Person, die sie bedient.“

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