Künstlerin verschmilzt farbenfrohes Glas mit Alltagsnutzen

Einige Glasarbeiten von Bettina Schrannersind in den kommenden Wochen im Schaufenster des Altöttinger Kunstvereins im Durchgang von der Neuöttinger Straße zum Kultur- und Kongressforum zu sehen. RE

Niederbergkirchen/Altötting –. Bettina Schranner designt Duschwände, Sichtschutzelemente oder Lampen und Lichtobjekte aus Glas.

In den Ausstellungsräumen ihrer Werkstatt in Niederbergkirchen kann man sich seit 2004 die Anwendungsmöglichkeiten ihrer Bauelemente ansehen. Für den kommenden Monat stellt die Glaskünstlerin nun auch im Schaufenster des Altöttinger Kunstvereins im Durchgang vom Gasthof Scharnagl zum Kultur- und Kongressforum ihre Arbeit vor. Bettina Schranner verwendet einen ein auf zwei Meter großen Brennofen, in dem sie mittels der Fusingtechnologie, eine spezielle Verschmelzungstechnik, aus verschiedenfarbigen Gläsern interessante Objekte schafft. „Das kann auch nochmal gehärtet werden und ist dann überall verwendbar“, erklärt Schranner. Anders als bleiverglaste Türen sind ihre Arbeiten höchst stabil. Sie halten nach einer zusätzlichen Härtung oder kombiniert mit weiteren Scheiben sogar Steinschlag stand, so die Künstlerin. Verschiedenfarbige Gläser werden in mehreren Schichten kunstvoll zusammengebracht, wie die bunten Reiher, die seit dem vergangenen Jahr ein Hallenbad in München verschönern: Die Fensterfront des Bades gestaltete Bettina Schranner nach den Wünschen des privaten Besitzers so, dass sie zwar möglichst viel Licht und Farben hereinlässt, dabei aber den Blick auf die Badenden verwehrt. Andere Anwendungsbeispiele sind kunstvoll gestaltete Sichtschutzelemente, die mit Steingabionen kombiniert viel Licht in den Garten lassen und dennoch nur einen schemenhaften Durchblick gewähren. Kunstvoll gestaltete Glaskacheln verschönen die Wand über einer Kochstelle und sind im Vergleich zum Mauerwerk viel einfacher zu reinigen. Die Handwerksmeisterin gibt auch Kurse an den Volkshochschulen in der Region, bei denen sie bis zu sieben Personen Einblicke in ihre Arbeit gewährt. „Ich finde das toll, denn ich kenne sonst niemanden, der Glas dreidimensional erarbeitet“, sagt Christian Pöllner, der Vorsitzende des Altöttinger Kunstvereins. pbj

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