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Inspiriert von den Eberhofer-Krimis

Krimi auf Bayerisch: In Mühldorf wird der Blumentopf-Mörder gesucht

„Gelato della morte“, übersetzt heißt das „Eis des Todes“. Das Erstlingswerk von Peter Lerchner spielt in Mühldorf.
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„Gelato della morte“, übersetzt heißt das „Eis des Todes“. Das Erstlingswerk von Peter Lerchner spielt in Mühldorf.

Mit seinem Erstlingswerk „Gelato della morte“ ist dem Lohkirchener Peter Lerchner ein Provinz-Krimi gelungen, der sich durch eine locker-flockige wie humorige Schreibweise in bayerischer Mundart auszeichnet und den Leser mit einem geschickt aufgebauten Spannungsbogen in seinen Bann zieht.

von Manfred Buchberger

Lohkirchen – Schwerverbrechen stehen in Mühldorf am Inn nicht gerade auf der Tagesordnung. Als ein stadtbekannter Geschäftsmann auf dem Heimweg in der finsteren Bräugasse gezielt mit einem Blumentopf erschlagen wird, wacht die eher verschlafene Kleinstadt auf. Hauptperson in dem Roman ist Moni Beck, alleinerziehende Mutter eines zehnjährigen Mädchens und eines pubertären Sprösslings, die sich in die Ermittlungen ihres Schulfreundes, dem Mühldorfer Polizisten Werner Huber, einmischt und dadurch schon bald in lebensgefährliche Situationen kommt. So viel zum Inhalt des Buches, das das Erstlingswerk des Lohkirchener Buch-Autors Peter Lerchner ist.

In Burghausen aufgewachsen und zur Schule gegangen

Auf die Welt gekommen ist der Lerchner, der mittlerweile in Lohkirchen wohnt, 1959 in der Salzachstadt Burghausen, wo er auch aufgewachsen und zur Schule gegangen ist. Nach dem Besuch des Aventinus-Gymnasiums und dem Abitur folgte ein BWL-Studium mit Abschluss Wirtschaftsinformatik.

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Autor engagierte sich auch politisch

Der Liebe wegen siedelte Lerchner zu Beginn seiner Studentenzeit nach Töging um und heiratete. Politisches Interesse und Engagement zeigte er von 1985 an für sechs Jahre als CSU-Ortsvorsitzender in der Aluminiumstadt. In dieser Phase, 1987, fand der Betriebswirt auch Anstellung bei den Münchener BMW-Werken.

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Hauptberuflich bei der AlzChem beschäftigt

Nach dem Ehe-Aus verließ Lerchner, der nebenbei noch den Studiengang Bildungswissenschaft absolviert hat, gegen Jahrhundert-Ende den Landkreis Altötting in Richtung Mühldorf. 2009 wechselte der leidenschaftliche Motorradfahrer und Segler dann zur Trostberger AlzChem, wo er als Aus- und Weiterbildungsleiter seitdem an verantwortlicher Stelle steht.

Erste Fantasy-Seiten wieder verworfen

Nicht losgelassen hat den begeisterten Bücher-Leser indes das seit Jahren stete Gefühl selber einen Roman zu schreiben. Die ersten Seiten einer Fantasy-Story habe er verworfen, erzählt er. „Ich habe gemerkt, dass mir eine bodenständige Handlung in bayerischem Dialekt besser liegt“. Dass er auch durch die Eberhofer-Krimis dazu inspiriert wurde, möchte Lerchner nicht von der Hand weisen. „Das sind schon echte Leckerbissen“, lobt er die Rita Falk-Werke, die auf einer bundesweiten Erfolgswelle schwimmen. Und ja, er ist ein Fan vom Eberhofer Franz.

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Romanfigur Moni ist eine bodenständige Frau

Seine eigenen Roman-Charaktere will er aber bewusst nicht überzeichnen, auch hat er keinen fiktiven Handlungsort wie Niederkaltenkirchen, die Heimat von Franz Eberhofer, gewählt, sondern dem Krimi mit der Innstadt Mühldorf viel Lokalkolorit eingehaucht. Auch ist die Moni eine „normale“ bodenständige Frau, der Huber Werner, anders als der Eberhofer, einer, der in seinem Polizisten-Alltag eher den „Dienst nach Vorschrift“ bevorzugt.

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Die Stadt Mühldorf im Zentrum des Geschehens

Warum er ausgerechnet Mühldorf als Handlungsort ausgesucht hat, macht Lerchner ganz einfach fest: „Die Stadt spielt eine wichtige Rolle in meinem Leben“. Dort erledigt er seine Einkäufe, dort trifft er sich mit Freunden. Mit dem besonderen Flair ausgestattet, sieht er in ihr einfach eine schöne Wohnstadt.

Dass er nach rund zehn Jahren von Mühldorf weggezogen ist und sich mit seiner Lebensgefährtin Corinna und deren beiden Töchtern vor 18 Monaten auf dem Land sesshaft gemacht hat, begründet der Hobby- Schriftsteller mit den horrenden Grundstücks- und Immobilienpreisen in der Kreisstadt – betont aber, dass dem Quartett das beschauliche Landleben in einer intakten Dorfgemeinschaft gefällt.

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Ob es für die Beck Moni und den Huber Werner indes eine Roman-Fortsetzung gibt, beantwortet der Neu-Autor mit einem klaren Ja. „Das kommt aber ganz darauf an, wie die jetzige Geschichte ankommt“, zeigt er sich gespannt. Der nächste Mühldorf-Krimi liegt jedenfalls schon in der Schublade bereit.

Erschienen ist das Buch „Gelato della morte“ im Stuttgarter Scholastika-Verlag (ISBN 978-3-947233-64-9) und ist dort wie auch im Buchhandel und im Internet sowie jetzt auch als eBook zu beziehen.

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