Kommunalwahl 2020: CSU Neumarkt-St. Veit will Bürgermeiter stellen und Mehrheit im Stadtrat

Die Listenführer der CSU(von links): Egbert Windhager, Heike Perzlmeier, Bürgermeisterkandidat Michael Kulhanek, Max Heimerl und Ferdinand Rothkopf. Enzinger

Die Christsozialen nominieren ihre Listenkandidaten für die Kommunalwahl. Das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre, sechs Frauen und 14 Männer bewerben sich um ein Stadtratsmandat. Reinhard Fuchs und Steffi Neumaier hören zwar auf, dafür will Kreisrat Georg Wimmer wieder mitmischen.

Neumarkt-St. Veit– Sie kommen aus unterschiedlichsten Berufsgruppen, vertreten die Außenbereiche von Neumarkt-St. Veit und decken alle Altersgruppen, von 18 bis 67 Jahren, ab: „Menschen, die die Gesellschaft widerspiegeln und all ihre Fähigkeiten und Erfahrungen in die Waagschale werfen. Ich gehe voll motiviert in den Wahlkampf!“, erklärte Michael Kulhanek, Bürgermeisterkandidat der CSU Neumarkt-St. Veit, bei der Aufstellungsversammlung der Stadtratskandidaten im Saal des Gasthauses „Poseidon II“. Was ihn besonders freute: Auf der Liste mit 20 Personen, die sich um ein Stadtratsmandat bewerben, stehen sechs Frauen. Und die finden sich in einem jungen Team wieder: das Durchschnittsalter beträgt 43 Jahre.

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Mit Unterstützung dieses Teams – Akademiker und Handwerker, Feuerwehrler und Fußballtrainer, Schützen und Faschingsfreunde – möchte er Bürgermeister werden und zukünftig die Mehrheiten im Stadtrat stellen. Und das mit dem Ziel der Nachhaltigkeit. Nicht alleine in ökologischer Hinsicht. Er will die Kräfte auch außerhalb von Stadtrat und Verwaltung, aus den Vereinen, bündeln, um Neumarkt-St. Veit für die Zukunft gut aufzustellen, im ständigen Dialog mit der Bevölkerung. Auf diese will er bereits während des Wahlkampfes offensiv zugehen. „Meet your Bürgermeister“, lautet der Arbeitstitel seines Konzeptes, zu den Bürgern ins Haus zu kommen, sich an Stammtischen zu treffen und sich auszutauschen.

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In zwei Blöcken haben die 49 wahlberechtigten CSU-Mitglieder dann ihre Kandidaten gewählt. Im ersten Block waren Michael Kulhanek als Bürgermeisterkandiat auf Platz eins sowie Max Heimerl als Landratskandidat auf Platz zwei gesetzt. In Block zwei entschieden die CSUler dann über die Plätze drei bis 20. Sechs amtierende Stadtratsmitglieder stehen auf der Liste, Reinhard Fuchs und Steffi Neumaier allerdings nicht mehr. Stattdessen will es Urgestein Georg Wimmer (63) noch einmal wissen. Er saß bereits 18 Jahre lang im Neumarkter Stadtrat und möchte nun seine politische Erfahrung wieder einfließen lassen.

Landratskandidat Max Heimerl stellte in der Auszählpause sein Programm vor, in welchem er die Themen Mobilität im Landkreis inklusive Radwegeausbau der „Bus & Bahn-Flat“ für Schüler und Azubis sowie bezahlbaren Wohnraum in den Fokus rückte.

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Für Neumarkt-St. Veit forderte er einen Kunstrasenplatz für die Fußballer und er bezog Stellung zur Diskussion um die Stadtplatzsanierung. Man habe es sich im Stadtrat nicht leicht gemacht mit den Beschlüssen. Unterschriftenlisten, die im Umlauf seien, zeichneten lediglich ein Stimmungsbild. Er forderte: „Wenn die Bürger was ändern wollen, dann sollen sie nicht stänkern, sondern ein Bürgerbegehren anstrengen!“

„Im Team, im Miteinander“ will man die Zukunft im Landkreis und in der Stadt kreieren – so der Tenor der Versammlung. In puncto Miteinander zeigte sich Egbert Windhager, der seit 18 Jahren dem Stadtrat angehört, skeptisch. Die Erfahrungen hätten nämlich gezeigt: „Mit der Leitung der UWG gibt es kein Miteinander. Wir brauchen einen Wechsel!“

Bürgerbüro öffnet am 16. Januar

Zum Schluss nannte Kulhanek die nächsten Termine: Am 6. Januar lädt die CSU zum Dreikönigsfrühschoppen mit dem Bundestagsabgeordneten Stephan Mayer in den Gasthof „Zur Post“ ein. Der offizielle Walkampfauftakt von Landratskandidat Max Heimerl wird am 8. Januar im Kino in Mühldorf erfolgen. Und der Wahlkampfauftakt in Neumarkt-St. Veit mit Eröffnung des Bürgerbüros in der Bahnhofsstraße findet ab 16. Januar statt.

1. Michael Kulhanek, 30, Sozialpädagoge
2. Max Heimerl, 49, Schulleiter
3. Egbert Windhager, 66, Bäckermeister;
4. Heike Perzlmeier, 49, Finanz-Controller
5. Ferdinand Rothkopf, 50, Patentanwalt
6. Wolfgang Hobmaier, 44, Unternehmer
7. Johann Pichler, 48, Hausmeister
8. Sophie Heiß, 20, Studentin
9. Martin Krüger, 43, Bauleiter
10. Rosina Maria von Roennebeck, 67, Steuerberaterin
11. Johanna Kaltenecker, 21, Landwirtin
12. Sebastian Heimerl, 18, Auszubildender
13. Georg Wimmer, 63, Landwirt
14. Rainer Dittrich, 44, Industriekaufmann
15. Julia Hirschberger, 24, Studentin
16. Florian Mayerhofer, 38, Mitarbeiter im Außendienst
17. Thomas Döring, 44, Selbstständiger
18. Andreas Rehwald, 30, Kfz-Technikermeister
19. Manfred Steiglechner, 48, Schreiner/Glaser
20. Sharon Obe rbuchner, 63, Hausfrau.

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