Kirchenorgel pfeift aus dem letzten Loch

Erharting - Nach einigen Jahren fand heuer erstmals in Erharting wieder eine Pfarrversammlung statt.

Die Kirchenpflegerin Martina Karl und Pfarrer Gottfried Wagner informierten die Anwesenden in einem ausführlichen Rechenschaftsbericht über abgeschlossene, noch laufende und zukünftige Projekte sowie über die Tätigkeiten und Entscheidungen der Kirchenverwaltung und des Pfarrgemeinderates.Martina Karl berichtete von einer Teilrenovierung des Pfarrheims und dass in der Kirche festgestellter Holzwurmbefall bekämpft worden sei. Diskutiert wurde über den Fortbestand des alten Schulhauses, das sich im Besitz der Kirche befindet. Ein großes Fest konnte die Pfarrgemeinde 2008 feiern, als erstmals die Firmung in Erharting stattfand.

Mehr Flexibilität und Eigenverantwortung wird in Zukunft von den Pfarreien gefordert sein, wenn es zum Zusammenschluss größerer Seelsorgeeinheiten kommt.

Von einem desolaten Zustand der Orgel mussten die Kirchenpflegerin und Pfarrer Wagner berichten. Nur dem handwerklichen Geschick und der fürsorglichen Pflege von Organist Konrad Christan sei es zu verdanken, dass die Orgel überhaupt noch Töne von sich gibt. Ein finanzieller Kraftakt werde also der Pfarrei nicht erspart bleiben, wenn in naher Zukunft die Entscheidung über eine neue Orgel getroffen werden muss.

Teile der Orgel sind denkmalgeschützt

Pfarrer Wagner erläuterte dazu die Unterschiede zwischen elektronischer und pneumatischer Orgel und zitierte das Sprichwort: "Das Billige können wir uns gar nicht leisten". Vor allem: Einige Teile der jetzigen Mörz-Orgel sind denkmalgeschützt und müssen bei einer Neuanschaffung wieder verwendet werden.

Die Kirchenverwaltung beriet in ihrer letzten Sitzung, ob die Gräberreihen im Friedhof neu angeordnet werden. Die Grabreihen stehen jetzt zum Teil in einem Abstand von nur 1,80 Meter. Anhand eines maßstabsgetreuen Planes des Friedhofs wurde ausführlich erklärt, wie die neue Einteilung der Grabreihen mit einem Abstand von 2,50 Metern aussehen könnte und dass es dann auch nötig sein wird, manche Gedenksteine zu verschieben.

Die Anwesenden bewerteten diesen Plan sehr positiv. In der Versammlung wurde sogar der Wunsch geäußert, durch Verschieben einzelner Grabstätten jetzt vorhandene große Lücken innerhalb der Reihen zu schließen. Dem wird, soweit es möglich ist, entsprochen werden. Die Umgestaltung des Friedhofs soll noch heuer erfolgen. mm

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