Kirche ist gegen die Aufhebung des allgemeinen Wohngebietes

Lohkirchen – Ein neues Baugebiet entsteht in Lohkirchen.

„Ortsstraße West“ soll es heißen. Parallel zum Bebauungsplanverfahren hatte sich der Gemeinderat mit der Flächennutzungsplanänderung zu beschäftigen.

Diese ist nötig, um die Rechtsgrundlage für das neue Wohnbaugebiet zu schaffen. Der Gemeinderat hat die dazu eingegangenen Stellungnahmen der Behörden erörtert.

Bei der Vorstellung der Stellungnahmen wurde erläutert, dass das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege auf eventuell zutage tretende Bodendenkmäler aufmerksam machte. Diese wurden jedoch seitens der Gemeinde bereits in dem parallel aufgestellten Bebauungsplan „Ortsstraße-West“ berücksichtigt, wie es dazu aus dem Rathaus heißt.

Das Erzbischöfliche Ordinariat widersprach der Teilaufhebung des allgemeinen Wohngebietes, wovon auch ein kirchliches Grundstück betroffen wäre. Stattdessen beantragte das Ordinariat, das „allgemeine Wohngebiet“ im Flächennutzungsplan zu belassen. Diesem Wunsch erteilte die Gemeinde jedoch eine Absage. Die Nachfrage nach Erbpachtgrundstücken sei insbesondere in der einheimischen Bevölkerung sehr gering, heißt es dazu seitens der Verwaltung, weshalb die Gemeinde mittelfristig nicht in Betracht ziehe, für die maßgebliche Fläche einen Bebauungsplan aufzustellen.

Da im Rahmen von Bauleitplanverfahren der Flächenbedarf nachgewiesen werden müsste, um insbesondere dem Ziel der Reduzierung des Flächenverbrauchs entgegenzuwirken, wurde die Rücknahme der kurzfristig nicht bebaubaren Fläche als schlüssig bezeichnet. Die Regierung von Oberbayern hatte angeregt, dass aufgrund der Ortsrandlage des Plangebiets auf eine an die Umgebung angepasste Bauweise und schonende Einbindung der geplanten Neubauten in das Orts- und Landschaftsbild zu achten sei. Dazu erklärt die Gemeinde, dass in der Planung eine Ortsrandeingrünung festgesetzt worden sei. Die konkrete Festsetzung der Maßnahmen erfolge im Rahmen des Bebauungsplanes Ortsstraße West. Die erforderlichen Ausgleichsflächen werden laut Gemeinde in Abstimmung mit der Naturschutzbehörde am Landratsamt Mühldorf geregelt.

Zum Hinweis der Regierung, dass sich das geplante Mischgebiet zum Teil in einem wassersensiblen Bereich befindet, verweist die Gemeinde auf den parallel aufgestellten Bebauungsplan „Ortsstraße West“, in welchem Aussagen unter anderem zu möglichem wild abfließenden Niederschlagswasser getroffen werden. Gleiches gilt für die Eingaben des Wasserwirtschaftsamtes in Rosenheim, das es als unabdingbar ansieht, alle Möglichkeiten zur Minimierung von potenziellen Schäden aufgrund von Starkniederschlägen ins Auge zu fassen.

Ziel müsse es dabei sein, alle möglichen Wassereindringwege in geplante Gebäude bis zu den relevanten Höhen zu verschließen. Nach der Abwägung folgte der einstimmig gefasste Billigungsbeschluss für die Änderung des Flächennutzungsplanes. je

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