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Containerlösung am Bolzplatz

Kindergartenerweiterung muss warten – und der Lohkirchener Gemeinderat bangt ums Personal

Das Platzproblem in der KiTa soll vorübergehend durch Container gelöst werden, die im östlichen Teil des Bolzplatzes aufgestellt werden.
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Das Platzproblem in der KiTa soll vorübergehend durch Container gelöst werden, die im östlichen Teil des Bolzplatzes aufgestellt werden.
  • Peter Becker
    VonPeter Becker
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Bis der Kindergarten in Lohkirchen baulich erweitert wird, dauert es noch. In der Zwischenzeit wird sich die Gemeinde mit einer Alternative in Form von Containern behelfen, in denen ein Teil der Kinder vorübergehend untergebracht werden soll. So sehen die konkreten Planungen aus.

Lohkirchen – Das Planungsbüro Obermaier hat im Zuge der Diskussion um die Kindergartenerweiterung in der jüngsten Sitzung des Lohkirchener Gemeinderates zwei Standortvarianten vorgeschlagen, die vorab mit der Kita-Leitung besprochen wurden. Variante 1 war nicht die favorisierte Alternative, da die Containeranlage im Falle des Baubeginns für den geplanten KiTa-Anbau völlig vom Hauptgebäude abgekoppelt gewesen wäre und wohl auch die Bauarbeiten erschwert hätte.

Zweifel an der Finanzierung

Bei Variante 2, südlich der Kita, ist allerdings der Erschließungsaufwand höher, da das Abwasser über eine Hebeanlage abgepumpt oder über eine lange Abwasserleitung abgeleitet werden muss und auch der Wasseranschluss aufwendiger herzustellen ist.

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In KiTa-Erweiterung findet auch eine Hortgruppe Platz

Der Gemeinderat entschied sich nach längerer Diskussion dennoch für den Bolzplatz als Standort, da die Nachteile bei Variante 1, vor allem mit Blick auf einen möglichen Anbau, noch größer wären. Zu diesem Zweck sollen für das nächste Kindergartenjahr die Container aus der Nachbargemeinde Schönberg abgelöst werden, da der dortige Kindergartenanbau voraussichtlich bereits im Sommer vollendet wird.

In der weiteren Debatte erhielt der Gemeinderat dann auch noch Einblick in den aktuellen Vorentwurf für die geplante eigene KiTa-Erweiterung, in der auch eine Hortgruppe Platz finden soll.

Zweifel ob der finanziellen Leistungsfähigkeit

Der Entwurf berücksichtigt einen deutlich größeren, auskragenden Gruppenraum im Untergeschoss. Im Gemeinderat wurden Zweifel laut, ob diese Lösung für die Gemeinde finanziell überhaupt tragbar ist. „Da ist das Spezialförderprogramm ausgelaufen“, erklärte Georg Obermeier auf Nachfrage.

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Momentan sind diese Container noch als Übergangslösung beim Kindergarten in Schönberg installiert.

Hoffnung auf Fördermaßnahmen

Der Geschäftsführer der Verwaltungsgemeinschaft Oberbergkirchen erwartet aber, dass es in Zukunft auch wieder andere Förderungsmöglichkeiten geben wird, sodass der Anbau mittelfristig doch zu verwirklichen ist. Denn Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) stellte im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen klar, dass die Maßnahme zwar sehr wichtig, aber nur dann zu finanzieren sei, wenn man etwa 50 Prozent der Kosten erstattet bekäme.

Gestiegene Nachfrage während Corona

Bei der Ratssitzung in der vergangenen Woche war das Gemeindeoberhaupt zwar gar nicht dabei gewesen, doch über die Beschlusslage ist Siegfried Schick froh: „Alleine für das nächste Jahr sind uns 37 Kindergartenkinder, zwölf Krippenkinder und zehn Schulkinder für eine Ganztagsbetreuung gemeldet“, so der Bürgermeister. Hintergrund für die gestiegene Nachfrage nach Betreuung ist scheinbar, dass viele Eltern nach dem Ende der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie, als auch vermehrt aus dem Homeoffice gearbeitet werden musste, nun wieder weniger Zeit zur Betreuung der eigenen Kinder haben.

Einstimmig für Bolzplatz-Lösung

Der Gemeinderat hatte sich in der Sitzung zwar auch Sorgen darüber gemacht, ob man überhaupt Personal für die neu zu bildenden Gruppen findet, doch beeinflussten diese Bedenken nicht die Abstimmung für die Containerlösung südlich des KiTa-Gebäudes im Ostteil des Bolzplatzes: Alle acht anwesenden Gemeinderäten waren für diese Lösung.

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