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Neumarkts Bürgermeister klärt auf

„Bauernhof“-Kinderkrippe soll Wohnhaus werden: Das steckt hinter dem kuriosen Bauantrag

Das Areal des früheren Kindertiergartens in Stein wollen seine neuen Eigentümer für ein privates Einfamilienhaus nutzen.
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Das Areal des früheren Kindertiergartens in Stein wollen seine neuen Eigentümer für ein privates Einfamilienhaus nutzen.
  • Christa Latta
    VonChrista Latta
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Auf dem ehemaligen Gehöft und in einem umgebauten Kuhstall wurden Kinder in Neumarkt-St. Veit von geschultem Personal privat betreut – in einer Bauernhofumgebung mit vielen Tieren. Nun liegt ein Bauantrag für das Areal vor. Was steckt dahinter? Bürgermeister Erwin Baumgartner erklärt.

Neumarkt-St.Veit – Am Mittwoch (22. Juni) tagt der Bauausschuss, und auf der Tagesordnung steht ein Punkt, der sich außergewöhnlich liest. „Nutzungsänderung und Umbau des bestehenden Kindergartens zu einem Einfamilienhaus“ im Weiler Stein ist eines der zu beratenden Bauvorhaben.

Hat die Stadt Neumarkt-St. Veit so viele Kindergartenplätze, dass sie so einfach auf einen verzichten kann? Wo andernorts unter enormen Finanzaufwand ständig neu gebaut wird, um genügend Plätze für die jüngsten Bürger anbieten zu können? Die OVB-Heimatzeitungen haben Neumarkts Bürgermeister Erwin Baumgartner (Unabhängige Wählergemeinschaft) nach den Hintergründen befragt.

„Schön wär´s“, meint Baumgartner auf die Frage nach einem möglichen Kindergartenüberangebot in seiner Stadt. „Dieser Kindergarten auf der Tagesordnung hat nicht der Stadt gehört. Er war privat geführt und besteht schon länger nicht mehr.“ Die Eigentümer seien schon lange nicht mehr da, hätten alles aufgelöst und verkauft.

Was es an dieser Stelle gab, nannte sich „Kindertiergarten“. Der Mühldorfer Anzeiger hatte darüber im Jahr 2016 berichtet. Auf einem ehemaligen Gehöft und in einem umgebauten Kuhstall wurden Kinder von geschultem Personal privat betreut – in einer Bauernhofumgebung mit vielen Tieren.

„Kindertiergarten“ schon lange aufgelöst

„Jetzt wollen die neuen Eigentümer daraus ein privates Wohnhaus machen“, so Baumgartner. Über dieses Bauvorhaben mit Nutzungsänderung habe der Bauausschuss auf seiner Sitzung zu entscheiden.

Die Stadt selbst ist in Sachen Plätze für Kinderbetreuung in den vergangenen Jahren natürlich nicht untätig geblieben. Bereits im September 2021 wurde der Kindergarten mit Kinderkrippe „Rottalzwerge“ an der Lorenz-Reißl-Straße in Betrieb genommen. Wegen Corona findet dessen offizielle Eröffnung allerdings mit einiger Verspätung erst am 2. Juli statt.

„Neumarkt-St. Veit ist erst mal gut mit Betreuungsplätzen versorgt“, kann der Bürgermeister deshalb ganz zufrieden feststellen. Wie sich das weiter entwickelt, sei aber nur ganz schwer zu kalkulieren. „Es gibt reichlich Zuzug, und es werden hier derzeit viele Wohnung gebaut“, sagt er. „Wer da einzieht, vielleicht Familien mit Kindern, ist nicht abzusehen.“

Mit dem neuen Kindergarten „Rottalzwerge“ hat die Stadt aber schon in die Zukunft gedacht. „Bei Bedarf können wir beide Gebäudetrakte, Kindergarten und Kinderkrippe, aufstocken“, betont Baumgartner. Der Garten rundherum sei groß genug, um auch noch weiteren Kinder genügend Raum zum Spielen zu bieten.

Bauausschuss tagt

Weitere Themen im Bau- und Umweltausschuss sind: Neubau einer Ortbetongüllegrube in Wiesbach; Vollzug des Bayerischen Straßen- und Wegegesetzes, Antrag auf Umstufung des öffentlichen Feld- und Waldweges Nummer 9 „Holznigglweg“ und Vollzug der Straßenverkehrsordnung, Anordnung einer abknickenden Vorfahrt in das Baugebiet „Am Galgenberg“.

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