Improvisationstalent gefragt

Kinder sammeln, Kirchenvertreter bauen: So beteiligt die Kirche die Neumarkter am Advent

Gemeindereferentin bei der Arbeit: Woche für Woche wächst die Krippe im Schaufenster am Johannesplatz, gegenüber der Marktkirche. Franziska Maier verarbeitet dafür die Spenden von Kindern.
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Gemeindereferentin bei der Arbeit: Woche für Woche wächst die Krippe im Schaufenster am Johannesplatz, gegenüber der Marktkirche. Franziska Maier verarbeitet dafür die Spenden von Kindern.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Ein Schaufenster in die Adventszeit: Neumarkts Krippe wächst mit jeder Woche und die Kinder liefern die Materialien dazu. Das sind die Gründe, warum bei den Seelsorgern Improvisationstalent mehr denn je gefragt ist.

Neumarkt-St. Veit – Die beiden Ställe stehen bereits, das Fenster ist mit Papier ausgelegt, teilweise schon mit Moos bedeckt. Dahinter ein Fichtenzweig und auch Steine sind schon verteilt. Woche für Woche wächst die Krippe im Schaufenster der Firma Frenzel in Neumarkt-St. Veit um ein Stückchen. Pastoralreferentin Marianna Scholz und Gemeindereferentin Franziska Maier legen sich mächtig ins zeug, lassen ihre Kreativität walten um die Geburt Jesu nachzustellen.

Sammelboxen stehen in drei Pfarreien

Und die jungen Gläubigen in den Pfarreien können sich daran beteiligen. „Wir haben eine Sammelbox in der Marktkirche aufgestellt. Darin können die jungen Gläubigen Gegenstände abliefern, die wir dann verwenden, um die Krippe Woche für Woche zu erweitern“, erklärt Gemeindereferentin Franziska Meier. Zum 1. Advent war es Moos, zum 2. Advent waren kleine Kieselsteine und auch größere gefragt, auf denen die Kinder ihre Namen schreiben konnten. Und wenn morgen die Sammelbox entleert wird, ist es Stroh, dass dann die fleißigen Krippenkonstrukteure im Schaufenster am Johannesplatz verbauen werden. Die Krippe der Kirche fügt sich dann nahtlos ein in den Neumarkter Krippenweg, den die Verkehrs- und Werbegemeinschaft von Neumarkt-St. Veit, in diesem Jahr erstmals gestaltet.

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Hygienerichtlinien lassen in diesem Jahr keine Kinderbibeltage zu

„In Zeiten von Corona ist es schwierig geworden die Kinder in die kirchlichen Abläufe zu integrieren. Gerne würden wir mit den Kindern zusammen Aktionen, wie etwa Kinderbibeltage, durchführen. Aber die Hygienerichtlinien lassen das gegenwärtig nicht zu“, bedauert Pfarrer Franz Eisenmann die gegenwärtigen Einschränkungen. Umso mehr freut es ihn, wenn über die Sammelboxen die Kinder am Krippenbau beteiligt werden.

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Auch Hörbering und Niederbergkirchen beteiligen sich

Und das ist nicht nur in Neumarkt-St. Veit der Fall. Sammelboxen finden sich auch in der Niederbergkirchener Pfarrkirche St. Blasius, und auch in der Pfarrei St. Jakobus in Hörbering beteiligen sich Kinder fleißig mit Spenden, damit auch dort die Krippe wachsen kann.

Knapp zwei Wochen vor dem Heiligen Abend gibt es noch jede Menge zu tun. Bis Freitag, 18. Dezember, sind es Schafe, die die Krippenlandschaften dann in den drei Pfarreien bereichern sollen. Bis Dienstag, 22. Dezember, können die Kinder Figuren von sich selbst gestalten.

Dafür hat die Kirche Vorlagen, Schnittmuster vorbereitet, welche die heranwachsenden Christen downloaden können.

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Impulse für die Adventszeit kann man sich ebenso aus de Schaufenster am Johannesplatz holen.

Geschenke für das Jesuskind – Kreativität der Kinder ist gefragt

Und dann gibt es auch noch das Thema Geschenke: Bis Dienstag, 29. Dezember, wünscht sich Franziska Maier ein gemaltes Bild im Format DIN A 6 davon, „was ihr dem Jesuskind zur Geburt schenken würdet.“ Und dann sind auch noch Sterne gefragt. Es soll nicht nur einer sein, dem die heiligen Drei Könige folgen werden, wenn sie sich auf den Weg zu den Krippen nach Neumarkt-St. Veit, Hörbering und Niederbergkirchen machen. Auf einem Stück Papier mit zehn Zentimeter Kantenlänge können die Kinder ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Bis zum 4. Januar sollen diese Sterne dann in den Sammelboxen landen.

Und für die Erwachsenen gibt es täglich geistliche Impulse

Nicht nur Kinder und Jugendliche sprechen die Seelsorger aus Neumarkt-St. Veit an. Zum anderen bietet die Pfarrei jeden Tag, vom 1. Advent bis zum 6. Januar, einen geistlichen Impuls an der auch am Schaufenster am Johannesplatz zum Nachdenken anregen soll.

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