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AUS DEM BAUAUSSCHUSS

Keine Einigkeit in Neumarkt-St. Veit: Bauvorhaben am Kellerweg spaltet das Gremium

Der Kellerweg mit Blick auf Sankt Veit. Eine Baulücke will endlich geschossen werden. Die Abweichungen vom Bebauungsplan schmeckten nicht jedem im Bauausschuss.
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Der Kellerweg mit Blick auf Sankt Veit. Eine Baulücke will endlich geschossen werden. Die Abweichungen vom Bebauungsplan schmeckten nicht jedem im Bauausschuss.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Kontroverse Diskussion zu Walmdach, Baufensterüberschreitung und zusätzlichem Geschoß. Damit sind nämlich nicht alle Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses einverstanden.

Neumarkt-St. Veit – Es ist zum wiederholten Mal, dass sich der Neumarkt-St. Veiter Bauausschuss mit einem Bauvorhaben am Kellerweg auseinandersetzt. Des Öfteren schon war der Ausschuss damit befasst, weil einige Befreiungen gefordert waren. Bauvoranfragen beziehungsweise die Änderung des Bebauungsplanes waren aber ohne Beschlussfassung geblieben. Jetzt lag ein neuer Antrag vor. Doch auch dieser erhielt nicht die ungeteilte Zustimmung.

Überschreitung des Baufensters

Konkret geht es um ein Einfamilienhaus mit Garage, wofür dem Bauausschuss ein Antrag auf Vorbescheid vorlag. Allerdings wären dafür einige Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes notwendig. Das Wohnhaus sollte laut Antragsteller ein Walmdach anstelle eines Satteldaches haben. Durch die Dachform kann aber das Dachgeschoss nicht ausgebaut werden, alternativ wird deswegen ein weiteres Vollgeschoß gefordert.

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Befreiung auch für Aufschüttung notwendig

Es liegt eine Überschreitung des Baufensters vor – auf der Ostseite um 1,80 und auf der Nordseite um einen Meter. Auch für geplante Aufschüttungen ist eine Befreiung nötig. Und dann kommt auch noch die Dachneigung bei der Garage ins Spiel. Es soll nämlich ein Satteldach mit 25 Prozent Neigung sein anstelle eines Flachdaches mit 3 Prozent.

Eingriffe sind laut Gruber „erheblich“

Bürgermeister Erwin Baumgartner (UWG) hatte keine Einwände gegen die Befreiungen. Aus seiner Sicht stelle das Dach die gravierendste Abweichung dar, doch verwies er darauf, dass es im Gemeindebereich bereits mehrere Gebäude mit Walmdach gebe.

Berichte aus Neumarkt-St. Veit finden Sie auch auf unserer Themenseite.

Von sechs Abweichungen nur eine Abweichung gestrichen

Stadtrat Peter Gruber (CSU) sah das anders: „Seit einem halben Jahr schon doktern wir in dieser Sache rum. Von sechs Abweichungen ist nur eine Abweichung gestrichen worden, nämlich die maximale Wandhöhe. Ich hätte mir eine weitergehende Anpassung erwartet. Die Erhöhung der Geschoßzahl ist meiner Ansicht nach erheblich!“ Die Überschreitung des Baufensters um 18 Quadratmeter bezeichnete er ebenso als erheblich wie die geplante Aufschüttung.

Baumgartner war hingegen der Meinung, dass die Grundzüge der Planung nicht berührt würden, die Abweichungen nicht gravierend seien.

Spirkl möchte Baulücken schließen

Peter Hobmaier (UWG) fand, dass sich die Antragsteller Gedanken gemacht hätten und sich dabei auch Mühe gegeben hätten, eine Planung vorzulegen, die auf Kompromissen beruht. „Mit diesen kann ich leben!“

Dieses Bemühen honorierte auch SPD-Stadtrat Ludwig Spirkl. „Wir möchten doch auch Baulücken schließen!“ Es sei nachvollziehbar, dass Bauherren heute andere Wünsche hätten als es ein 20 oder 30 Jahre alter Bebauungsplan vorgebe.

Kaltenecker fordern klaren Fahrplan

Johanna Kaltenecker (CSU) war da anderer Meinung. Der Bebauungsplan sei bekannt gewesen, an diesen habe man sich zu halten. „Wir hatten diese Änderungen schon öfter und brauchen einen Fahrplan, an dem wir uns dann auch halten sollten.“ Hier gebe es gravierende Änderungen. „Wofür haben wir denn dann noch einen Bebauungsplan?“, fragte sie.

Zustimmung mit Stimmenverhältnis von 4:2

An Einstimmigkeit war nach dieser Beratung im Bau- und Umweltausschuss nicht zu denken. Mit 4:2 passierte die Antrag auf Vorbescheid den Ausschuss, Peter Gruber und Johanna Kaltenecker stimmten nicht zu.

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