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ES BLEIBT ALLES BEIM ALTEN

Keine Änderung in der VG Rohrbach: Vorschlag für Recycling-Papier landet in der Tonne

Altpapier wiederverwerten und Ressourcen schonen: Nach dem Vorschlag der Grünen sollte auch die Verwaltung umdenken, deswegen brachten sie einen entsprechenden Antrag an. Der Niedertaufkirchener Gemeinderat verwies auf die Zuständigkeiten, die in diesem Fall bei der Gemeinschaftsversammlung liegen.
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Altpapier wiederverwerten und Ressourcen schonen: Nach dem Vorschlag der Grünen sollte auch die Verwaltung umdenken, deswegen brachten sie einen entsprechenden Antrag an. Der Niedertaufkirchener Gemeinderat verwies auf die Zuständigkeiten, die in diesem Fall bei der Gemeinschaftsversammlung liegen.
  • Josef Enzinger
    vonJosef Enzinger
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Niedertaufkirchens Grüne werben für mehr Umwelt- und Kimaschutz in der Verwaltung – aber der Gemeinderat lehnt ab. Das sind die Gründe.

Niedertaufkirchen – Umweltschutz beginnt im Kleinen. Warum also nicht als Verwaltung mit gutem Beispiel vorangehen und zum Beispiel mit Recycling-Papier arbeiten? Die beiden Niedertaufkirchener Grünen-Gemeinderäte Markus Schlagbauer und Dr. Rita Sperl hatten einen entsprechenden Antrag auf Verwendung von Recyclingpapier in der Verwaltung eingereicht. Es wurde auch ausgiebig diskutiert. Letztlich aber lehnte der Rat den Grünen-Vorschlag ab.

Ressourcenschonung und eine reduzierte Abwasserbelastung

Ressourcenschonung und eine reduzierte Abwasserbelastung führte Dr. Rita Sperl als Argumente für Recycling-Papier an. Mit dem Vorschlag orientierten sich die Grünen an den „Leitfaden zum Umwelt- und Klimaschutz in Behörden“, der vom Bayerischen Landesamt für Umwelt herausgegeben worden ist. „Es wäre ein Signal für andere Kommunen und weitere Kreise, über Recyclingpapier nachzudenken,“, betonte Dr. Sperl.

Viele gute Ideen – sie müssen nur umgesetzt werden

Darüber hinaus werde auch der offizielle Leitfaden bekannter gemacht und in der Öffentlichkeit wahrgenommen. „Viele gute Ideen und Anregungen stehen in diesem Leitfaden, aber diese müssten eben auch umgesetzt werden“, die Gemeinde könne da mit gutem Beispiel vorangehen. Recycling-Papier, so Dr. Sperl, werde mittlerweile den Ansprüchen von Frischfaserpapier gerecht.

Lieber heimisches Holz verwerten

Ein Argument, das Gemeinderat Johann Häglsperger (FWGN/FWGR) so nicht stehen lassen wollte. Man sei froh, wenn heimisches Holz verkauft werden würde. Zumal aktuell auch viel Schadholz vorhanden sei.

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Dem widersprach Dr. Sperl insofern, dass es vor allem schnell wachsende Fasern seien, die zur Papierproduktion verwendet würden, Eukalyptus zum Beispiel. Grünen-Kollege Markus Schlagbauer fügte hinzu, dass das Holz für Papier zumeist aus Südamerika stamme.

Dokumente auf Recycling-Papier? Bernhard Schierer hält das für schwierig

Bernhard Schierer (FWGN/FWGR) sagte, dass er die Wahl von Recycling-Papier bei der Erstellung von Dokumenten für schwierig halte. Überhaupt liege der Antrag nicht in der Entscheidungskompetenz des Gemeinderates, „wir können nicht für die Verwaltung entscheiden“.

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Und auch Bürgermeister Sebastian Winkler (FWGN/FWGR) verdeutlichte, dass der Gemeinderat nicht darüber abstimmen könne, weil dies Aufgabe der Gemeinschaftsversammlung sei. Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer informierte in diesem Zusammenhang, dass in der Verwaltung schon viele Prozesse digitalisiert ablaufen würden, auf diese Weise also bereits Papier grundsätzlich eingespart würde.

Gemeinschaftsversammlung müsste sich damit beschäftigen

Zwar versuchte es Markus Schlagbauer damit, das Ansinnen der Grünen dem Verwaltungsrat wenigstens zur Abstimmung vorzuschlagen. Doch Geschäftsstellenleiter Wagenbauer erklärte, dass ein solcher Antrag nur von Mitgliedern der Gemeinschaftsversammlung eingereicht werden könne.

Gemeinderat Johann Winkler (FWGN/FWGR) gehört dieser Versammlung an, er lehnte eine Antragstellung aber noch während der Sitzung ab.

Einrichtungen werden über den Leitfaden informiert

Im Beschluss hat der Gemeinderat von Niedertaufkirchen dann festgehalten, dass er vom Antrag der beiden Grünen-Gemeinderäten Kenntnis genommen habe.

Er verwies darauf, dass der Gemeinderat nicht zuständig sei. Einrichtungen würden aber über den Leitfaden informiert. Dieser Beschluss wurde mit 11:2 Stimmen angenommen, die beiden Grünen-Räte Dr. Sperl und Schlagbauer stimmten dagegen.

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