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GLAUBE

Kapelle für die Gottesmutter - Neumarkt-St. Veiter erfüllt Wunsch des verstorbenen Vaters

  • Markus Honervogt
    vonMarkus Honervogt
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Es war der Wunsch seines Vaters, den der Neumarkt-St. Veiter Werner Ißmaier zusammen mit seiner Frau Christa erfüllt haben: den Bau einer Kapelle.

Neumarkt-St. Veit Sie steht, wenn man von der Weiherseite kommt, gut sichtbar auf dem Vitusberg über Neumarkt-St. Veit: die Kapelle. Ein gepflasterter Weg führt das letzte Stück bergan bis zum Eingang des kleinen Bauwerkes. Eine Gedenktafel über der Pforte nennt Werner und Christa Ißmaier als Erbauer.

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Werner Ißmaier betritt das kleine Gotteshaus. Seine Familie lebt seit Generationen in Neumarkt- St. Veit. „Es war eigentlich schon der Wunsch meines Vaters, eine Kapelle der Gottesmutter zu widmen“, erzählt Werner Ißmaier. „Und aus Dankbarkeit, weil es uns doch eigentlich immer gut ging und geht, habe ich diesen Wunsch des Vaters in die Tat umgesetzt.“

Kirche stellte Grund zur Verfügung

Auf dem Vitusberg stellte ihm die das Erzbistum München ein Grundstück zur Verfügung, nur zu diesem Zwecke. Ein Planzeichner als Bauleiter war rasch gefunden, und so gingen Werner und seine Christa schon im Jahre 2017 ans Werk. Zuerst schufen sie eine große Bodenplatte, auf der die Kapelle entstehen aus Ziegelsteinen entstehen sollte, 3,5 Meter breit, neun Meter lang. „Dies geschah ausschließlich in Eigenleistung.“, erzählt Gattin Christa stolz hinzu. Bereits 2018 stand das Gebäude.

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Die Innenausstattung folgte. „Den Altar für die Kapelle hatten wir nämlich Jahre zuvor schon aus einem Kirchlein in dem niederbairischen Niederaltaich erworben“, erinnert sich der 66-Jährige. „Sie war in eine, Inserat in einer Zeitung ausgeschrieben.“

Eisentor verschließt den Altarraum

Den Mittelpunkt bildet ein zweiteiliger Holzaltar mit einem großen Marienbild, er steht im Altarraum der Kapelle. Daneben hängt eine Ampel mit dem ewigen Licht. Weitere Bilder mit den Darstellungen von Heiligen und eine Bildtafel, die alle Stationen des Kreuzweges zeigt, sind zu sehen. Auch eine eingemauerte Skulptur schmückt den Altarraum. Ein schweres Eisentor, der Lettner, trennt den Altarraum von der ürigen Kapelle, in der vier Bänke sich zum Sitzen oder Knien stehen. Ein großes Bild schmückt auch die Decke dieses Raumes.

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Das kleine Gotteshaus nahe St. Veit ist nur eine der unzähligen Kapellen, die im Landkreis verstreut auf Feldern und an Wegen liegen. „Sie gehören bei uns dazu“, sagt Neumarkt-St. Veits Pfarrer Franz Eisenmann. Und jetzt, in Corona-Zeiten und dem zu Ende gegangenen Monat Mai hätten sie sogar eine große Bedeutung erlangt. „Es gab viele Maiandachten an diesen Kapellen.

Während Corona viele Andachten an Kapellen

Während Corona sollte so viel als möglich draußen stattfinden, das wurden sie gerne genommen“, sagt Eisenmann. „Die Kapellen sind dadurch wieder mehr ins Blickfeld gerückt.“

Ißmaier hat den Grund für die Kapelle vom Bistum erhalten, es ist ein Spitz auf dem Gelände des ehemaligen Klosters St. Veit. Grundsätzlich kann das jeder tun, wenn er ein Grundstück hat: „Wenn jemand eine Kapelle bauen mag, dann kann er das machen“, sagt Eisenmann, der über die Pläne der Ißmaiers vorab informiert war, er spricht von einem respektablen Bau.

Jedes Jahr fünf bis zehn neue Kirchlein

Wieviele solcher Kapellen es in der Region gibt, weiß das Erzbistum München und Freising nicht. Sprecher Dr. Christoph Kappes spricht von fünf bis zehn Neubauten im Jahr, 2020 gab es nach seinen Angaben neun Anträge. Wenn das Erzbistum sie genehmigt, sei der Bau möglich. „Entscheidend ist die würdige Gestaltung des Ortes“, sagt der Bistumssprecher. Geweiht werden muss eine solche Kapelle nicht, viele wollen das laut Kappes aber, die Ortspfarrer seien dazu bereit.

Ruhebänke laden zum Verweilen ein

Rund um das Kapelle neben St. Veit führt ein fester Weg, zwei Bänke laden zum Besinnen, Ausruhen und Betrachten ein. Zu ihrem eigenen Schutz ist die Kapelle nicht immer geöffnet. Denn das Gotteshaus wurde schon von Dieben heimgesucht, die die Dachrinnen aus Kupfer abmontierten und stahlen.

Wem es aber nicht genügt auf dem befestigten Weg rund um die Kapelle zu gehen oder sich auf einer der beiden Bänke zu besinnen, dem sperrt Werner Ißmaier die Tür zu seinem Kirchlein gerne auf.

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