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Aus der Bürgerversammlung

Kanalsanierung geht ins Geld: Egglkofen muss zwei Millionen Euro investieren

Das Regenüberlaufbecken beim Kindergarten ist nicht überall gesichert. Das ist spannend für Kinder. Eltern machen sich dagegen Sorgen, dass etwas passieren könnte. Schwarz
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Das Regenüberlaufbecken beim Kindergarten ist nicht überall gesichert. Das ist spannend für Kinder. Eltern machen sich dagegen Sorgen, dass etwas passieren könnte. Schwarz
  • Harald Schwarz
    VonHarald Schwarz
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Die schnellste Bürgerversammlung mit Bürgermeister Johann Ziegleder hat 26 Minuten gedauert. Dieses Mal waren es 39 Minuten. Allerdings wurden auch die vergangenen beiden Jahre aufgearbeitet, da die letzte Bürgerversammlung coronabedingt 2019 stattgefunden hatte. Ziegleder hatte viele Zahlen im Gepäck.

Egglkofen – Ziegleder gab bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Schober erst einen Überblick über die finanzielle Situation der Gemeinde und stellte dann die Vorhaben der Gemeinde in den kommenden Jahren vor.

Einige Millionen Euro für Wasser und Abwasser

Dabei zeigte sich, dass die Gemeinde einiges Geld – beispielsweise für die Kanalsanierung, die Sanierung der Kläranlage in Neumarkt-St. Veit oder die Wasserversorgung – in die Hand nehmen muss. Insgesamt müsse man rund zwei Millionen Euro investieren, so Ziegleder. Er räumte ein, dass er „noch nicht weiß, wie wir das schaffen sollen. Für uns als kleine Gemeinde ist das eine Riesensumme.“

Gemeinde muss Rücklagen abbauen

Die Gemeinde hatte zum Jahresbeginn Rücklagen in Höhe von rund 1,2 Millionen Euro. Zur Finanzierung der in diesem Jahr geplanten Investitionen müsse man aber eine Million Euro aus den Rücklagen entnehmen. Gleichzeitig muss man ein Darlehen in Höhe von 300.000 Euro aufnehmen, sodass sich der Schuldenstand der Gemeinde auf etwas mehr als 815.000 Euro erhöht. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung von 482 Euro, so Ziegleder.

Er listete die wichtigsten Einnahmen und Ausgaben auf: So hat die Gemeinde im Jahr 2021 rund 217.000 Euro Gewerbesteuer bekommen, 2022 rechnet sie mit 220.000 Euro. Die Einkommenssteuerbeteiligung lag 2021 bei rund 721.000 Euro, für das laufende Jahr rechnet die Verwaltung mit rund 725.000 Euro. Gleichzeitig steigt die Kreisumlage von 612.000 Euro im vergangenen Jahr auf rund 664.000 in diesem Jahr. Im Vermögenshaushalt rechnet Ziegleder mit Ausgaben von rund 1,8 Millionen Euro, schränkte bei der Bürgerversammlung aber ein, dass er schauen möchte, dass „wir a bisserl was sparen können.“

Brückensanierung am Feuerwehrhaus geplant

Zu den Vorhaben, welche die Gemeinde in diesem Jahr umsetzen möchte, gehören unter anderem die Sanierung der Brücke beim Feuerwehrhaus, der Ausbau der Wasserversorgung sowie die Schaffung von Park- und Abstellmöglichkeiten für Autos und Fahrräder am Bahnhof. „Da wollen wir einiges selber machen“, sagte der Bürgermeister.

Vier Interessenten für neues Gewerbegebiet

Sorgen bereitet ihm unter anderem die Kanalisation. So habe eine Untersuchung gezeigt, dass die Kanäle in Piesenkofen zum Großteil marode sind. „Die wurden erst 1998/1999 gebaut, da ist nicht alles ganz richtig gelaufen“, vermutet er.

Zudem arbeite man seit rund drei Jahren an einem neuen Gewerbegebiet. „Da sind wir dran und geben nicht auf“, versicherte er und verriet, dass es mindestens vier Interessenten habe, die sich dort ansiedeln wollen.

2022 gibt es wieder ein Dorffest

Bürgermeister Ziegleder kündigte an, dass am 17. Juli das Dorffest stattfinden soll. Darauf habe er sich mit den Vereinen bereits verständigt. Zudem soll es im Herbst mit der Verlängerung des Radweges nach Aich losgehen. Sowohl Egglkofen als auch die Nachbargemeinde Bodenkirchen hätten bereits die notwendigen Grundstücke gesichert. Allerdings war Ziegleder skeptisch: „Die Aussagen des Straßenbauamtes Rosenheim sind mit Vorsicht zu genießen.“

Elternäußern Sorge um nicht gesichertes Regenüberlaufbecken

„Auf geht‘s, Leit, fragts uns“, forderte Bürgermeister Johann Ziegleder (ULE) die Bürger auf, Fragen zu stellen. Dabei tauchte die Sorge auf, dass das Regenüberlaufbecken beim Kindergarten nicht gesichert ist. Dort führt auch der Schulweg vorbei, und das sei gefährlich. Ziegleder verwies darauf, dass das Becken so gebaut sei, dass nichts passieren kann. Zudem warf er den Ball den Eltern zurück, die ihre Kinder so erziehen müssten, dass sie aufpassen. Er versprach aber auch, dass das Thema noch einmal im Gemeinderat aufgegriffen wird.

Keine Chance auf Radweg durch den Ort

Eine Nachfrage gab es auch wegen der Streckenführung des geplanten Radweges nach Aich. Zudem wurde gefragt, ob es auch eine Chance für einen Radweg durch das Dorf gebe. Da sah Ziegleder keine Möglichkeit.

Die geplante Brückensanierung beim Feuerwehrhaus wurde nicht durchweg positiv gesehen. Es wurde die Befürchtung geäußert, dass die Autofahrer, die von Rieberseck kommen, noch schneller fahren, wenn die Brücke saniert ist. Diese Sorge teilte Ziegleder nicht. Er sah auch keine Notwendigkeit, dort die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer zu reduzieren.

Gehweg für Kinderwagen nicht nutzbar

Angeregt wurde eine Sicherung des Spielplatzes beim Baugebiet Bäckerberg. Beim Baugebiet Bergblick sei der Gehweg am Ende für Kinderwagen nicht nutzbar. Bürgermeister Ziegleder versprach, diesen Dingen nachzugehen.

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