17 Jahre nach den ersten Plänen: Kellerstraße in Neumarkt-St. Veit wird ab März saniert

Die Kellerstraßehätte schon vor Jahren saniert werden sollen. Jetzt ist es endlich soweit: Ab Mitte März werden Fahrbahn und Gehweg komplett erneuert, Ende Juli soll alles fertig sein. Enzinger

Im dritten Anlauf kann die Stadt Neumarkt-St. Veit endlich das 175 Meter lange Teilstück der Kellerstraße sanieren. Die ersten beiden Versuche sind an dem Widerstand der Anlieger gescheitert, den es jetzt nicht mehr gab.

Von Raphaela Lohmann

Neumarkt-St. Veit– Schon bald kann die Stadt Neumarkt-St. Veit einen Haken hinter der Sanierung der Kellerstraße setzen. Erst Pläne hierfür gab es 2003, die aber am Widerstand der Anlieger gescheitert sind. Mitte März beginnen die Arbeiten an dem 175 Meter langen Teilabstück der Kellerstraße – und die Anlieger müssen sich nicht an den Kosten beteiligen.

Bereits 2003 wollte der Neumarkter Stadtrat die Sanierung der Kellerstraße anpacken – stieß dabei aber auf Widerstand der Anlieger. Geschätzt 60 000 Euro hätte damals die Sanierung gekostet, doch die Anwohner wehrten sich mit einer Unterschriftenliste gegen eine finanzielle Beteiligung. Mit Erfolg. Drei Jahre später ein zweiter Versuch der Stadt. Die Kosten lagen dann schon bei 75 000 Euro, beteiligen an den Ausbaukosten wollten sich die Anlieger noch immer nicht.

Anwohner finanziell nicht beteiligt

Nachdem es die Straßenausbaubeitragssatzung nun nicht mehr gibt und sich damit Anlieger nicht mehr finanziell beteiligt werden, war die Stadt mit dem dritten Anlauf erfolgreich. Mitte März soll nun die Sanierung des Teilabschnitts der Kellerstraße starten. Die Straße soll im unteren Teil – von der Altöttinger Straße gesehen – saniert werden. Auf einer Länge von 175 Metern werden Fahrbahn und Gehweg komplett erneuert. Im Zuge dessen werden auch notwendige Wasserleitungen neu verlegt, alte Leitungen ersetzt. Sinkkästen und Straßenabläufe müssen erneuert werden ebenso die Einfassungen. Außerdem werden weitere verschiedene Versorgungsleitungen ergänzt beziehungsweise ausgetauscht, wie die Stadt mitteilt.

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Die Maßnahme nutzt die Stadt auch dazu, um Leerrohre für Glasfaseranbindung für jedes Grundstück zu verlegen. Nach jetzigem Planungsstand wird die Telekom die beiden vorhandenen Verteilerstationen mit Glasfaser anfahren und damit, auch schon ohne direkten Glasfaser-Hausanschluss, die Anschlusswerte erhöhen. Nach Aussage der Telekom gegenüber der Stadt sollen bis zu 250 Mbit/Sekunde möglich sein. Wann direkte Glasfaser-Hausanschlüsse möglich sein sollen, ist aber bislang nicht bekannt und wird momentan von der Telekom auch noch nicht vorangetrieben. Auch Vodafone hat in der Kellerstraße ihre Versorgung für Telefon und Internet.

Arbeiten dauern bis Ende Juli

Im Zuge des Ausbaus verschwinden die oberirdischen Versorgungsleitungen vom Stromanbieter Bayernwerk ins Erdreich. Unter der Kellerstraße führt auch eine Hauptgasleitung von Energie Südbayern, die um einzelne Hausanschlüsse ergänzt werden soll.

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Ende Januar hat der Stadtrat den Auftrag für die Wasserleitungs- und Straßensanierungsarbeiten an die Firma Swietelsky aus Burghausen gegeben, die mit 370 468,94 Euro brutto das wirtschaftlichste Angebot abgegeben hat.

Vorgesehener Baubeginn ist Mitte März. Die Bauzeit wird bis voraussichtlich Ende Juli dauern. Soweit irgendwie möglich, wird die Zufahrt zu den Anwesen einseitig möglich sein. Zufahrtmöglichkeiten gibt es über den Kellerweg, Kellerstraße ab Birkenstraße, Talstraße und von-Taxis-Straße.

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