26 Jahre lang Erhartings Bürgermeister: Georg Kobler verabschiedet sich in den Ruhestand

Nach einem Vierteljahrhundert verabschiedet sich Georg Kobler aus der Gemeindepolitik. Sommer

Ein Viereljahrhundert wegweisender Entscheidungen und voller Anekdoten:Über dankbare Braupaare und skeptische Enkelknder an der Haustür

Von Martina Fuhrmann

Erharting – Zum 1. Mai ist Georg Kobler 26 Jahre Bürgermeister der Gemeinde Erharting und er verabschiedet sich nach dieser Amtsperiode in den Ruhestand. Er blickt auf ereignisreiche und erfolgreiche Jahre zurück und er prägte entscheidend das heutige Dorfbild:

Auf seine Initiative hin entstanden vier neue Baugebiete sowie die flächendeckende Entwässerungseinrichtung, die Wasserversorgung wurde verbessert, Gemeindestraßen ausgebaut und es entstanden die Gewerbegebiete Frixing und Maxing, die dem Dorf einen positiven Finanzhaushalt sichern.

Prägend für diese Zeit war die Sachlichkeit, mit der Kobler politische Entscheidungen herbeiführte: „Schwierigkeiten müssen so vorbereitet werden, dass sie zu lösen sind. Mit manchen Menschen ist das einfacher als mit anderen. Entscheidend am Ende ist aber immer die Lösung.“, so der erfahrene Bürgermeister.

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Gerne erinnert er sich an die Hilfsbereitschaft, an die Höflichkeit und Dankbarkeit seiner Gemeindebürger, und auch an ihre Anerkennung. Er hat den Menschen aber auch von seinen negativen Seiten kennlernen dürfen, worauf er sich zu einer pragmatischen Gelassenheit entschied, „denn,“ so Kobler, „man kann den Menschen nicht ändern, man kann nur das Beste daraus machen“.

Die Nähe zu seinen Mitbürgern ließen ihm schöne, nachdenkliche und auch lustige Erlebnisse zuteil werden, an die er sich dankbar erinnert: „Bei einer Hochzeitsgesellschaft, ein Paar aus Neuötting, hat sich jeder einzelne bei mir bedankt und das Brautpaar hat sich noch nach Wochen bei mir Rathaus dankend ausgesprochen, so positiv gestimmt war diese Gesellschaft.“ Und bei einer Gratulation zum Geburtstag, erinnert sich Kobler lachend, wurde er von einem kleinen Bub wieder weggeschickt. „Wir kaufen nichts!“, rief ihm der Knabe aus der offenen Tür zu, als er mit dem Geschenkkorb seine Aufwartung machen wollte. Nur mit den Süßigkeiten im Korb ließ sich der Kleine endlich umstimmen.

In die Zukunft blickend, freut sich Kobler darauf, das tun und lassen zu dürfen, was er will. Er ist gespannt, auf die Dinge, die noch auf ihn zukommen werden.

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