Irls Jäger ziehen Bilanz – Weniger Rehe als im Vorjahr

Der Rehbestand im Bereich der Jagdgenossenschaft Irl ist leicht rückläufig. Das wurde durch die Anhebung des Abschlussplanes erreicht. Maier

Sorgen bereiten den Jägern und den Jagdgenossen der Forstbestand und die weitere Vermehrung der Bodenbrüter, besonders der Kiebitze, der deutschlandweit stark gefährdet ist. Dass der Kiebitz überhaupt noch vorkommt, liegt auch an seinem hohen Lebensalter von über 20 Jahren.

Irl – Trotz Schutzmaßnahmen durch Landwirte und Jäger ist die Gefahr durch natürliche Feinde groß, vor allem die Krähen, die während der Brutzeit geschützt sind und die Nester „rauben“. Grundbesitzer, die kiebitzfreundlich wirtschaften und die Brutplätze abstecken, werden mit Zuwendungen honoriert. Das war ein Thema bei der Jagdversammlung beim „Wirt z´Irl“, wo auch das Rehessen sowie die Berichte von Vorstandschaft und Jagdpächter auf der Tagesordnung standen.

Kassenführer Eduard Maier trug einen detaillierten Kassenbericht vor. Durch die Neuanschaffung und Instandhaltung von Maschinen und Geräten war ein Minus zu verzeichnen. Die Kosten für den neuen Holzspalter betrugen 4800 Euro . Durch die Rücklagen ist dennoch ein solider Kassenbestand gegeben. +++ Tipp der Redaktion: Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Der Vorsitzende Georg Blieninger freute sich, dass das Jahr insgesamt ruhig verlaufen ist. Er berichtete von Vorstandschaftssitzungen und Versammlungen, bei denen auch der Abschussplan besprochen wurde. Viel im Einsatz waren wieder die vereinseigenen Maschinen und Geräte. Mit der Walze wurden 190 Tagwerk bearbeitet, mit dem Mulchgerät waren es 435 Tagwerk, für das neue Mulchgerät wurden 1800 Euro draufbezahlt.

Nachfrage nach Zwischenfrucht-Saatgut ist höher

Für den Zwischenfruchtanbau wurde wieder Saatgut zur Verfügung gestellt, berichtete Vorsitzender Blieninger. Für die Gemarkung Irl wurde im vergangenen Jahr Saatgut für 22 Hektar zur Verfügung gestellt, die Nachfrage ist jedoch höher. Bei den Neuwahlen im vergangenen Jahr wurde die Vorstandschaft im Amt bestätigt. Neu besetzt wurde nur der Kassenprüfer von Georg Geiselbrechtinger.

Die Jagdgenossenschaft habe auch Geld für eventuelle Schäden durch das Schwarzwild zurückgelegt, so Blieninger, und dem Antrag von den Jägern für eine Beteiligung beim Kauf einer Bieberfalle sei zugestimmt worden.

Zahl der Jäger ist gestiegen

Jagdpächter Alfred Lantenhammer informierte die Jagdgenossen, dass sein Areal um zwei Jäger erweitert wurde, die mit Erfolg die Jagdprüfung abgelegt hatten.

Durch die Anhebung des Abschussplanes ist der Rehbestand leicht rückläufig. Die alten Böcke bleiben bestehen, sie verhindern den Verbiss durch das Jungwild.

Gutes Einvernehmen besteht mit den angrenzenden Jagdvereinen. Bei einer kleinen Treibjagd wurden Hasen, ein Dachs und zehn Füchse erlegt. Lantenhammer erwähnte auch, dass mit dem Einsatz der Kitzretter zwar positive Erfahrungen gemacht werden, die frühzeitige Bekanntgabe der Mähtermine aber essenziell wichtig sei.

Krähen müssen weiter bejagt werden

Der Bericht von Jagdpächter Raphael Bach zeigte auf, dass es immer noch einen relativ hohen Anteil von Wildschäden durch Kollisionen mit Autos gebe. Kitzretter, die ein blaues Licht und ein akustisches Signal aussenden, fördern, dass die Geiß das Kitz aus der Wiese holt. Probleme bereiten aktuell nur die Krähen, die weiterhin bejagt werden. Bach wies darauf hin, dass das Schwarzwild näher komme und die Gefahr zunehmen würde. Es müsse auch festgestellt werden, so der Jagdpächter, dass sich der Biber weiter ausbreitet. Die entstehenden Schäden seien enorm.

Unter dem Punkt Wünsche und Anträge gab Jagdvorsitzender Blieninger bekannt, dass der alte Klauenstand verkauft werde.

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