Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Niedertaufkirchen stellt Haushalt auf

Hunderttausende Euro für den Breitbandausbau – Verkaufsstopp für Grundstücke bleibt

Nur zwei Bauplätze bleiben: Das neue Baugebiet in Niedertaufkirchen ist fast komplett bebaut. Drei Grundstücke will die Gemeinde aktuell nicht verkaufen. Das hat der Gemeindrat im Rahmen der Haushaltsdebatte beschlossen.
+
Nur zwei Bauplätze bleiben: Das neue Baugebiet in Niedertaufkirchen ist fast komplett bebaut. Drei Grundstücke will die Gemeinde aktuell nicht verkaufen. Das hat der Gemeindrat im Rahmen der Haushaltsdebatte beschlossen.
  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
    schließen

Wegen personeller Engpässe in der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach wurde hat Niedertaufkirchen erst jetzt einen Haushalt für das laufende Jahr präsentiert.

Niedertaufkirchen – „Die haushaltslose Zeit hat ein Ende“, kommentierte Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler den Umstand, dass der Gemeinderat nun endlich über den Haushalt des laufenden Jahres abstimmen konnte. Weil es zu personellen Engpässen in der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach gekommen war, konnte der geschäftsführende Beamte, Georg Wagenbauer, erst jetzt das Zahlenwerk vorstellen, das Bürgermeister Winkler sogar als „Kunstwerk“ bezeichnete.

Lesen Sie dazu auch: Veränderung als Daueraufgabe: So stellt sich Waldkraiburger Stadtverwaltung für die Zukunft auf

Und dieses Kunstwerk ist insgesamt 3,84 Millionen Euro schwer, es teilt sich auf in den Verwaltungshaushalt mit 2,58 Millionen Euro und in den Vermögenshaushalt mit 1,26 Millionen Euro.

Viel Geld auf der hohen Kante

Der Stand der Rücklagen betrug zu Beginn des Haushaltsjahres 3,31 Millionen Euro. Ermöglicht wurden diese Ansparungen etwa durch gute Steuereinnahmen, den Verkauf von Baugrundstücken und wirtschaftliches Handeln. Nach einer geplanten Entnahme in Höhe von rund 710.850 Euro werden sie zum Jahresende auf rund 2,6 Millionen Euro sinken. Die Rücklage dient zur Finanzierung künftiger Investitionen. Wagenbauer verwies auf den Straßenbau, die mögliche Erweiterung des Kindergartens und den weiteren Breitbandausbau.

Letzterer kostet Geld: Im aktuellen Haushaltsjahr sind circa 10.000 und im nächsten knapp 40.000 Euro für Planungsleistungen sowie jeweils 10 000 Euro für Leerrohre vorgesehen. Für den Breitbandausbau hat die Gemeinde bereits in den Vorjahren Investitionszuschüsse in Höhe von rund 804.820 Euro, abzüglich einer Vertragsstrafe von 40.200 Euro, geleistet. Die noch offenen Zuwendungen für die erste Ausbaustufe in Höhe von circa 94.600 Euro werden in diesem Jahr erwartet. Die Gesamtsumme der Zuwendungen beträgt dann knapp 611.600 Euro.

Auch interessant: Großes Interesse an Bürgerversammlung: Oberneukirchen bleibt weiter schuldenfrei

Im Baugebiet „Einfeld II“ sind von den 31 gemeindlichen Baugrundstücken bereits 29 verkauft. Der Gemeinderat hat für die restlichen Parzellen beschlossen den Verkaufsstopp beizubehalten.

Mit Blick auf 2022 wies Wagenbauer darauf hin, dass für den Neubau des öffentlichen Feld- und Waldweges „Lossinger Straße“ einschließlich der Brücke circa 516.550 Euro veranschlagt sind. Im Jahr 2021 sind hierfür 25.000 Euro eingeplant. In 2022 und 2023 sind die Zuwendungen je zur Hälfte mit circa 123.000 Euro einkalkuliert. Die größten Posten bei den Ausgaben und Einnahmen bewegen sich im Bereich einer Dreiviertelmillion Euro. So freut sich die Gemeinde zwar über eine hohe Einkommensteuerbeteiligung (780.800 Euro), knapp zehn Prozent mehr als 2020. Doch fast die gleiche Summe (751 400 Euro) muss Niedertaufkirchen als Kreisumlage abdrücken. An Schlüsselzuweisungen erhält die Gemeinde rund 563 500 Euro, an Gewerbesteuer 205.000 Euro und als Zuweisungen 153.450 Euro.

Gebühren für Kanal (125.100 Euro) und Wasser (91.000 Euro) sowie Grundsteuer A (72.500 Euro) und B (66.800 Euro) sowie Straßenunterhaltungspauschale (61.600 Euro) vervollständigen diese Liste.

Personalausgaben steigen weiter

Neben der Kreisumlage muss Niedertaufkirchen Personalausgaben in von 578 100 Euro stemmen, ein Plus von knapp 64 000 Euro. Die weiteren größeren Posten im Verwaltungshaushalt teilen sich auf die Zuführung zum Vermögenshaushalt (256 400 Euro) und die VG-Umlage (239 600 Euro) auf.

Weitere Nachrichten aus dem Landkreis Mühldorf

Im laufenden Jahr kann die Gemeinde trotz der Belastungen Schulden abbauen. Zu Beginn des Haushaltsjahres lagen diese bei 233.328 Euro. Planmäßig sollen in diesem Haushaltsjahr 33.343 Euro getilgt werden. Für 2021 ist keine Kreditaufnahme veranschlagt.

Im Haushaltsjahr 2021 wird ein Kontokorrentkredit in Höhe von 300.000 Euro festgesetzt. Dies könnte sich zur kurzfristigen Deckung des laufenden Kontos als notwendig und aufgrund des günstigen Zinsniveaus als äußerst wirtschaftliche Lösung erweisen.

Die größten Investitionen der Gemeinde

  • Grundstückserwerb: 710.000 Euro
  • VG-Umlage (Rathausumbau): 101.650 Euro
  • Wasserleitungsbau (Kager, Zerlöd, Linner): 96.000 Euro
  • Abwasserbeseitigung (mögliche Rückzahlung von Zuwendungen): 45.700 Euro
  • Gemeindestraßen: 45.000 Euro
  • Schulhaus (Elektroinstallation): 38.000 Euro
  • Tilgung von Krediten : 33.350 Euro
  • Straßenbau: 51.000 Euro
  • Kindergartenanbau (Konzept): 20.000 Euro

Mehr zum Thema

Kommentare