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Aus dem Gemeinderat

Hilfe gegen Überschwemmungen: Brodfurther fordern Gemeinde Lohkirchen zum Handeln auf

Wenn in kurzer Zeit 7000 Kubikmeter Wasser vom Himmel regnen sind die aktuellen Entwässerungslösungen überfordert. Der Gemeinderat Lohkirchen diskutierte jetzt Lösungen, um bei Starkregenereignissen künftig gewappnet zu sein.
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Wenn in kurzer Zeit 7000 Kubikmeter Wasser vom Himmel regnen sind die aktuellen Entwässerungslösungen überfordert. Der Gemeinderat Lohkirchen diskutierte jetzt Lösungen, um bei Starkregenereignissen künftig gewappnet zu sein.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Beim Pfingstunwetter am 5. Juni kam es zur Überflutung von Fahrbahn und Gehweg in Brodfurth, aber auch zu Überflutungen in privaten Grundstücken. Eigentümer und Mieter dreier Anwesen östlich der Staatsstraße 2091 in Brodfurth sind an die Gemeinde herangetreten mit der Forderung, Abhilfe zu schaffen.

Lohkirchen – Jetzt beschäftigte sich der Gemeinderat mit dem Thema. Dazu gab es bei der Sitzung im Sitzungssaal der Gemeindekanzlei zunächst einige Hintergrundinformationen. Zum Beispiel wird das Oberflächenwasser von Gehweg und Staatsstraße aktuell über eine Rohrleitung der Größen DN 400 und DN 600 abgeleitet, die sich in der Baulast des Staatlichen Bauamtes Rosenheim befindet.

7000 Kubikmeter Wasser in kurzer Zeit

Das Einzugsgebiet der im Gehweg verlaufenden Rohrleitung beträgt nach Angaben der Verwaltung rund 17 Hektar. Konkret rechnet man pro Millimeter Regen auf einem Quadratmeter mit einem Liter pro Quadratmeter beziehungsweise zehn Kubikmeter pro Hektar. Bei 40 Millimeter Regen, der an jedem Starkregenereignis zu Pfingsten in einer Stunde gefallen sein soll, bedeutet dies, dass auf den circa 17 Hektar rund 7000 Kubikmeter Wasser innerhalb eines sehr kurzen Zeitraumes niedergegangen sein müssen.

In Fachkreisen ist man sich einig: Über Gullys und Rohrleitungen können solche Mengen nicht abgeleitet werden, weil deren Bau technisch kaum lösbar, vor allem aber nicht finanzierbar wäre. Man war sich also dahingehend einig, dass Regenwasser bei Starkregen oberflächlich abfließen sollte – und das möglichst schadlos.

Bei Starkregen „schwappt“ das Wasser über

Zum Ist-Zustand war zu erfahren, dass eine Rohrleitung und ein Straßengraben existieren, deren Betreiber das Staatliche Bauamt Rosenheim ist. Für den Gehweg ist die Gemeinde zuständig. Der Gehweg hat eine Entwässerung mit Wasserführung und Gullys, die in die im Gehweg verlaufende Rohrleitung der Staatsstraße entwässern. Bei normalem Regen funktioniert die Entwässerung, heißt es seitens der Verwaltung. Bei Starkregen „schwappt“ das Wasser allerdings über die Randsteine und läuft in die Grundstücke.

Bürgermeister lässt den Graben säubern

Bürgermeister Siegfried Schick (UWG) erklärte daraufhin, dass der Graben im Norden von Brodfurth an der Ausgleichsfläche zu sei und geräumt werden soll, die Rohre und Schächte seien zu säubern. Der Auftrag dafür wurde bereits erteilt.

Der Gehweg wurde mit Gefälle zu den Grundstücken gebaut, um von dort leichter ausfahren zu können.

Erhöhung von privaten Zufahrten angeregt

Die Gemeinde hat nun vorgeschlagen, den Gehweg mit Gefälle zur Staatsstraße zu schwenken. Die Erhöhung der privaten Zufahrten müssten aber die Anlieger übernehmen. Die Anlieger sind jedoch nicht bereit, diese Arbeiten zu übernehmen. Sie vermuten, dass eine regelmäßige Räumung des Grabens bereits eine deutliche Verbesserung bringen sollte.

Situation genauer beobachten

Man war sich schließlich einig, dass beim nächsten Starkregenereignis die Situation genauer beobachtet werden soll. Der Gemeinderat nahm dies zur Kenntnis. Mit dem Vorschlag der Anlieger bestand dann auch Einverständnis. Eine Entscheidung zu diesem Tagesordnungspunkt wurde am Ende zurückgestellt.

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