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Der Haushalt 2022 steht

Darum muss Niedertaufkirchen tief in die Rücklagen greifen

Man wohnt gerne in Niedertaufkirchen. Bis auf zwei Baugrundstücke ist in Einfeld alles verkauft.
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Man wohnt gerne in Niedertaufkirchen. Bis auf zwei Baugrundstücke ist in Einfeld alles verkauft.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Verschiedene Projekte in Niedertaufkirchen verschlingen Millionenbeträge. Das sind die Kern-Investitionen und so will die Gemeinde die Herausforderungen stemmen.

Niedertaufkirchen – Konzentriert habe er am Zahlenwerk gearbeitet, einsperren habe er sich in der Verwaltungsgemeinschaft lassen, damit er ungestört arbeiten kann. Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler meinte damit den VG-Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer, der in der jüngsten Gemeinderatssitzung den Haushaltsplan für das Jahr 2022 vorgestellt hat.

Die Zahlen darin sind im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nur unwesentlich höher. So schließt laut Plan der Verwaltungshaushalt mit 2,72 Millionen Euro, ein Plus gegenüber 2021 in Höhe von 140 000 Euro. Der Vermögenshaushalt schlägt mit 1,36 Millionen Euro zu Buche, gegenüber dem Vorjahresergebnis eine Minderung von rund 23 300 Euro.

Anspruchsvolle Projekte stehen an

Wie Wagenbauer in seinem Vorbericht feststellte, habe die Gemeinde in den vergangenen Jahren gut gewirtschaftet, 3,6 Millionen Euro befänden sich in den Rücklagen. Nach einer geplanten Entnahme in Höhe von 846 500 Euro werden die Rücklagen zum Jahresende immer noch rund 2,76 Millionen Euro betragen. „Ein Betrag, den wir in den Folgejahren gut gebrauchen können“, so Wagenbauer. Schließlich habe die Gemeinde mit der Erweiterung des Kindergartens ein anspruchsvolles Projekt zu stemmen.

Die Erneuerung der Lossinger Straße nebst Brückenbau (blaues Feld) kommt der Gemeinde teuer zu stehen. Über eine halbe Million Euro kostet die Maßnahme.

Insgesamt 3,6 Millionen für den Kindergarten

3,6 Millionen Euro seien insgesamt für die Verwirklichung bis ins Jahr 2024 vorgesehen. 417 000 Euro noch in diesem Jahr, der Rest in den Folgejahren. Die Erweiterung der Einrichtung ist auf dem bestehenden Bolzplatz vorgesehen. Der soll deswegen verlegt werden. Insgesamt hat die Gemeinde hier 50 000 Euro für heuer und nächstes Jahr eingeplant.

Neue Brücke in Lossing

Als weiteren großen Posten nannte Wagenbauer den Ersatz- beziehungsweise Neubau des öffentlichen Feld- und Waldweges „Lossinger Straße“ einschließlich der Brücke, die mit insgesamt 575 000 Euro veranschlagt ist. 2020/2021 sind bereits 25 250 Euro investiert worden. 2023 und 2024 sind Zuwendungen in Höhe von insgesamt 240 000 Euro eingeplant.

Die Gemeinde schafft es auch in diesem Jahr, planmäßig Schulden abzubauen. Von den rund 200 000 Euro Schulden – was einer Pro-Kopf-Verschuldung von 137 Euro entspricht – sollen in diesem Jahr 33 334 Euro getilgt werden.

Kreisumlage ist die größte Ausgabe

Es ist keine neue Kreditaufnahme eingeplant. Allerdings wird ein Kontokorrentkredit in Höhe von 300 000 Euro festgesetzt, der kurzfristig zur Deckung des laufenden Kontos notwendig sein könnte. Insgesamt 804 820 Euro hat die Gemeinde in den vergangenen Jahren in den Breitbandausbau investiert. Weitere 25 000 Euro sind in diesem Jahre für Planungsleistungen eingepflegt. 10 000 Euro sind für die Verlegung von Leerrohren eingeplant.

Gemeinde erwartet hohe Schlüsselzuweisung

Dann stellte Wagenbauer noch die größten Posten auf der Einnahme- und der Ausgabenseite im Verwaltungshaushalt gegenüber. Mit 817 200 Euro bildet die Einkommensteuerbeteiligung den größten Posten bei den Einnahmen, dahinter folgen Schlüsselzuweisungen (653 900 Euro) sowie die Gewerbesteuer (200 500 Euro) und Zuschüsse für den Kindergarten (175 000 Euro).

Kreisumlage ist der größte Ausgabeposten

Den größten Posten bei den Ausgaben stellt die Kreisumlage mit 728 900 Euro dar. Die Personalausgaben folgen mit 645 150 Euro sowie die VG-Umlage in Höhe von 295 550 Euro. Dem Vermögenshaushalt werden 139 350 Euro zugeführt.

Einstimmig und ohne Diskussion

Zum Zahlenwerk von Geeorg Wagenbauer gab es keinerlei Diskussionen. Schließlich hat der Gemeinderat den Haushaltsplan und die Haushaltssatzung einstimmig angenommen und als Satzung beschlossen. Außerdem segnete der Rat die Finanzplanung bis ins Jahr 2025 ab.

Die Zahlen im Überblick

Einnahmen: Einkommensteuerbeteiligung 817 200 Euro; Schlüsselzuweisungen 653 900 Euro; Gewerbesteuer 200 500 Euro; Zuschüsse für Kindergarten 175 000 Euro; Entwässerungsgebühren 136 500 Euro; Wassergebühren 92 000 Euro; Grundsteuer A/B 139 100 Euro; Einkommensteuerersatzleistung 63 650 Euro, Straßenunterhaltungspauschale 61 600 Euro, Elternbeitragszuschuss 55 900 Euro.

Ausgaben: Kreisumlage 728 900 Euro; Personalausgaben 645 150 Euro; VG-Umlage 292 550 Euro; Zuführung Vermögenshaushalt 139 350 Euro; Betriebskostenförderung (auswärtige Kindergärten) 84 700 Euro; Unterhalt Abwasserbeseitigungsanlage 58 800 Euro; Fremdwasserbezug 57 250 Euro; Kostenerstattung für Reinigung der Abwässer 56 000 Euro, Schulverbandsumlage Mittelschule 50 750 Euro; Stromkosten Abwasserbeseitigungsanlage 37 100Euro.

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