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Kaplan blickt zurück

Handwerkszeug in Neumarkt gelernt: Gut gerüstet geht es jetzt nach Königsdorf-Beuerberg

  • Karlheinz Jaensch
    VonKarlheinz Jaensch
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Mit Bernhard Häglsperger verlässt nach vierjähriger Tätigkeit ein leidenschaftlicher Seelsorger den Pfarrverband. Eine Leidenschaft, die schon in Kinderzeiten geweckt wurde. Der scheidende Kaplan plaudert aus dem Nähkästchen.

Neumarkt-St. Veit – Vier Jahre war Kaplan Bernhard Häglsperger im Pfarrverband Neumarkt-St. Veit tätig. Es waren viele Abschiedsgottesdienste und andere Veranstaltungen, ehe man den beliebten Priester ziehen ließ. Nachdem er sich jetzt als Pfarradministrator und Leiter des Pfarrverbandes Königsdorf-Beuerberg eingerichtet hat, denkt er gerne noch einmal an seine Kaplanszeit zurück.

Rottstadt ist ihm schnell ans Herz gewachsen

Und er gibt in seinem Rückblick zu: Anfangs sei es etwas ernüchternd gewesen, als bekannt war, dass er als Kaplan nach Neumarkt-St. Veit kommen sollte. Als gebürtiger Vilsbiburger habe er das Neumarkter Umland schon bestens gekannt. In der Freizeit hatte er durch Radtouren seine Heimat erkundet und wollte eigentlich eine neue Gegend kennenlernen. Aber schnell sei ihm das Städtchen an der Rott ans Herz gewachsen, „absolut toll“ sagt er heute.

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Als Kind schon gerne Pfarrer gespielt

Der Sohn einer „normal katholischen“ Zimmererfamilie wuchs mit einem Bruder und zwei Schwestern in Vilsbiburg auf und besuchte dort die Schulen. Er hatte schon als Kind gerne Pfarrer gespielt und verstorbene Haustiere feierlich beerdigt, wie er verrät. Seine Ausbildung zum Priester erlangte er an den Hochschulen in Passau und München, bevor er nach Neumarkt kam.

Fleißige Kirchgänger in Neumarkt-St. Veit

Und dort fand er offenbar eine Insel der Glückseligen vor. Der Gottesdienstbesuch sei vergleichsweise hoch gewesen. Er habe erlebt, dass Kirche bei den Leuten „einfach dazugehört“. Dass man Traditionen schätze, aber auch offen sei für Neues. Dass man sich auf der Straße und vom Auto aus grüße. Er genoss „den unkomplizierten, offenen und herzlichen Menschenschlag, der nichts Aufgesetztes hat, sondern sehr ehrlich und authentisch daherkommt.“ Und auch das Volksfest habe ihm gefallen.

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Corona hat die Arbeit nicht gerade erleichtert

„Große Erwartungen hatte ich gar nicht, aber im Nachhinein kann ich mir keine bessere Kaplanstelle vorstellen! Meine Erwartungen gingen vor allem dahin, mein Handwerkszeug als Priester sicher und souverän beherrschen zu lernen“, sagt er.

Dienstlich und privat fühlte er sich bestens aufgenommen. Enger und gerne zusammengearbeitet hat er mit den Firmhelfern und mit dem Kinderbibeltagteam, dem Pfarrgemeinderat von Hörbering, einigen Ministranten, der Kolpingsfamilie. Doch Corona habe hier einige Einschränkungen mit sich gebracht.

Die stille Anbetung vor dem Allerheiligsten war ihm immer wichtig

Wichtig geworden war ihm auch eine kleine Gruppe von Gläubigen, mit denen er regelmäßig stille Anbetung vor dem Allerheiligsten halten konnte. Und natürlich auch all die zahlreichen Musikgruppen, die Gottesdienste mitgestaltet haben.

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Wertschätzendes Klima im Pfarrverband

Das Klima im Pfarrverband fand er wertschätzend und wohlwollend. „Der Pfarrverband wächst immer mehr zusammen“, findet er. „Auch wenn ich auch hie und da schon noch den Schmerz in manchen Pfarreien spürte, dass es eben keinen eigenen Pfarrer mehr vor Ort gibt.“

Neue Aufgabe: Mitarbeit im Kloster Beuerberg

Bernhard Häglsperger wechselt nun von Neumarkt-St. Veit als Pfarrer in den Pfarrverband Königsdorf-Beuerberg. Er geht davon aus, dass er dort zehn bis 15 Jahre bleibt. Als zusätzliche Aufgabe vertraute ihm Kardinal Reinhard Marx die Mitarbeit im Kloster Beuerberg an. Die Diözese will es zu einem Kultur- und Tagungsgebäude erweitern, verrät der Seelsorger dazu.

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