Gymnastik unter freiem Himmel: Endlich wieder gemeinsam Sport nach dem Corona-Lockdown

Harald Eberl in seiner ersten Trainingseinheit mit seiner Gruppe in „Deepwork“.
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Harald Eberl in seiner ersten Trainingseinheit mit seiner Gruppe in „Deepwork“.
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Freude an der Anstrengung: Nach drei Monaten Pause schwitzt man beim TSV Neumarkt-St. Veit wieder in der Gruppe

Neumarkt-St. Veit – Lange genug hat es ja gedauert, bis die Sportvereine – wenigstens im Freien – ihre Sportangebote und Trainingsmöglichkeiten wieder anbieten. Seit Dienstag laufen die Kurse unter den Bedingungen des Coronaschutzes wieder an. Auch in Neumarkt-t. Veit. Alles findet im Freien statt, die Hallen bleiben geschlossen, die Duschen sind tabu. Freisportler wie Fußball, Jogger und Leichtathletik beginnen wieder mit dem Betrieb, Pilates und dergleichen finden nach Möglichkeit eben im Freien statt. Der Neumarkt-St. Veiter TSV-Vorsitzende Harald Eberl eröffnete seine Angebote am vergangenen Montag im Park des Schlosses Adlstein. Das Wetter machte ihm zunächst einen Strich durch die Rechnung. Doch seinen Kurs in „Deepwork“, eine einfache, aber anstrengende und athletische Gymnastikart, nahm er auf der Sportplatzwiese mit seinen Teilnehmern wieder auf.

Das erste Training nach rund dreimonatiger Pause, bei dem sich zehn Teilnehmer nach den Anweisungen ihres Trainers rhythmisch, locker und begeistert bewegten. Sie alle waren sich einig: Endlich dürfen wir uns wieder treffen!

Harald Eberl, 51 Jahre, Deepwork-Trainer: „Dieses funktionelle Training beginnt ruhig und steigert sich langsam bis zum Finale, das die Teilnehmer richtig auspowert. Aber sie bestätigen mir hinterher, dass sie nicht erschöpft sind. Die Übungen fallen leichter, je öfter man das einstündige Programm durchführt. Zwar sind die Geübten im Vorteil gegenüber Anfängern, aber das gemeinsame Tun gibt Schwung. Bei meinen Dauerteilnehmern erkannte ich trotz der Pause kaum Konditionsschwächen. Sie haben allein Sport betreiben.“

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Anna Windhager, 27 Jahre, Recruiterin: „Also, mit diesen Übungen habe ich jeden Mittwoch eine Stunde lang in meinem Körper Kraft und Ausdauer antrainiert. Den bisher erreichten Zustand wollte ich in der Coronakrise nicht verlieren. Ich habe viel gejoggt und bin auch viel Rad gefahren. Aber das ist ja kein Vergleich. Aber Hallo!! Das Trainieren in der Gruppe ist ja ganz etwas anderes. Die Gemeinschaft ist doch beim Sport sehr wichtig. Diese erste Übungsstunde habe ich gut durchgestanden und freue mich, wenn das jetzt so weitergeht.“

Lydia Eberl, 39 Jahre, Arzthelferin:„Jeder möchte sportlich, beweglich und gesund bleiben. Früher habe ich schon Pilates mitgemacht, liebe die Lauftreffs, jetzt bin ich zu Deepwork gekommen. Es macht richtig Spaß. In der langen Pause habe ich schon Sport betrieben. Unter anderem bin ich „virtuell“ gelaufen. Dabei läuft man tatsächlich irgendwelche Rennen, obwohl keine Gegner sichtbar sind. Aber mit den Sport hier in der Gemeinschaft ist das nicht vergleichbar. Ich freue mich, dass es wieder weitergeht, wenn auch noch eingeschränkt.

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