Thema im Gemeinderat

Gute Finanzlage trotz Corona-Krise: Oberbergkirchen blickt zuversichtlich ins neue Jahr

Das Schmuckstück der Gemeinde: Über vier Millionen Euro kostete das Kinderhaus. Im September wurde es bezogen, doch fehlen noch Ausstattungselemente.
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Das Schmuckstück der Gemeinde: Über vier Millionen Euro kostete das Kinderhaus. Im September wurde es bezogen, doch fehlen noch Ausstattungselemente.
  • vonSabine Gillhuber
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Die Ausstattung für den Kindergarten ist noch nicht ganz vollständig. Die Gemeinde Oberbergkirchen bewilligt das Geld für eine Nachbestellung im Wert von 17.500 Euro.

Oberbergkirchen – Das neue Kinderhaus in Oberbergkirchen hat im September den Betrieb aufgenommen und meisterte auch die zuletzt Corona-bedingten Einschränkungen hervorragend. Darüber sind sich Kita-Leitung und Gemeinde einig. Seitens der Kita-Leitung wurde jedoch festgestellt, dass noch einige wichtige Ausstattungsgegenstände fehlen. So werden noch Pinnwände und Whiteboards benötigt, die für Aushänge und zur Eltern-Information wichtig sind.

Nachbestellung in Höhe von 17 500 Euro

Auch das inzwischen 24 Personen starke Kindergarten-Team benötigt einen Schrank mit ausreichend Platz, um persönliche Gegenstände zu verstauen. Gerade im Krippenbereich sei etwa Wechselkleidung unabdingbar, erläuterte Gemeinderätin und Kindergärtnerin Manuela Brenninger (UWG) im Rahmen der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Vorschläge sind „vernünftig, praktisch und zeitlos“

Bürgermeister Michael Hausperger (CSU) erklärte, dass anfangs noch nicht klar gewesen sei, welche Ausstattung vom alten Kindergartengebäude übernommen werden kann und welche zusätzlichen Anschaffungen nötig sein werden. Alle Vorschläge seien jedoch vernünftig, praktisch und zeitlos. Die Nachbestellung von Einrichtung und Ausstattung in Höhe von 17 500 Euro wurde deshalb einstimmig genehmigt.

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Zwei Millionen Euro Schulden – weil die Gemeinde in Vorausleistung gegangen ist

In diesem Zusammenhang kam Bürgermeister Hausperger auch auf die finanzielle Situation der Gemeinde zu sprechen. Demnach blicke Oberbergkirchen zum Jahreswechsel 2020/2021 auf einen Schuldenstand von knapp zwei Millionen Euro. Das resultiere zum Teil daraus, dass die Gemeinde bei einigen Projekten in Vorausleistung gegangen ist, insbesondere beim Neubau des Kinderhauses sowie beim Breitbandausbau. Die restlichen Zuwendungen werden erst im kommenden Jahr eingehen. Zudem stellte Hausperger fest, dass die Gemeinde Bauland erworben habe. „Würde man die derzeit noch offenen Projekte als abgerechnet berücksichtigen, so hätte die Gemeinde einen Schuldenstand von rund 160.000 Euro.“

Rückgang der Zuweisungen

Und dennoch: Die Corona-Krise wird deutliche Auswirkungen auf die Finanzen der Gemeinde Oberbergkirchen haben. Der Landkreis hat für 2021 und 2022 bereits eine Erhöhung des Umlagesatzes angekündigt. Auch die Zuweisungen des Freistaates Bayern werden ab 2022 wohl zurückgehen, heißt es seitens der Verwaltung. Im Ergebnis wird damit gerechnet, dass im Jahr 2021 rund 200.000 Euro, im Jahr 2022 dann sogar 400.000 Euro weniger zur Verfügung stehen werden als noch in diesem Jahr. In der Verwaltung bleibt man aber optimistisch: Laut Geschäftsstellenleiter Georg Obermaier wird die Gemeinde die Corona-Krise trotzdem „sehr gut stemmen“.

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