Gute Finanzen in der Gemeinde Niedertaufkirchen: Es hapert nur noch mit dem Breitband

Der Baustopp in den Baugebieten von Niedertaufkirchen wird aufrechterhalten. Man dürfe die Infrastruktur nicht außer Acht lassen, bevor weiter Baugebiet ausgewiesen werde, begründete Bürgermeister Sebastian Winkler. Enzinger

Was ist alles gelaufen, was ist alles geplant? In seiner letzten Bürgerversammlung vor der Kommunalwahl trug Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler seinen Rechenschaftsbericht im Gasthof Maier im Ortsteil Roßbach vor. In der vollen Gaststube hörten die Besucher in erster Linie Positives.

Von Karlheinz Jaensch

Niedertaufkirchen – Was ist alles gelaufen, was ist alles geplant? In seiner letzten Bürgerversammlung vor der Kommunalwahl trug Niedertaufkirchens Bürgermeister Sebastian Winkler seinen Rechenschaftsbericht im Gasthof Maier im Ortsteil Roßbach vor. In der vollen Gaststube hörten die Besucher in erster Linie Positives.

Nachdem Winkler die Altersstruktur des Dorfes erläutert hatte, stellte er die Schulsituation dar. Die Klassen 2 a und 3 a werden im eigenen Schulhaus unterrichtet, die Klassen 1 a und 4 a fahren dazu ins Nachbardorf Niederbergkirchen. 13 Mittelschüler fahren nach Neumarkt-St. Veit, einer nach Massing. Die Situation des Kindergartens und der -krippe sei räumlich und personell zwar fast ausgeschöpft, aber auch für das Jahr 20/21 bereits gesichert – und auch genehmigt.

Die Mehrzweckhalle werde schulisch und vereinsmäßig rege genutzt, die Photovoltaikanlage erbringe eine gute Einspeisevergütung. Instandhaltungsarbeiten und Gerätereparaturen seien inzwischen veranlasst, erklärte der Bürgermeister.

Der momentan begrenzten Baustopp in den Baugebieten begründete Winkler damit, dass man auch auf die Infrastruktur zu achten habe, diese nicht vernachlässigt werden dürfe. Außerdem stünden ohnehin nur noch zwei Plätze zur Verfügung.

Schneemangel entlastet Bauhof

Bei Abwasser und Kanal seien die geplanten Vorhaben erfüllt. Eine Verteuerung des Wassers kündigte er wegen der Preiserhöhung des Lieferanten aus Neumarkt-St. Veit an. Auch die Abwassergebühren nach Mühldorf drohen anzusteigen, verhehlte Winkler nicht.

+++ Tipp der Redaktion:Kennen Sie schon unseren kostenlosen Feierabend-Newsletter? Die Top-Themen der Region um 17 Uhr per E-Mail – sauber ausrecherchiert und aufgeschrieben von Ihrer OVB-Redaktion. Jetzt Newsletter ausprobieren! +++

Der Bauhof sei gut ausgestattet und leistet wertvolle Dienste. „Der mangelnde Schneefall hat ihn dieses Jahr ein wenig entlastet“, so Winkler. Zur Verkehrssicherheit im Ort trage weiterhin die kommunalen Verkehrsüberwachung bei, verdeutlichte Winkler.

Nur einen Wermutstropfen gab es bei der Bürgerversammlung: Der Vertrag zumBreitbandausbau mit der Telekom Deutschland GmbH wurde verspätet und noch nicht vollständig erfüllt. Die Verwaltung bestehe jedoch weiterhin auf baldige Erfüllung. Die zweite Ausbaustufe sei momentan vertagt. „Die große Fläche der Gemeinde erleichtert diesen Ausbau nicht“, wusste Winkler darüber zu berichten.

Teure Kreisumlage, kostspieliger Breitbandausbau

Geschäftsstellenleiter Georg Wagenbauer brachte dann noch aktuelle Haushaltszahlen. Demnach schloss der Verwaltungshaushalt mit rund 2,3 Millionen Euro und der Vermögenshaushalt mit 1,2 Millionen Euro. Als Haupteinnahmen nannte er die Einkommensteuer, die Schlüsselzuweisungen und den Grundstücksverkauf. Die höchsten Ausgaben verursachten die Kreisumlage, der Breitbandausbau und andere Umlagen.

Winkler will auch in diesem Jahr den Straßenbau, den Erhalt von Straßen und Kanal, die öffentlichen Gebäuden und dem Breitbandausbau fördern. Den Betreuungsplätzen und dem dazu nötigen Fachpersonal schenkt er besonderes Augenmerk. In der anschließenden Diskussion erklärte das Gemeindeoberhaupt die Gründe für den Baustopp und die Situation im Kindergarten. Anregungen zur Erhellung eines Schulweges will er gerne nachgehen.

Landrat Georg Huber: Bauland wird knapper

Landrat Georg Huber lobte die Zusammenarbeit der Gemeinde mit seinem Amt und ging auf den Mangel an Fachpersonal für Betreuungsplätze ein. Zum Wohnungsbau empfahl er, künftig Möglichkeiten der „Verdichtung“ ins Auge zu fassen: „Denn Bauland wird immer knapper!“

Kommentare