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VERKAUFSHÜTTE KOMMT

Grünes Licht für Niederbergkirchen Dorfladen auf Kirchengrund – Bürgermeister vermittelt

Die Parkfläche auf der linken Seite entlang der Sarlinger Straße soll als Standort des Dorfladens dienen. Ab Mitte Juni könnten sich die Niederbergkirchener Bürger dann mit regionalen Produkten versorgen.
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Die Parkfläche auf der linken Seite entlang der Sarlinger Straße soll als Standort des Dorfladens dienen. Ab Mitte Juni könnten sich die Niederbergkirchener Bürger dann mit regionalen Produkten versorgen.
  • Josef Enzinger
    VonJosef Enzinger
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Nachdem auch eine Unterschriftenliste gegen den Turnhallen-Standort vorlag setzte sich die Gemeinde für den Platz an der Sarlinger Straße ein. So geht es mit dem Projekt jetzt weiter

Niederbergkirchen – Es gibt eine Lösung bei der Standortfrage des Dorfladens, den die Unternehmerin Michaela Obermeier-Lohner in Niederbergkirchenaufstellen will. Nachdem die Idee einer Hütte, in der regionale Erzeugnisse angeboten werden sollen, die Runde gemacht hatte, war zunächst Widerstand aufgekeimt. Denn der Standort, der in diesem Zusammenhang ins Spiel gebracht wurde – auf dem Parkplatz an der Mehrzweckhalle – war nicht überall auf Zustimmung gestoßen. Am Ende gab es sogareine Unterschriftenaktion gegen den Platz an der Halle. „Eineinhalb DIN A 4-Seiten“, sagt Bürgermeister Werner Biedermann (CSU), der jetzt eine Alternativlösung parat hat.

Glascontainer wird versetzt

Biedermann zeigte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung durchaus Verständnis für die ablehnende Haltung gegenüber eines Standorts vor der Sporthalle. Die Anwohner seien schon mit Lärmbelästigungen konfrontiert gewesen, weil auf dem Parkplatz vor der Mehrzweckhalle ein Glascontainer steht. Wenn nun durch eine Verkaufshütte das Verkehrsaufkommen weiter gesteigert werde, provoziere man den Unmut der Anlieger und das müsse nicht sein.

Bürgermeister zeigt Verständnis für Kritik der Anwohner

„Der Glascontainer an der Hauptstraße lädt Vorbeifahrende, auch solche, die nicht aus dem Ort stammen, förmlich dazu ein, ihr Glas zu entsorgen. Das kommt dann auch schon mal um 5 Uhr morgens vor“, berichtet Biedermann. Deshalb habe man sich auch dazu entschlossen, den Glascontainer zu versetzen, im Wertstoffhof soll er einen neuen Standort erhalten.

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Hütte soll sieben auf drei Meter grß sein

Und auch für die Verkaufshütte hat Biedermann nun einen Alternativstandort. Nachdem sich schon anlässlich der vorletzten Sitzung abgezeichnet hatte, dass die Nachbarschaft einen Laden vor der Halle missbilligend gegenüber steht, hatte der Gemeinderat eine Entscheidung vertagt. Bürger waren aufgefordert worden, Vorschläge für einen Standort zu äußern. Biedermann nutzte die Zeit, um erneut das Gespräch mit der Kirche suchen, ob sich nicht der Parkplatz an der Sarlinger Straße – es handelt sich dabei um Kirchengrund – für den sieben auf drei Meter großen Laden eignen würde.

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Kirche stimmt zu – wenn es keinen Alkoholverkauf zwischen 23 und 5 Uhr gibt

Dieses Gespräch sei nun erfolgt wie Biedermann in der jüngsten, auch von interessierten Zuhörern gut besuchten Gemeinderatssitzung, erklärte. Man sei sich mit Pfarrsekretär Otto Wagner und Pfarrer Franz Eisenmann einig geworden. Allerdings verknüpft die Kirche die Gestattung mit einer Bedingung: Dass zwischen 23 und 5 Uhr aus den Automaten der Verkaufshütte kein Alkohol gezogen werden darf. Man will damit verhindern, dass es zu ungewollten Versammlungen rund um die Verkaufsfläche kommt.

Nur der Strom fehlt noch

Jetzt müssen nur noch der Strom verlegt und auch ein Stromzähler installiert werden, dann steht der Aufstellung der Verkaufshütte nichts mehr im Wege. „Die Pflege des Areals übernimmt dann die Betreiberin des Ladens“, informierte Biedermann die Gemeinderäte. Zufrieden stellte er im Nachgang der Sitzung fest: „Wir haben als Gemeinde den Weg geebnet, alles Weitere liegt nun in der Hand der Betreiberin!“

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Großer Vorteil: In der Nähe von Kindergarten und Schule

Und die steht schon in den Startlöchern, wieMichaela Obermeier-Lohnerauf Nachfrage bestätigt: „Wir können sofort loslegen! Die Hütte haben wir schon zu Hause, sie muss jetzt nur noch aufgebaut werden. Vorher muss aber noch der Strom verlegt werden“, sagt die Niederbergkirchenerin, die zugibt, dass der Alternativstandort auch ihr Wunschplatz gewesen sei wegen der Nähe zu Schule und Kindergarten. „Wir werden auch Kaba, Milchschnitte oder Yoghurt anbieten, die Kinder können sich dann je nach Bedarf mit einer Pause ausstatten. Und Eltern, die ihre Kinder in den Kindergarten bringen, können sich mit regionalen Produkten eindecken!“

Dorfladen ist kameraüberwacht

Den Standort an der Sarlinger Straße favorisiert die Geschäftsfrau auch deswegen, weil sie dort die Gefahr von Personenansammlungen die sich zum Trinkgelage treffen könnten, weitaus geringer einschätzt als am Parkplatz an der Halle. Alkoholische Getränke aus dem Automaten seien gesichert und könnten nur mit Personalausweis gezogen werden, „und dann auch nur von Kunden über 18 Jahren“. Außerdem seien Kameras installiert, die auf Geräusche reagieren. „Das wird mir über eine App am Smartphone gemeldet. Sollte es erforderlich sein, bin ich binnen kürzester vor Ort und könnte einschreiten.“

Verkaufsstart wohl erst Mitte Juni

Obermeier-Lohner geht davon aus, dass die Hütte in den Pfingstferien aufgestellt werden kann. Mit einem Verkaufsstart rechnet sie aber nicht vor Mitte Juni.

Dort, wo jetzt noch ein Werbebanner steht, wird die Verkaufshütte wohl aufgestellt.
Der Glascontainer an der Mehrzweckhalle wird versetzt. Der Grund: Zu viel Lärm, und das schon in den frühen Morgenstunden vor Tagesanbruch.

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