Gremien für technische Aufwertung der Schulen

Niederbergkirchen – Durchführungsbeschlüsse hatten die Gemeinderäte von Niederbergkirchen und Niedertaufkirchen bezüglich der EDV-Verkabelung und WLAN-Ausstattung in ihren beiden Schulhäusern zu fällen.

In unterschiedlichen Sitzungen stimmten die Gemeinderäte ab.

Hintergrund ist, dass beide Schulhäuser mit mobilen Endgeräten, Tablets, ausgestattet worden sind, die nicht nur das digitale Arbeiten mit Unterrichtsmaterialien ermöglichen sollen, sondern auch Kindern zur Verfügung stehen sollen, wenn die Corona-Pandemie es erfordern sollte, dass die Kinder wieder zu Hause am Bildschirm, Stichwort Home schooling, unterrichtet werden sollen. In Niederbergkirchen sind es knapp 16 000 Euro, die in die Verkabelung beziehungsweise technische Aufrüstung gesteckt werden müssten. In Niedertaufkirchen sind Investitionen in Höhe von 17 000 Euro notwendig. Die gute Nachricht: Die Gemeinden können auf einen Fördertopf im Rahmen des Digitalpakts zugreifen, hätten somit nur rund zehn Prozent der Kosten zu tragen. Was allerdings Niederbergkirchens Bürgermeister Werner Biedermann wütend machte, sind die Bedingungen für den Förderantrag. Das Erstellen dieses Dokuments erfordert laut Biedermann Fachwissen eines eines Ingenieurbüros. „Als Gemeinde hätten wir demnach für die Ausstattung der Schule lediglich 1600 Euro zu zahlen, das Ingenieurbüro kostet uns allerdings 3000 Euro, nur um das Ausfüllen des Förderantrages zu bewerkstelligen.“ Hochgerechnet auf Gemeinden aus dem Landkreis, die sich an diesem Programm ebenfalls beteiligten, seien das wohl an die 75 000 Euro, die alleine für die Antragstellung benötigt würden. „Eine Verschwendung von Steuergeldern!“, schimpfte Biedermann. Georg Wagenbauer, Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Rohrbach fügte noch erklärend hinzu, dass es der Verwaltung eben an technischem Know-how fehle, um den Förderantrag zu stellen. Dass die Maßnahme dennoch Sinn mache, sahen alle Gemeinderäte ein. Sowohl in Niedertaufkirchen als auch in Niederbergkirchen sprachen sich die Gremien einstimmig dafür aus, in die technische Aufwertung der beiden Schulhäuser zu investieren.

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