CHRISTROSEN ENTWENDET

Grabfrevel beim Blumenschmuck: Schale von Grab gestohlen

Zwei Tage später fehlte am Grab die Schale mit Christrosen. Und der Angehörige fragt sich: „Was sind das nur für Menschen, die zu so etwas fähig sind?“
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Zwei Tage später fehlte am Grab die Schale mit Christrosen. Und der Angehörige fragt sich: „Was sind das nur für Menschen, die zu so etwas fähig sind?“
  • Karlheinz Jaensch
    vonKarlheinz Jaensch
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Was mich freut was mich ärgert: Bei der Beerdigung waren die Christrosen noch da, zwei Tage später nicht mehr

Egglkofen – Der Tod des sehr beliebten Bruders ist gewiss Anlass zu großer Trauer. Dass man den frischen Grabhügel nach er Beisetzung mit Blumen schmückt, ist in unserer Heimat ein schon immer gepflegter Brauch. Dann aber kann Trauer auch in Wut oder Empörung umschlagen, wenn nur einen Tag später in dem sorgfältig gepflegten Grabschmuck plötzlich dekorative Blumen fehlen. So geschehen kürzlich auf dem Friedhof in Egglkofen.

Josef Neumüller stellte nach der Beerdigung am Grab seines Bruders Andreas eine Schale nieder, in der Christrosen leuchteten. Am Montag fehlten eben diese weißen Pflanzen am Grab vom Anderl. Es war ein fürchterlicher Schmerz, der den Sepp traf, als er den Blumenraub entdeckte. „Was sind das nur für Menschen, die zu so etwas fähig sind?“, stöhnte er.

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Und auch Pfarrer Markus Hochheimer zeigte sich tief betroffen. Er unterrichtete unverzüglich im nächsten Pfarrbrief seine Gemeinde über den Vorfall: „In den vergangenen Tagen erhielt ich leider einen telefonischen Hinweis, dass kurze Zeit nach einer Urnenbeisetzung, die ich im engen Kreis vorgenommen hatte, auf unserem Friedhof von einem Grab Blumenschmuck entwendet wurde.

Er bedauert es auch im Namen der Angehörigen des Verstorbenen sehr, dass selbst auf einem Friedhof im dörflichen Raum schon solche unchristlichen Umtriebe möglich sind. Sollten jemandem verdächtige Personen aufgefallen sein, können sie sich im Pfarrbüro melden. „Sicher sehe ich als Seelsorger neben einer möglichen Anzeige auch die Notwendigkeit, für den oder die Täter zu beten.“

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Nach Auskunft der Polizei kommen derlei Freveltaten „höchsten an Allerheiligen“ vor. Allerdings sei nicht auszuschließen, dass es eine Dunkelziffer gibt. Nicht jeder Diebstahl, obwohl keine Bagatelle, käme zur Anzeige. Wie auch der Fall in Egglkofen der Polizei bisher nicht gemeldet wurde.

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