Goaßlschnalzer, Theaterspieler und Sandbahnfan

In seiner Trachtfühlt sich Sebastian Müller wohl. Nicht nur die Trachtensach‘, auch das Theaterspiel war seine Leidenschaft. Bichler

Sebastian Müller war auch leidenschaftlicher Imker – jetzt feierte der naturverbundene Niederbergkirchener seinen 85. Geburtstag

Niederbergkirchen – Bürgermeister Werner Biedermann konnte das Jahr 2020 gleich mit einem erfreulichen Besuch beginnen, denn der Müller Wast aus Franzenseck feierte am Neujahrstag seinen 85. Geburtstag.

Der Jubilar hat als eines von sechs Kindern am 1. Januar 1935 in Franzenseck das Licht der Welt erblickt. Zusammen mit seinen Geschwistern besuchte er die Volksschule im nahen Pfarrdorf Niederbergkirchen. Nach der Schulentlassung arbeitete er einige Jahre als Rossknecht in der Landwirtschaft des Franziskushauses in Altötting.

Als Glücksfall bezeichnet er es, dass er 1953 beim Forstamt Altötting eine Ausbildungsstelle zum Wald-Facharbeiter antreten konnte. Auch nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Ausbildung blieb er bis 1963 beim Forstamt Altötting. Dann bot sich ihm die Möglichkeit, zum Maschinenbetrieb der Oberforstdirektion München zu wechseln, wo er bis zu seiner Verrentung 1995 tätig war.

Bereits 1959 schloss er mit Katharina Heilmeier aus Hölzlwimm bei Reischach den Bund der Ehe. Der harmonischen Verbindung waren die Söhne Helmut und Siegfried sowie die Töchter Traudi und Silvia beschieden. Über die Geburt von vier Enkeln konnten sich die Eheleute freuen. Allerdings war der Unfalltod von Enkel Michael vor mehr als zehn Jahren ein herber Schicksalsschlag.

Schon in seiner Jugendzeit war Sebastian Müller ein begeisterter Theaterspieler und er bildete auch bei der Neugründung der Theatergruppe 1979 eine wichtige Stütze, auch das Stockschießen machte ihm viel Freude. Seine Verbundenheit mit der Natur zeigte er auch als Imker. Gesundheitliche Einschränkungen zwangen ihn aber zur Aufgabe seiner Biernen.

Sein liebstes Hobby war aber der Trachtenverein Neuötting, dem er seit beinahe 70 Jahren nicht nur einfach als zahlendes Mitglied angehört, sondern bei dem er sich 25 Jahre lang als Vorplattler und 20 Jahre als Leiter der Goaßlschnalzergruppe große Verdienste erwarb. Mit Begeisterung begleitete er auch den Nachbarssohn und späteren Sandbahnweltmeister Alois Wiesböck zu dessen Rennen durch halb Europa. bic

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