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Bei guter Gesundheit

Markus Blimminger aus Wurmsham wird 95 Jahre - und bekommt Glückwünsche ohne Händedruck

Der Jubilar Markus Blimminger (rechts) bekam Besuch vom KSK-Vorsitzenden Martin Söll.
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Der Jubilar Markus Blimminger (rechts) bekam Besuch vom KSK-Vorsitzenden Martin Söll.

Ein Alter von 95 Jahren zu erreichen, ist keine Selbstverständlichkeit und dies auch noch in so guter Verfassung, wie Markus Blimminger, erst recht nicht. Die vielen Glückwünsche, die der Jubilar erhalten hat, mögen auch für die nächsten Jahre Gültigkeit haben.

Wurmsham – Wegen Corona durfte Blimminger die Glückwünsche und Geschenke nicht mit einem Händedruck entgegennehmen und doch waren sie Ausdruck von Verbundenheit und Dank für geleistete Arbeit. Durch Telefon, Schrift oder Abgabe von Geschenken kamen die Glückwünsche von Verwandten, Nachbarn, der Pfarrei und der Gemeinde, den Senioren, der KSK und der Rott-Quelle Schützen, vom TSV, dem Orts- und Kreisverband des VdK Velden und Vilsbiburg, der VG Velden, des Landkreises Landshut und der Bayerischen Staatskanzlei.

Im Jahr 1926 begann der Lebensweg von Markus Blimminger beim „Wogner“ in der Hofmark, wo er mit einer Schwester bei seiner Mutter aufwuchs. Schon als Bub musste er mit der Mutter zum Tagelöhnern, um den Lebensunterhalt zu sichern. Im Alter von 17 Jahren kam er zum Arbeitsdienst und folglich an die Kriegsfront nach Frankreich und Lettland. In Schlesien kam er unter Granatbeschuss und daraufhin musste ihm ein Bein abgenommen werden. Für den Heimkehrer musste dann eine geeignete Arbeit gesucht werden. Durch eine Ausbildung für Kommunal- und Versicherungswesen konnte Blimminger die Verwaltungsarbeiten in der Gemeinde Wurmsham übernehmen. Durch sein Pflichtbewusstsein und Korrektheit war er schließlich 30 Jahre lang Gemeindeschreiber und Kassier. Nach der Gebietsreform war der „Gmeinde-Max“, wie er heute noch genannt wird, über acht Jahre in der VG Velden tätig. Außerdem war er 50 Jahre Schriftführer bei den Kommunalwahlen.

Ehrenämter in vielen Vereinen

Dank seines Wissens und Könnens wurden ihm weitere Ämter übertragen und so war er Jahrzehnte Schriftführer und Kassier bei den Schützen und der Jagdgenossenschaft. Bei den Schützen war er zudem aktives Mitglied und stand bis in sein hohes Alter am Schießstand. Als Vereinsmeister oder Schützenkönig stand sein Name oft an erster Stelle. Nach Kriegsende schloss sich Heimkehrer Markus Blimminger der KSK an und ist jetzt der letzte Kriegsteilnehmer des Vereins. Auch dem VdK gehört er an und erfährt als Behinderter Unterstützung dieser Organisation.7

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Mit dem Hausbau an der Weihprechtinger Straße, der Heirat mit seiner Frau Maria 1965, die den Kindern Rosemarie und Rudi das Leben schenkte, war sein Familienleben abgerundet. Der Familienvater lehnte sich nicht zurück, sondern kümmerte sich auch um seine drei Enkelkinder und übernahm im Ruhestand den Wertstoffhof für 14 Jahre. Das liebste Hobby, das Schafkopfspiel, bleibt ihm aufgrund der Pandemie verwehrt.

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