Gemeinsame Wege im Pfarrverband

Niederbergkirchen - Nach einem geistlichen Impuls hielt Josef Strasser bei der Pfarrversammlung im Pfarrheim Rückschau und Ausblick über das Pfarrleben. Pfarrer Franz Eisenmann bezug Stellung zu den wegweisenden Änderungen im Pfarrverband.

Strasser erinnerte an den Austausch der Osterkerzen mit den Freunden aus dem thüringischen Schleusingen, an die Sternwallfahrt der Pfarrei nach Kirchisen sowie an die Verabschiedung von Pfarrer Heimerl, der von Ampfing aus zwei Jahre lang Niederbergkirchen mitbetreut hatte. Auch Chorleiter Ludwig Kurz musste wegen Wegzugs verabschiedet werden. Auch Pfarrer Alois Holzner, der von 1987 bis 1989 die Pfarrei betreut hatte, wurde verabschiedet und das neue Pfarrteam im Pfarrverband Neumarkt, zu dem Niederbergkirchen seit September 2008 gehört mit Pfarrer Franz Eisenmann, Kaplan Martin Kurlitsch und Diakon Walter Rothlehner begrüßt.

Im Jahr 2009 versucht man verstärkt, im Pfarrverband gemeinsame Wege zu fördern. Derzeit wird ein spiritueller Weg durch die Fastenzeit angeboten, und zwar mit Veranstaltungen in wechselnden Pfarreien des Pfarrverbandes. Eine gemeinsame Pfarrfußwallfahrt nach Altötting ist am Pfingstmontag geplant, im September eine Pfarrverbandswallfahrt von Gumattenkirchen nach Kirch-isen.

Im Anschluss daran stellte Kirchenpfleger Johann Dirnberger die Aufgaben der Kirchenverwaltung vor. Er erinnerte daran, dass am Kirchweg Grundstücke auf Erbpacht angeboten werden. Hohe Summen hätte die Begasung des Holzwurms verschlungen. Angedacht sei als Beitrag zum Klimaschutz die Beheizung der kirchlichen Gebäude - eventuell auch von Kindergarten und Schule - durch eine Hackschnitzelheizung sicherzustellen. Auch soll das Parkplatzangebot erweitert werden, was jedoch von Zusagen des Ordinariats abhängig sei. Auch heuer konnte wieder eine Praktikantin mit Sarah Gallenberger eingestellt werden.

Pfarrer Franz Eisenmann ging dann auf die Gottesdienstordnung ein und stellte klar, dass im neuen Pfarrverband mit jetzt weniger Priestern, aber mehr Kirchen und nur dem vor Ort vorhandenen Personal, also ohne Aushilfen, "ein Mehr an Gottesdiensten als derzeit nicht möglich" sei. Er lege jedoch großen Wert darauf, dass in jeder Pfarrei an jedem Wochenende wenigstens ein Gottesdienst angeboten werden könne. Er zeigte sich erfreut, dass in Niederbergkirchen eine ansehnliche Anzahl von Wortgottesdienstleitern zur Verfügung stünde, warb aber auch dafür, dass sich Interessenten im Herbst in einem Kurs innerhalb der Pfarrei ausbilden lassen könnten.

Das Zukunftsforum betreffend, bei dem er eines von 123 Mitgliedern in der Diözese sei, äußerte er, dass durch die bereits 2008 erfolgte Erweiterung des Pfarrverbands Neumarkt um Niederbergkirchen und Gumattenkirchen in den nächsten zehn Jahren wohl keine Änderungen zu erwarten seien.

Von Seiten der Zuhörer kamen danach eine Reihe von Anregungen, darunter die, die Chöre von Niederbergkirchen und Gumattenkirchen zusammenzulegen.

Bezüglich der derzeitigen Gottesdienstordnung wurde aus den Reihen der Anwesenden weitgehend Zufriedenheit geäußert. Mit großer Mehrheit wurde bei einer Abstimmung der Wunsch unterstützt, dass die Sonntagsgottesdienste um 8.45 Uhr beginnen sollen.

Dagmar Thienel meldete, dass sich wieder eine Mutter-Kind-Gruppe etabliert habe und sich Hans-Georg Weingartner zum geistlichen Begleiter der Landjugend hat ausbilden lassen, dessen Beauftragung am 18. April im Rahmen eines Gottesdienstes erfolgen soll.

Thienelt verwies noch auf das neue Faltblatt von "Profi", in dem 47 Angebote vor Ort aufgelistet sind. Auch bat sie darum, dem Besuchsdienstkreis der Pfarrei (Leitung Marianne Bichler) mitzuteilen, wenn jemand im Krankenhaus sei, um einen Besuch zu ermöglichen. Die KLJB kündigte für September eine Müllsammelaktion an und warb für rege Beteiligung aller Pfarrangehörigen am von der Jugend gestalteten Kreuzweg. bic

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