AUS DER BÜRGERVERSAMMLUNG

Gemeinde plant Kinderkrippe

Wie werden die Kinder in der Gemeinde Rattenkirchen betreut? Dies war eines der Themen bei der Bürgerversammlung.

Rattenkirchen – Seit September 2016 sind im Kindergarten Rattenkirchen von den 25 genehmigten Plätzen 17 belegt, aber erfahrungsgemäß werden während des Jahres noch Kinder angemeldet, 13 Rattenkirchener Kinder besuchen andere Kindertageseinrichtungen. Nach derzeitigem Stand sind dafür fast 144 000 Euro aufzubringen, von denen Freistaat und Bund 80 000 Euro übernehmen, sodass sich der Gemeindeanteil auf 64 000 Euro beläuft. Die Bedarfsanalyse in diesem Frühjahr hat ergeben, dass der Kindergarten von der Größe auch in den nächsten Jahren noch ausreichen wird. In diesem Zusammenhang erklärte der Bürgermeister, dass er froh und stolz ist, diesen Kindergarten in Rattenkirchen zu haben, und die Zusammenarbeit mit der Leitung des Kindergartens und mit der Kirchenstiftung als Träger nannte er ausgezeichnet. Er dankte auch allen Gönnern des Kindergartens. Neben Privatpersonen und Firmen kümmert sich der Kindergartenförderverein, an seiner Spitze die Vorsitzende Angelika Deißenböck, um zusätzliche Einnahmen, die dem Kindergarten zugute kommen.

56 Kinder und Jugendliche aus Rattenkirchen besuchen die Grund- oder Mittelschule. Die Zahl der Grundschüler steigt kontinuierlich: Waren es im letzten Jahr noch 27 Kinder, so sind es in diesem Jahr bereits 31. Die Grundschule wurde im vergangenen Jahr umgebaut. So wurde ein neuer, sehr schöner Mehrzweckraum in das nicht genutzte Dachgeschoss gebaut, um mehr Platz zu schaffen. Außerdem wurden neue Computer gekauft, damit sowohl die Kinder als auch die Lehrer mit neuester Technik arbeiten können.

In den nächsten Jahren wird das Schulhaus in Heldenstein saniert und kontinuierlich verbessert. Nur mehr drei Schüler besuchen die Mittelschule in Buchbach. Sie werden bis zu ihrem Abschluss dort bleiben. Die restlichen Mittelschüler beziehungsweise Schüler des M-Zugs besuchen die Mittelschule in Ampfing. Mit allen drei Schulen läuft die Zusammenarbeit sehr gut.

Aufgabe einer Gemeinde ist es auch, Krippenplätze zur Verfügung zu stellen. Um den Bedarf planen zu können, erfolgen regelmäßig Bestandsfeststellungen, Elternbefragungen und Prognosen. Für Kinder unter drei Jahren gibt es in Rattenkirchen kein Angebot. Die Rattenkirchener Eltern bringen ihre Kinder in Kinderkrippen in den umliegenden Gemeinden. So lange die Einrichtungen nicht mit gemeindeeigenen Kindern voll seien, können Kinder aus Rattenkirchen aufgenommen werden, erklärte Bürgermeister Rainer Greilmeier. Sind die Krippen voll, werden konsequenterweise gemeindeeigene Kinder bevorzugt und ortsfremde Kinder nicht mehr angenommen. Der Gemeinderat ist nun zu dem Entschluss gekommen, dass eine Kinderkrippe auf dem Gelände neben dem Kindergarten „St. Anna“ die beste Lösung wäre (wir berichteten).

Der Betrieb sollte über die Katholische Kirchenstiftung als Träger laufen, den Bau übernimmt die Gemeinde. Zu den normalen Förderungen gibt es ein Sonderinvestitionsprogramm vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration für den Bau von Kinderkrippen. Dieses Sonderförderprogramm soll genützt werden. Die Gespräche mit dem Träger verliefen bisher positiv, was Pfarrer Martin Ringhof bestätigte.

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